EX-Ministerpräsidenten Thaksin
Die Familie des Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra ist in nur zwei Jahren um mehr als 90 Milliarden Baht reicher geworden. Wie der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Banyat Bantadtan, im Parlament erklärte, hatten die Aktien der Shinawatra Group zu Beginn der Amtszeit von Khun Thaksin, im Februar 2001, einen Börsenwert von 102,274 Milliarden Baht. Anfang Februar dieses Jahres seien es 194,074 Milliarden Baht gewesen. Zu den Unternehmen bzw. Beteiligungen der Shinawatra-Familie gehören die Shin Corporation (Thailands grösste Kommunikation-Gruppe), Advance Info Service (Thailands grösster Mobilfunkbetreiber), Shin Satellite, M Link Asia Corporation, iTV (Thailands drittgrösster TV-Kanal), SC Assett, die Thai Military Bank und neuerdings die Billigairline AirAsia.
Ministerpräsident Thaksin Shinawatra ist ein Visionär. Für die kommenden Jahre hat sich der "Mann des Jahres" vier Ziele gesetzt: ein Land ohne Armut und ohne Korruption, erträglichere Lebensbedingungen in den Städten und Ballungsgebieten sowie Wohlstand für alle durch ein steiles Wirtschaftswachstum.
Thaksin hat den Schock der Wirtschaftskrise ab 1997 vergessen lassen, als der Zusammenbruch der überbewerteten Immobilienmärkte, die rapide Abwertung der Baht-Währung und eine Bankenkrise das Land an den Rand des Zusammenbruchs geführt hatten.
Trotz seiner zählbaren Erfolge - Exporte, Investitionen und billige Kredite kurbelten die Wirtschaft an - nimmt die Kritik am populistischen Premierminister eher zu: Thaksin regiere mit autokratischer Härte wie der Vorstandsvorsitzende eines Industrieimperiums, lasse keine Diskussionen über seine Politik zu, verbiete Demonstrationen und halte die Presse eng am Gängelband.
Die Familie von Premierminister Thaksin Shinawatra verfügt nach Angaben des Büros der Nationalen Antikorruptionskomission (NCCC) über ein Gesamtvermögen von 12,3 Milliarden Baht. Das Vermögen liegt damit um etwa 2,3 Milliarden Baht unter der Summe aus dem Jahr 2001, als Thaksin noch Bildungsminister war, erklärte die NCCC.
Reichste Familie Thailands
Die Familie von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra zählt zu den reichsten Aktienbesitzern des Landes. Nach Angaben der Behörde hat der Premierminister selbst lediglich ein Vermögen von 576,38 Millionen Baht. Unter den ersten Fünf befinden sich nach einem Bericht des Magazins "Money and Banking" seine Tochter Pinthongtha, Schwiegersohn Bhanapot Damapong und sein Sohn Panthongtae. Der Wert ihrer Anlagen an der Börse wird mit 27,45 Milliarden Baht angegeben.
Am 2. April 2006 fanden nach monatelangen Protesten gegen die Amtsführung des Premierministers Thaksin Shinawatra Neuwahlen statt. Die Proteste richteten sich insbesondere gegen den zunehmend autoritären Regierungsstil, die Einschüchterung der Medien und die persönliche Bereicherung der Thaksin-Familie. In die Kritik geraten war insbesondere der Verkauf von Thaksins Familienunternehmen an den Singapurer Konzern Temasek Holdings. Thai Rak Thai gewann die Wahlen zwar, doch alle grösseren Oppositionsparteien hatten sie boykottiert. Das Parlament konnte auch nicht zusammentreten, da in einigen Wahlbezirken das notwendige Quorum nicht erreicht und damit der Abgeordnete der TRT nicht gewählt wurde. Der Oberste Gerichtshof entschied am 3. Mai 2006, dass die Wahl vom 2. April ungültig sei und setzte Neuwahlen für den 15. Oktober an.
Am 19. September kam es zu einem unblutigen Putsch. Polizei und Militärkräfte besetzten Bangkok und erklärten die Amtszeit Thaksin Shinawatras, der sich zu diesem Zeitpunkt aus Anlass der UN-Vollversammlung in New York aufhielt, für beendet. Panzer rückten ins Stadtzentrum ein und umstellten Regierungsgebäude. Generalleutnant Sonthi Boonyaratkalin, Oberkommandierender des Heeres, gab die Ablösung des Premierministers bekannt. Parlament, Regierung sowie Verfassungsgericht wurden aufgelöst, die Verfassung von 1997 ausser Kraft gesetzt.
In der Zwischenzeit war eine neue Verfassung erarbeitet worden, über die am 19. August 2007 in einem Referendum abgestimmt wurde. Bei einer Beteiligung von nur knapp 57 % nahm das Volk die Verfassung mit 56,7% gegen 41,4% an.
Am 28. Februar kehrte Thaksin Shinawatra nach 17-monatigem Exil aus England zurück und wurde auf dem Flughafen von Bangkok verhaftet, später jedoch gegen Zahlung einer Kaution von 5 Millionen Baht wieder auf freien Fuss gesetzt mit der Auflage, Thailand nicht zu verlassen.
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