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Thailand Info · Allgemeine Informationen über Thailand
Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Aktuelle Thailand Infos und News

Krankenversicherung in Thailand

Eine Krankenhausversicherung mit hoher Deckungssumme kommt teuer

Krankenhaus-Ärzte bei einer Operation. In Bangkok kostet eine Bypass-Operation zwischen 300.000 und 700.000 Baht. In Thailand kommt mit zunehmendem Alter eine Krankenkasse teuer. Denn der in Thailand lebende Farang ist in der Regel in seinem Heimatland nicht mehr versichert.

Fast alle privaten europäischen Versicherungsagenturen lehnen es ab, ein in seinem Heimatland abgemeldetes und im Ausland lebendes Mitglied weiterhin zu versichern.

Um im Krankheitsfall eine volle Deckung zu haben, muss also in Thailand eine Versicherung abgeschlossen werden. Angeboten werden hier international operierende und thailändische Assekuranzen. Die einen Kassen haben relativ preiswerte Jahresprämien, bei anderen Versicherern schnellt die Prämie im Alter in die Höhe.

Beim Selbstbehalt sinkt die Prämie

Es gibt lokale Krankenkassen, die ihre Kunden im Alter von 65 oder 70 ausschliessen. Und es gibt Deckungsgrenzen, die einzeln angewendet werden. Das bedeutet: Die Kasse erstattet Beträge, die dieses Limit überschreiten, nicht zurück, selbst wenn die vertraglich festgelegte Deckungssumme nicht erreicht worden ist. Solche Limits können auch pro Tag gelten.

Vor einem Vertragsabschluss sollten Ausländer das Kleingedruckte lesen bzw. sich übersetzen lassen: Sind etwa chronische Krankheiten ausgeschlossen, werden alle Medikamente und Behandlungen bezahlt? Bei einer geringen Prämie kann davon ausgegangen werden, dass längst nicht alles gedeckt ist.

Die Bupa und AIA sind die führende Krankenkassen in Thailand und setzen ihre Versicherten nicht nach Vollendung des 70. Lebensjahres vor die Tür.

Die Bupa zum Beispiel nimmt stattliche Jahres-Prämien für ihre Pläne namens Sapphire, Ruby, Emerald, Diamond und Platinum. Die Deckungssummen liegen bei den vier Krankenhaus-Plänen mit möglichem Selbstbehalt bei 300.000, 400.000, 500.000 und 600.000 Baht, bei Platinum kann der Kunde wählen zwischen einer Million, zwei und fünf Millionen. Während die Prämien im Alter von 61 bis 65 Jahren noch erschwinglich erscheinen, muss der Versicherer ab dem 65. Lebensjahr jedes Jahr zehn Prozent mehr hinblättern.

Prämien-Aufschlag

Sollten Kunden ihren Versicherungsschutz in Anspruch nehmen, müssen die Versicherten mit einem Prämien-Aufschlag rechnen:

Der Aufpreis beträgt je nach Inanspruchnahme der Deckungssumme zwischen 10 und 25 Prozent oder gar mehr und muss ein bis zwei Versicherungsjahre gezahlt werden.

Verzichtet man auf eine Krankenkasse und setzt dagegehn eher auf ein privates Notfall-Sonderkonto, sollte dieses mindestens 500.000 bis 1 Million Baht aufweisen.

Wenn Residenten einem Schlaganfall erleiden, eine Herzoperation oder gar eine Krebsbehandlung beanspruchen müssen, können solche Behandlungen ins Geld gehen. In Bangkok kostet eine Bypass-Operation zwischen 300.000 und 700.000 Baht, eine Chemotherapie bei Krebs kann sich schnell zu Millionen addieren.

Schliesslich sind langfristige und aufwendige Behandlungen in einem privaten Krankenhaus keine „Peanuts“. In Pattaya kosten Behandlungen womöglich weitaus mehr als in benachbarten Städten.

Steuer zugunsten der 30 Baht Krankenversicherung

Um die sogenannte 30-Baht-Krankenversicherung vor dem finanziellen Kollaps zu bewahren, will die Regierung die auf Alkohol und Tabak erhobene Steuer einsetzen. Vom kommenden Finanzjahr an, das im Oktober beginnt, sollen 70 Prozent der Alkohol- und Tabaksteuer in die Krankenversicherung fliessen.

Rund 46 Millionen Thais besitzen diestaatliche Krankenversicherungskarte. Für Diagnose, Therapie und Operation wird in jedem Krankheitsfall lediglich eine Gebühr vor 30 Baht fällig.

Im letzten Finanzjahr hatte der Staat dieses Gesundheitsprogramm mit 6,23 Milliarden Baht unterstützen müssen. In diesem Jahr sollen es 7,27 Milliarden Baht und in den folgenden zwei Jahren 8,17 bzw. 8,7 Milliarden Baht sein.

Bei Einführung der 30-Baht-Krankenversicherung waren die Gesundheitsexperten von einem jährlichen Betrag pro Karteninhaber von 1.202 Baht ausgegangen. Inzwischen sind es 1.396 Baht. Noch viel zu wenig, klagen die am Programm beteiligten Krankenhäuser. Fast alle werden vom Staat allimentiert. Die 1.396 Baht pro Patient und Jahr reichten bei weitem nicht aus, die Kosten für Ärzte, Pflegepersonal, Medikamente undSachausgaben eines Hospitals zu decken. Als Folge stehen viele staatliche Krankenhäuser vor dem finanziellen Ruin, Ärzte wandern aus den überfüllten staatlichen Hospitälern in private ab.

Das Finanzministerium rechnet in diesem Jahr beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren mit Steuereinnahmen in Höhe von 110 Milliarden Baht.

Quelle: http://der-farang.com/ (aktualisiert durch Thaipage Online)

 
 
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