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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Die thailändische Währung heisst "Baht"

Bankeinlagen schmelzen dahin

Auf einer Sitzung hat die Führung der Bank of Thailand beschlossen, nicht an der Zinzschraube zu drehen und den Zinssatz auf dem Rekordtief zu belassen.

Wer sein Erspartes immer noch brav auf die Bank bringt, ist in Thailand der Dumme. Täglich schmilzt sein Vermögen dahin. Obwohl die Verbraucherpreise in den letzten Monaten drastisch zugelegt haben, bewegt sich der Guthaben-Zinssatz nicht. Die Sparer bringen den Geschäftsbanken billiges Geld, das diese mit hohem Gewinn als Kredite an Unternehmen und Privatleute weiterreichen. Auf Spareinlagen gibt’s nach wie vor nur 0,75 Prozent, bei Festgeld sind es gerade mal 25 Basispunkte mehr. Und weil Festgeld-Anleger ihren Gewinn noch versteuern müssen, bleibt ihnen unter dem Strich kaum mehr als einem Sparbuch-Inhaber. Die Inflationsquote ist inzwischen auf 3,6 Prozent emporgeschossen. Das heisst: Nach Abzug von 0,75 Prozent Zinsen reduziert sich der Einkaufswert eines auf die Bank gebrachten Geldbetrages aktuell um fast 3 Prozent. Noch härter trifft es all jene Ausländer, die in Pattaya ihre Millionen als Festgeld angelegt haben und hier „europäisch“ konsumieren. Der starke Euro hat die Importwaren verteuert, so dass die Inflationsrate dieses Personenkreises die amtliche Quote weit überschreitet.

Aufwertung der Baht-Währung

Die Staatsbank versucht, die Aufwertung der Baht-Währung in Grenzen zu halten. Der Baht ist schon längst keine Weich-Währung mehr, gebenüber dem US-Dollar legte er innerhalb eines Jahres um rund acht Prozent zu. Diese Entwicklung hat Devisen-Spekulanten auf den Plan gerufen. Ausländer sollen in jüngster Zeit ihre Baht-Einlagen mehr als verdreifacht haben.

Neben null Zinsen für ein halbes Jahr dürfen Ausländer derzeit nicht mehr als 300 Millionen Baht auf einem inländischen Konto halten. Die Finanzinstitute sind verpflichtet, der Staatsbank Devisengeschäfte in diesen Grössenordnungen zu melden und die von Ausländern geführten Konten am Ende eines jeden Geschäftstages auf 300 Millionen Baht zu bereinigen. Ausländer, die zu diesem Thema Fragen haben, können Khun Voramol vom Strategy and Exchance Control Office bei der Bank of Thailand anwählen (Tel.: 02.283.5326-7).

Lediglich Ausländer, die inzwischen die thailändische Staatsbürgerschaft angenommen oder ein Residenten-Visum haben, gelten bei thailändischen Behörden als „residents". Nicht ganz so eng sehen das die Finanzinstitute. Jeder Ausländer, der in Thailand ein Konto eröffnet, wird in der Regel als Resident behandelt. Auf sein „resident Baht account" bekommt er natürlich die derzeit geltenden Zinsen, sowohl für Sparguthaben als auch für längerfristige Einlagen.

Die Sprachbarriere und die immer noch unzureichende Ausbildung von Bankmitarbeitern führt allerdings weiterhin zu Missverständnissen und bei Kunden zu Ärger. Nicht nur die am Schalter sitzenden Frauen und Männer, selbst Manager und deren Stellvertreter sind oftmals schlecht informiert.

Wenn also z. B. ein Ausländer bei der Eröffnung eines Bankkontos nach seiner Adresse gefragt wird und die in seiner Heimat angibt, wird er rechtens als „non-resident" behandelt. Unter diesem Begriff wird sein Konto geführt, bei den Zinsterminen wird er leer ausgehen. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten sich Ausländer gleich nach den Zinszahlung erkundigen.

Non-Residents erhalten auf Sparguthaben keine Zinsen und gehen bei Festgeld die ersten drei Monate leer aus. Bei sechs und zwölf Monaten gibt’s jeweils 0,75 Prozent. Residents bekommen auf das Sparbuch 0,75 Prozent, bei Festgeld sind es derzeit jeweils 1 Prozent.

 
 
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