Kurz notiert aus Samui
Chaweng-See: Der Level sinkt, Bedeutung steigt
Beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit sind am Chaweng-See monatelang gleich mehrere Bauprojekte zeitgleich vorangetrieben worden. Für den Hochwasserschutz wurde der See teilweise um bis zu zwei Meter vertieft, um künftig mehr Flutwasser aufnehmen zu können. Eingebaut wurden außerdem entsprechende Schleusen, um den Wasserabfluss direkt koordinieren zu können. In das Gesamtkonzept gehört auch eine verbesserte Infrastruktur für Spaziergänger und Jogger. Laut Bürgermeister Ramnate Jaikwang wird im Zuge des Ausbaus ein Weg um den See angelegt. Die Inselverwaltung Tesaban hat die Baumaßnahmen bereits in Auftrag gegeben. Wer von der Polizeistation Bophut aus in Richtung Chaweng Lake fährt, kann die Arbeiten gut beobachten. Die Bewährungsprobe für den vertieften See steht indessen noch an – und der Monsun 2011 vor der Tür.
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Flughafen Don Sak bleibt heiß
Die Pläne für einen zweiten Flughafen auf Koh Samui scheinen endgültig vom Tisch, dafür steigen die Aussichten auf einen richtungsweisenden Flughafen auf dem gegenüberliegenden Festland. Wie der FARANG aus gut informierten Kreisen erfuhr, sind die Aktivitäten für den Bau eines internationalen Flughafens bei Don Sak – nur ca. 30 Kilometer von der Insel entfernt – weiter vorangetrieben worden. Wie bereits in der Ausgabe vom 15. Juli gemeldet, hat eine Investorengruppe 20.000 Rai Land (1 Rai = 1.600 qm) optional für ein Flughafenprojekt erworben. Derzeit glühen die Drähte zur neuen Landesregierung nach Bangkok heiß. Sollte Yingluck Shinawatra mit ihrer Puea Thai Partei den Flughafenbau unterstützen, so kalkulieren die Drahtzieher, dann wäre dies auch gut fürs angeschlagene Image der Rothemden-Partei in Südthailand. Alle im Tourismus beteiligten Gruppen sind sich einig, dass ein internationaler Flughafen in unmittelbarer Nähe der Inseln einen signifikanten Anschub der zuletzt kriselnden Tourismusindus-trie bringen könnte. Das von vielen gefürchtete Monopol von Bangkok Air könne nur so gebrochen werden.
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Kreisverkehr für Chawengs Verkehrschaos
Mit einem neuen Kreisverkehr soll eine der verkehrsträchtigsten Schnittstellen in Chaweng entschärft werden: Seit einigen Wochen läuft an der Einmündung zum Chaweng-See – direkt an der letzten Zufahrt unterhalb der Q-Bar – ein neues Projekt. Das wilde Ein- und Ausfahren in die Hauptstraße wird hier durch eine einfache Maßnahme unterbunden. Im Kreisel kühlen sich auch Gemüter von besonders heißspornigen Verkehrsteilnehmern ab, und seit der Einführung vor einigen Wochen kam es kaum mehr zu haarsträubenden Einscher-Manövern. Mit einer Ampellösung wäre der Verkehrsfluss empfindlich gestört worden. Obwohl in diesem Bereich derzeit auch an der Straßenbefestigung und Kanalisation gearbeitet wird, nahmen die Bürger die Neuerung positiv und diszipliniert auf. Der Kreisverkehr ordnete das bisherige Chaos an dieser Stelle.
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Seltene Meerestiere von Booten verletzt
Immer wieder werden Delphine und Meeresschildkröten von rücksichtslosen Fischern und Bootsführern verletzt und getötet. Allein dieses Jahr registrierten Naturschützer bereits 16 tote Irrawaddy-Delphine an den Küsten des Inselarchipels Samui. Zuletzt wurde die Leiche eines 200 Kilogramm schweren Tümmlers am Bantai-Strand nähe Maenam angeschwemmt. Den Verletzungen zufolge hatte sich das zehn Jahre alte und 2,70 Meter lange Säugetier in einem Fischernetz verfangen und damit sein Todesurteil besiegelt. – In Koh Phangan fanden Urlauber am Baan Tai-Strand eine ca. 50 Jahre alte Schildkröte, die orientierungslos und geschockt in den Wellen trieb. Es wird angenommen, dass das Tier von einem der Boote überfahren wurde, das Gäste auf die Vollmondparty bringt. Mitarbeiter der Nationalpark-Verwaltung versorgten das verstörte Reptil und nahmen es zur weiteren Behandlung mit. Meeresschildkröten müssen zur Sauerstoffaufnahme turnusmäßig auftauchen und kollidieren dabei immer wieder mit Ausflugsbooten. Das Umweltbewusstsein vieler Fischer und Bootsführer in Thailand ist leider nicht sehr ausgeprägt.
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Neuer Bootshafen hinter „Buddy Center“
Hinter dem gelb beschilderten und unübersehbaren „Buddy’s Hotel- und Vergnügungscenter“ an der Lamai- Ringstraße wird seit dem Frühsommer 2011 der Hafen ausgebaut und gesichert. Wer die wenigen Meter zum wunderschönen Sandstrand hinab schlendert, sieht die neu aufgeschüttete Landzunge. Diese soll in Zukunft allen Schiffen einen sicheren Hafen bieten. Bei den Stürmen im November 2010 und im März dieses Jahres hatten viele dort geankerten Boote Schaden genommen. Deren Besitzer sind überwiegend Einheimische, aber auch einige Europäer. Sie haben aus eigenen Mitteln und mit Unterstützung der Inselverwaltung den Küstenbereich ausgebaggert und vertieft. Eine stabile Holzbrücke verbindet nun den Strand mit der vorgelagerten Erhebung aus Felsen und Sand, die in schweißtreibender Arbeit angehäuft wurde. Sogar ein kleines Lokal mit Panoramablick über den Strand Lamai ist hier geplant und soll Besuchern zur Saison einen der schönsten Sonnenuntergänge der Insel bieten.
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Diebe durchwühlen Gepäck im Reisebus
Immer wieder sind Touristen in den vergangenen Monaten auf Busreisen von und nach Koh Samui unliebsam überrascht worden. Während der Nachtfahrt von Bangkok und anderen Destinationen fährt offensichtlich im Gepäckraum häufig ein Langfinger mit. Erst im Juli hatte eine Spezialeinheit der Polizei einen Touris-tenbus bei Don Sak kurz vor der Fähre gestoppt und das gesamte Personal verhaftet. Dieses hatte laut Polizeiangaben organisiert Wertsachen aus den Rucksäcken und Koffern der Urlauber gestohlen. Dem Spuk scheint damit kein Ende gesetzt. Auch im August und September gingen bei der FARANG-Redaktion Beschwerden beklauter Touris-ten ein. Weshalb die großen Tour-Anbieter diese rufschädigende Selbstbedienung mancher Mitarbeiter nicht in den Griff kriegen, bleibt die Frage – und verbunden damit ein Rat: Auf keinen Fall Geld oder Wertsachen im Gepäck lassen, das im Stauraum gelagert wird.
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