Kurz notiert aus Samui
Betrunken mit Pickup in Hotel geknallt
Ein jähes Ende einer feuchtfröhlichen Nacht bescherte eine betrunkene Pickup-Lenkerin einem deutschen Unternehmer in Chaweng. Um 5 Uhr morgens fuhren die Gäste des „Moonlight Hotels“ nach einem lauten Knall aus dem Schlaf. Eine 22-jährige Thailänderin aus dem Isaan hatte auf dem Heimweg die Kontrolle über ihren Toyota Hilux verloren und war in der Rezeption des Gebäudes gelandet. Der beträchtliche Flurschaden beläuft sich nach erster Begutachtung auf eine halbe Million Baht. Obwohl die betrunkene Frau gestellt, ihre Personalien von der Polizei aufgenommen wurden und ihr russischer Lebensabschnittsgefährte Zahlung versprach, gab es später ein weiteres böses Erwachen. Am nächsten Tag wollte der Russe nichts mehr von einer Begleichung des Schadens wissen. Seither verbringt der Hotelbesitzer bei Marathonsitzungen im Polizeirevier Chaweng einen Teil seines Arbeitslebens und sinniert darüber, weshalb ihm nüchtern und schlafend seine Existenz ruiniert worden ist. Die Frau befindet sich auf freiem Fuß.
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Samui soll noch attraktiver sein
Das Chaos durch die Rothemden in Bangkok – eine Chance für Koh Samui? – Wenn man den Worten des Touristikexperten Andrew Langdon Glauben schenkt, dann hat sich der Marktwert der Urlaubsdestinationen in Südthailand durch die Aufstände eher erhöht. Der Vizepräsident der Internationalen Hotelkette Jones Lang LaSalle ist davon überzeugt, dass sichere Reiseziele wie Koh Samui innerhalb Thailands in der Gunst der Touristen gewinnen werden, wenn sie sich entsprechend im Markt aufstellen und behaupten. Ungebrochen bleibt die Bautätigkeit von großen Hotelgruppen auch auf Koh Samui. Und das ungeachtet der Tatsache, dass durch den Verfall von Euro und Pfund die Urlaubskasse vieler Touristen gegenüber dem Thai-Baht schwer gelitten hat.
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Elvis kehrt auf die Rockbühne zurück
Besucher der Samui-Bikeweek 2010 erlebten beim letzten Höhepunkt einer wilden Nacht eine lautstarke Überraschung. Als Spezialgast trat ein bekannter Entertainer auf die Bühne, der in Thailand seit Jahren als rock ’n’ rollender Schmusesänger bekannt ist: Ritchie Newton alias Elvis legte mit der Band des Smooth Pub Lamai einen so fetzigen Hardrock-Auftritt hin, dass den Bikern die Spucke weg blieb. Laut Ritchie war dies kein einmaliger „Fehltritt“, sondern Start einer neuen Strategie. Was viele nicht wissen: Der Elvis-Imitator mit Wohnsitz Samui hat seine alte Heavymetal-Gruppe „Rockangels“ nie beerdigt und tritt bei Motorradtreffs in Deutschland nach wie vor als Rocker in Szene. Fürs nächste Jahr ist Ritchie beim Harleytreffen in Hamburg sowie einem Bürgerfest in Ingolstadt als Leadsänger der Rockangels gebucht. „Ich musste mir ein weiteres berufliches Standbein schaffen“, sagt Ritchie. Durch die Touristikflaute der letzten Monate habe er vor allem in Phuket und Samui vorübergehend einige existentielle Engagements verloren.
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Beschwerden über Kinder auf Scootern
Koh Samui-Urlauber, die zum ersten Mal auf die Insel kommen, dürfen sich auf vielseitige Weise an andere Kulturen und Sitten gewöhnen. Was ihnen dabei weniger schmeckt als die hervorragende Küche ist das tägliche Bild motorradfahrender Kinder auf den Hauptstraßen. Klaus B. aus Niederbayern wurde Ende Juni von einem automatischen Roller in Lamai angefahren, als er gegen 21 Uhr zu Fuß den Tempelmarkt in Lamai besuchen wollte. Auf dem grünen 125ccm-Gefährt saßen gleich vier Minderjährige. Zusammen brachten sie es auf kaum 40 Lebensjahre. Klaus B. erlitt eine Prellung am Bein und eine Platzwunde. Die vier Kinder waren hartgesotten, stellten ihr umgekipptes Motorrad flugs wieder auf und verschwanden wie der Wind in Richtung Chaweng. Auf die Frage, ob die Polizei nichts gegen solche Kinder(geister)fahrer unternehme, erntete der Urlauber aus dem Bayerischen Wald Gelächter seiner Landsleute in Lamai. „Amazing Thailand“ – auch das gehöre auf Koh Samui zum Alltag. In Pattaya, Bangkok und Phuket wird von der Polizei im Straßenverkehr stärker durchgegriffen.
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Immigration geht gegen bettelnde Kinder vor
Mit einer weiteren Erfolgsmeldung ging im Juni die Immigrationsbehörde Koh Samui an die Öffentlichkeit. Laut einem Sprecher sei es gelungen, ein kambodschanisches Bettel-Syndikat zu zerschlagen. Im Detail meldet die Immigration die Verhaftung und spätere Ausweisung von neun Kambodschanern, darunter zwei Kinder. Ein Junge (10) und seine Schwester (8) seien nachts vor allem im Bereich Chaweng auf Betteltour bei Touristen geschickt worden. In ihrem Quartier am Laem-Din-Markt wurde die Gruppe festgenommen und nach Bangkok gebracht. Offensichtlich hatte es mehrere Beschwerden über die bettelnden Kinder gegeben. Minderjährige Rosenkavaliere als Blumenverkäufer sind in den Strandorten Chaweng, Lamai und Bophut hingegen weiterhin ein Ärgernis.
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