Koh Yao Noi
Eine der wenigen Trauminseln in Thailand ist Koh Yao Noi in der Bucht von Phang Nga in der Nähe von Phuket. Auf dieser kleinen Insel leben nur rund 9.000 Menschen, die von Fischfang und Gummibäumen leben. Hier gibt es kleine Strände und Wandermöglichkeiten, weitab von der Hektik mancher anderen Urlaubsinsel. Wir besuchten diese Insel im Juli 2000.
Anfahrt
Wir, eine Gruppe von 3 Erwachsenen, fuhren mit einem schnellen Charterboot vom Pier Bang Rong los, der nordöstlich von Phuket liegt, und waren in einer guten Stunde bereits auf der Südseite der Insel. Die einfache Fahrt kostete damals 600 Baht, umgerechnet auf den günstigen Kurs von 1999 waren das rund 25 DM. Es soll aber noch eine günstigere Variante geben, wenn man ab Ao Luk in der Nähe von Krabi mit einem kleineren Boot abfährt. Dafür kann es aber auch etwas länger dauern, und die Boote halten etwas weiter nördlich. Die Fahrt mit dem Charterboot ist natürlich bequemer, und man kann sich in Phuket am besten darüber informieren.
Auf Koh Yao Noi angekommen standen auch schon zahlreiche Motorradtaxis bereit, um die Touristen an jeden Ort der Insel fahren zu können. Obwohl die Insel relativ klein ist, sie erstreckt sich ca. 12 km von Süd nach Nord und bis zu 8 km von West nach Ost, sollte man immer mit etwas mobilem unterwegs sein, auch wenn das Straßennetz ziemlich klein ist, da es einfach zu heiß zum langen spazierengehen wäre, trotz mancher kühlen Brise vom Meer. Aber da man hier auch Fahrräder mieten konnte, gab es keinerlei Probleme.
Unterkünfte
Wir ließen uns mit einem Motorradtaxi zunächst zur Metropole der Insel fahren, die Ban Yai heißt. Wir wollten hier nur zwei Tage bleiben, Zeit genug, um die kleine Insel kennen zu lernen, und hatten uns bereits in Phuket nach Unterkünften erkundigt. Dies ist auch anzuraten, da es nicht viele Unterkünfte auf der Insel gibt. Unsere Unterkunft befand sich in der Nähe von Ban Yai, das übrigens südlich der Insel liegt. Wir mieteten in der Bungalow-Anlage Koh Yao Cabana für zwei Tage einen schönen einfachen Bungalow. Mit 200 Baht pro Tag und Person eine günstige Unterkunft. Die Zimmer waren sehr gepflegt und verfügten über eine Dusche. Nur wenige Schritte von den Bungalows entfernt gab es auch einladende Essenstände, so dass die Versorgung mit Essen ausgesprochen bequem war.
Auf zum Entdecken
Wir wollten hier mal wirklich nur relaxen, faul am Strand liegen und die Insel ein wenig erkunden. Also fuhren wir mit gemieteten Fahrrädern zunächst einmal zum schönsten Strandabschnitt der Insel, wie man uns mitteilte, zur Long Beach. Auf der Karte wird diese Long Beach aber auch als Hat Klong Jaj bezeichnet. Dieser kleine Strand lag nur rund 5 km östlich von Ban Yai entfernt, so dass die gemütliche Fahrt nicht so lange dauerte. Man sollte aber unterwegs immer einen Strohhut oder ähnliches Sonnenschutz aufsetzen, da es im Sommer recht heiß ist. Auf der Straße sahen wir nur weitere Fahrräder und einige Motorradtaxis.
In der Nähe des Strandes liegt das kleine Dorf Ban Laem Kho, wo es auch einige Essenstände gab, und wir für unser leibliches Wohl sorgten. Im übrigen sind hier die Menschen, hier leben viele Moslems, sehr freundlich und neugierig, und ein Zurücklächeln schafft gegenseitiges Vertrauen. Den Strand schätzte ich auf rund 2 km Länge, und er erinnerte mich von der Größe her etwas an den Strand von Bang Saen, südlich von Bangkok. Die Ruhe war hier himmlisch, und müsste man nicht auf die Flut achten, könnte man hier getrost lange Zeit an einem Fleck einfach nur so relaxen. Vor dem Ufer sah man ungewöhnliche kleine Felseninseln. Nach einiger Zeit fuhren und gingen wir, ausgerüstet mit Getränken, Reis und gebratenen Hähnchenstückchen, etwa weitere 3 km den Strand weiter nördlich ab, und fanden weitere sehr schöne und abgelegene Strandabschnitte, wo wir fast den ganzen Tag verbrachten. Es war ein richtiger fauler Strandtag, wobei ich ja noch gar nicht erwähnt habe, dass das Wasser tadellos sauber war. Abends weht hier teilweise ein frischer Wind.
Am nächsten Tag ließen wir uns mit einem Motorradtaxi in die Nähe der höchsten Erhebung der Insel bringen. Der große Hügel heißt Khuan Klong, ist etwas über 220 m hoch und liegt nordwestlich in Küstennähe der Insel. Die Kletterei lohnt sich, denn die Aussicht ist sehr schön, und man ist erstaunt, dass es im Norden der Insel einen kleinen intakten Urwald gibt. Auch sahen wir weitere kleine Buchten und sogar die westlich gelegene rund 2 km vorgelagerte Miniinsel Koh Phlong. Den Hügel erreicht man nur über eine Nebenstraße, die von der Hauptstraße abzweigt.
Danach fuhren wir mit dem Motorradtaxi zu unserer Unterkunft zurück, nahmen Strandsachen, Getränke und Essen mit, und fuhren wieder mit den Fahrrädern an einem einsamen Strandabschnitt am westlichsten Zipfel der Insel bringen, der sich Laem Yang nennt. Dabei muss man zunächst von Ban Yai, dem Hauptdorf, rund 2 km Richtung Süden zum Dorf Ban Nai Klong, und dann auf einer ca. drei Kilometer langen Landstraße weiterfahren. Dabei war es ganz gut, dass wir die Fahrräder statt gemietetem Motorrad genommen haben, da wir so auch am Ende der Landstraße nur die leichten Fahrräder schieben mussten. Wir genossen den ganzen Nachmittag an diesem kleinen Fleck der Inselstraße,
Am nächsten Tag ging es schon zurück ins unruhigere Phuket und dann weiter nach Bangkok. Koh Yao Noi - wir kommen bestimmt wieder.
Tipps
Nehmen Sie genügend Geld mit, denn hier gibt es weder eine Bank noch einen Geldautomaten! Nur wenige Kilometer entfernt liegt die rund dreimal größere Schwestern-insel Koh Yao Yai die zum Entdecken einlädt, und ebenfalls noch nicht so überlaufen ist.
Nehmen Sie auch nur das Nötigste an Kleidung mit, wie z.B. leichte Hosen, Hemden, ein Paar Sandalen aber auch feste Schuhe zum Wandern, einen Sonnenhut und Strandlaken. Da es abends, je nach Jahreszeit, auch mal kühle Brisen gibt, wäre eine leichte Jacke nicht verkehrt. Vergessen Sie auch nicht das Sonnenöl.
Verhungern werden Sie hier ganz bestimmt nicht, da es hier genügend Essenstände gibt sowie einige Einkaufsmöglichkeiten in Ban Yai. Erwarten Sie aber nicht zuviel, da Koh Yao Noi keine Touristeninsel ist. Im übrigen rate ich auch hier dringend, nur Wasser aus verschlossenen Flaschen sowie Getränke ohne Eis zu trinken. Ebenso sollte man bei Muschelgerichten äußerst vorsichtig sein.
Ich hoffe, dass auch Sie diese Insel einmal kennenlernen können, und die gleichen Eindrücke erleben. |