Thailands Norden war bis Anfang dieses Jahrhunderts fast von Rest Siams abgeschnitten - nur Elefantenpfade führten von Bangkok nach Chiang Mai, und die Reisenden mussten wochenlang die Dschungel durchqueren.
Der Norden bietet dem Reisenden satt-bewachsene Berge und Hügel, darunter den Doi Inthanon, den mit 2565 m höchsten Berg des Landes. Dazwischen liegen Täler mit sorgfältig angelegten, fruchtbaren Feldern. Im Februar erblühen die Bergwiesen mit Millionen goldgelber Buatong-Blumen, und in manch versteckter Plantage leuchtet das Rot der Schlafmohn-Blüte. Aus den Schlafmohn-Fruchtkapseln wird das Opium gewonnen, das den Norden zum berüchtigten Rauschmittelproduzenten gemacht hat. Die Opiumproduktion ist inzwischen jedoch drastisch zurückgegangen.
Die Bewohner des Nordens sind ein buntes Völkergemisch aus den verschiedensten Bergstämmen und den Nord-Thais. Die Nord-Thais gelten als die höfchlichsten im Lande.