Vermischte Kurzbeiträge aus dem Thailand Journal
Gastfreundschaft
Der Thai ist außerordentlich gastfreundlich. Vielen ist es eine besondere Ehre, wenn ein Farang zu ihm nach Hause kommt. Bei Partys schmückt er sich gar damit, dass zu seinem Bekanntenkreis exotische Farangs gehören. Ich bin immer wieder angetan, zu so einer Party eingeladen zu werden. Die Gastgeber überschlagen sich fast, alles anzubieten, was sie in ihren Vorräten haben, und was das Herz des Besuchers sich vielleicht wünschen könnte. Mir geht dabei dann jedes Ma! der Gedanke durch den Kopf, dass sie sich jetzt wieder 2 Monate lang einschränken müssen. Aber heute ist eben heute und für einen Thai geht eben Sanuk über alles!
Gecko
Ein Gecko ist eine Eideschsenart die sich in den tropischen, warmen Gegenden aufhalten. In Thailand ist der Tockay Gecko die Rasse, die am meist verbreitesten ist. Sie befinden sich an Wände und Decken, und können sich an allerlei Untergründen fortbewegen weil sie Saugnäpfe an ihren Füßen haben. Mit einer Ungeheuern geschickten Geschwindigkeit nehmen sie vor jedem Fremden bei Annäherung Reißaus. Schon bei einer kleinsten Berührung können sie ihren Schwanz verlieren, der ihnen aber nachwächst. In der Nähe von Lichtquellen ernähren sie sich hauptsächlich von Insekten. Es kann auch ein ausgewachsener Schmetterling darunter sein. Dann leiben nur noch die Flügel über. Die Leute die einen kleinen Gecko in Ihrem Hotelzimmer haben, sollten sich freuen, und diesen auf gar keinen Fall verjagen. Er vertilgt fast alle Mosquitos, die Ihnen an Ihr Blut wollen. Die etwas seltener Variante ist der große Tockay der seinen Nahmen durch seine Rufe wie: Tuuk Heey zu verdanken hat. Diese Art ist in den bewohnten Dorfgebieten an Hütten zu finden und nur Nachts aktiv.
Linienbus
Hatte mir erlaubt, mir einmal eine Linien Bus Tour von Bangkok - Ekamai nach Pattaya zu gönnen. Ich war angenehm überrascht! Ich stellte mich an den Schalter (einer der ersten Schalter) wo Pattaya dran stand, an. Das Ticket nach Pattaya im klimatisierten (blauen) Aircondition Bus kostete nur 90 Baht. Ich bekam ein Ticket, auf welchem sogar mein Sitzplatz ausgeschrieben stand. Seat Nr.: 12 a! Der Bus wartete schon mit laufendem Motor wegen der Klimaanlage. Abreise war in 15 Minuten. Nachdem ich mein Gepäck in ein unteres Seitenfach (Kofferraum) abgestellt hatte, stieg ich ein. Eine Stewardesse begutachtete mein Ticket, und bat mich etwas weiter hinten links meinen Platz ein zu nehmen. Ein schöner Bus. Sogar mit Toilette. Auf einem Sitz sah ich dann mit Kugelschreiber geschrieben meinen Sitz. Ich nahm Platz und fand es gar nicht so schlecht, dass nun jeder seinen eigenen, festen Sitzplatz hatte. Nur hätte man die Sitznummern graviert u. genietet an die Sitze bringen können. Und nicht handgeschrieben mit Kugelschreiber. Fünf Minuten später kam ein Thai auf mich zu, der mich belehrte, ich sitze falsch. Das ist sein Platz wo ich drauf sitze. Ich zeigte Ihm erstaunt mein Ticket. Da stand es grau auf weiß: Seat Nr.: 12 a! Er lächelte, und sagte, daß das richtig sei. Ich sollte mich dann doch auf den vorderen Sitz setzen, auf der diese Nummer stand. Ich ahnte was, lächelte, stand auf und setzte mich einen Sitz vor. Jetzt sah ich vor mir: Seat Nr. 8a!
Hilfsbereit
Eines schönen Tages fuhr ich am späten Nachmittag mit meinem Moped im Norden von Pattaya durch den Kreisverkehr. Ich wollte zum Best Supermarkt, als ich in der Kurve merkte, dass ich hinten einen Plattfuß hatte. Oh Schreck, eine Werkstatt zum reparieren von Motor Birkes war weit entfernt. Zufällig merkte ein Moped - Taxidriver (Der hatte eine große Nummer auf dem Rücken) mein Problem. Er lächelte mich an, und sagte etwas, was ich nicht verstanden hatte. Ich sagte ihm: >Motosai sia leo< (Das bezog sich nicht auf den Reifen). Er lächelte und gab mir den Wink, Ihm zu folgen. Der ist gut, dachte ich mir, ich kann doch jetzt nicht mehr fahren. Dabei fuhr er nur an das andere Ende des Kreisverkehrs. Da standen seine Freunde, bzw. noch drei andere Moped Taxidriver, die da wohl ihren festen Standplatz hatten. Ich schob also mein Gefährt vorsichtig auf die andere Seite. Mein Fahrer-Freund nahm mein Moped in Empfang, und stellte es auf sein Gestell. Mit einem kleinen Holzpflock hatte er in Nullkoma nix den Mantel vom Rad gelöst, und Profihaft den Schlauch herausgezogen. Das alles ohne das Rad hinten zu lösen und das Rad herauszunehmen. Ich war nur noch am Staunen. Diesen Schlauch pumpte er leicht auf, und zog ihn durch eine Behelfsschüssel (abgeschnittenes Plastik, die so eben mit Wasser gefüllt war). Er fand eine Stelle, die Luftblasen hervorrief. Mit einer alten Feile raute dieser nun die Stelle auf, und klebte das Loch fachmännisch zu. Über so eine Primitivität kam ich kaum hinweg. Nach ca. nur 10 Minuten, war alles vorbei und mit einer Fußpumpe wurde der reparierte Reifen wieder aufgepumpt. Aber es klappte!!! Er lächelte, ich lächelte und ich gab Ihm 100 Baht und fuhr weiter. Wer war wohl mehr zufrieden?
Die Umwelt
Was die Umwelt betrifft sollte man noch erwähnen, daß der Fortschritt auf den Dörfern stehen geblieben ist. Als Fortbewegungsmittel hatte man früher Ochsenkarren und als Verpackung das was die Natur hergab. Obst, Nüsse oder Gemüse hat eine eigene Schale, die dann in der Natur selbst vermodert. Auch wurden Jahrzehnte alle Naturprodukte einfach aus dem Fenster in den Fluß zu den Fischen geworfen. Ob Essensreste, oder Palmenblätter die als Verpackung dienten. Das wiederum wurden von den Fischen oder anderen Kreaturen gefressen, die damit für die Entwertung sorgten. Alle anderen Reste wurden verbrannt. Eine Müllabfuhr wie wir sie kennen, war damals unbekannt. Auch heute noch wird wie eh und je alles entsorgt, in dem man auch moderne Utensilien sich einfach entledigt in dem man solche Sachen einfach wegschmeißt, wie es all die Vorfahren auch getan hatten. Nur Plastik vermodert nicht! So kommt man mit Recht zu dem Entschluß, daß es in Thailand dreckig aussieht. Überall Müll, Blechbehälter, und eine Unmenge von Plastiktüten oder Flaschen. Dazu dann noch der Gestank bei den hohen Temperaturen. Man ist dem heutigen Müll nicht mehr gewachsen. Wie soll es auch anders werden, wenn denen das heutige System keiner so richtig zeigt. OK , in den Schulen wird mal zu besonderen Anlässen eine Aktion gestartet, wo Schulklassen ganze Strandabschnitte oder andere Gebiete saubermachen. Das steht dann in der Presse, und die Sache ist erledigt. ...bis zum nächsten Anlaß. Modernes Weiterdenken an morgen ist leider wieder einmal nicht vorhanden. Schade, das ist aber wieder typisch Thai.
Ein Schneider in Pattaya
Ein guter Schneider betreut Sie auch in der Heimat! So kommt mein (Pattaya) Schneider mich auch regelmäßig mindestens ein mal im Jahr in Deutschland besuchen. Es bauen sich nicht nur Freundschaften auf, auch der Bekanntenkreis, der nicht nach Thailand in den Urlaub fliegt, ist mit dem Preis - Leistungsverhältnis sehr zufrieden. Gerade bei übergewichtigen Menschen ist es nicht nur schwer sondern auch sehr teuer sich in Deutschland nach eigenen Wünsche und Maßen einzukleiden. So wird zum Beispiel ein Termin bei einem Kunden arrangiert. Der Schneider, der auch Deutsch sprechen sollte, hat Muster und Ausstellungsstücke der neuesten Mode bei. Es wird auf die Wünsche in Stoffqualität und Farben eingegangen. Auch wird über den Endpreis gesprochen. Nach Einigung und Übereinstimmung wird Maß genommen und zu Papier gebracht. Die Bestellung wird dann schon per Fax nach Thailand gesendet und in Auftrag gegeben. Die fertigen Sachen werden in der Regel portofrei und ohne Zollprobleme nach Europa, und dann an Sie weiter versendet, wo diese dann nach ca. drei Wochen eintreffen. |