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Letzte Aktualisierung: 09.08.2011
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Einmal Hongkong und zurück

Ein sehr subjektiver Reisebericht

Die Insel Lantau beherbergt den angeblich weltweit größten sitzenden Buddha. Alles passiert irgendwann zum ersten Mal, auch dann, wenn man schon das 73. Lebensjahr überschritten hat. Ich flog mit meinem Freund Klaus für acht Tage nach Hongkong, wo er früher viele Jahre lang für die Firma Adidas gearbeitet hatte. Einen besseren Reiseführer hätte ich nicht finden können. Der eigentliche Grund unserer Reise war, Songkran, dem thailändischen Neujahrsfest Mitte April, das regelmäßig in einen wochenlangen Wasserkrieg ausartet, zu entgehen.

Flug mit Emirates, im Riesenjumbo A 380, der größten Passagiermaschine der Welt. Gleich die erste Enttäuschung: Der Rumpf ist in Dutzende kleine Sektionen abgeteilt, so dass man von der Größe nichts mitbekommt, auch vom Motorengeräusch ist nichts zu hören. Der Monitor vor jedem Sitz ist einfach zu bedienen: Man kann den Verlauf des Fluges durch Außenkameras verfolgen oder unter Hunderten Filmen und Musikprogrammen wählen. Landung nach knapp drei Stunden auf dem neuen, dem Wasser abgerungenen Riesen-Flughafen auf der Insel Lantau, der in diesem Jahr von Skytrax, dem internationalen Luftfahrtforschungsinstitut, zum besten Flughafen der Welt gewählt wurde. Dann mit dem Airway-Express über Kowloon nach Hongkong, quer durch Betonwände, die irgendwo in den Wolken enden. Gelegentliche Büsche, Blumen und Bäume wirken wie eine künstliche Theaterdekoration. Ankunft im Hotel The Excelsior, beste Lage, circa 900 Zimmer, fünf Sterne, preislich sechs Sterne, ab HK-$ 2.400, beim Kurs 10:1 Euro. Auspacken und ein erster Rundgang vorm Dinner: Ein Horror: Wie kann man hier leben zwischen Wolkenkratzern, deren Spitzen irgendwo im Nebel enden, in engen Straßenschluchten, wo sich die Luxus-Boutiquen der Welt aneinanderreihen? Dazwischen Straßenbahnen, Busse, Autos und Menschenmassen. Hupen, Klingeln, akustische Ampelgeräusche, Lautsprecher-Durchsagen und der Lärm der Marktschreier. Ein Geschubse und Geschiebe, für jemanden wie mich ein Kulturschock.

 

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