Lebensfreude, Austausch und Gemeinschaft
Zusammen sind wir stark: Der Foreigner Club Phitsanulok 07
2007 wurde der Foreigner Club Phitsanulok 07 gegründet und erfreut sich bei immer mehr Residenten in der Region steigender Beliebtheit. Der Club stellt nicht nur ein ausgeprägtes Netzwerk der Expat-Gemeinschaft dar, vielmehr unterstützt er seine Mitglieder in unzähligen Lebenslagen, organisiert abwechslungsreiche Freizeitangebote und stellt ein wichtiges Sprachrohr zwischen Thai-Behörden und Auswanderern dar. DER FARANG stellt der Leserschaft die Gemeinschaft näher vor.
In einem fremden und exotischen Land wie Thailand zu leben, gestaltet sich vor allem für viele Neu-Aussteiger als ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Hilfreich können da Tipps von Gleichgesinnten sein, die anfangs vor ähnlichen Problemen standen. Langzeitresidenten hingegen sind mit den lokalen Begebenheiten bestens vertraut und schätzen den Austausch unter Landsleuten. Somit bieten sich zahlreiche Schnittpunkte zwischen beiden Expat-Gruppen, denen der Foreigner Club Phitsanulok 07 ein geeignetes Forum zum Austausch bietet. Die Gemeinschaft richtet sich nicht nur an Deutschsprachige, sondern an alle Farangs und die thailändischen Ehepartner.
„Mir fiel auf, dass es hier trotz der hohen Anzahl an Ausländern keine Anlaufstelle oder einen Treffpunkt gab“, erinnert sich der Präsident des Clubs, Klaus Wiechert, an das Jahr 2007 zurück. „Beim Einkaufen sah man zwar immer viele Residenten, doch keiner wollte mit dem anderen reden. Man ging sich quasi aus dem Weg, und jeder irrte alleine herum.“ Somit war die Idee für einen gemeinsamen Club geboren. Einmal pro Monat trifft sich die Gemeinschaft im Amarin Lagoon Hotel Phitsanulok, das ausreichend Platz für die rund 60 Mitglieder bietet und die stets fröhlichen Clubtreffen mit einem riesigen Buffet zum kulinarischen Höhepunkt des Monats verwandelt.
Hilfe bei Papierkrieg und Behörden
„Wir sind eine Anlaufstation für Besucher, die schon länger hier wohnen, aber auch für Neuankömmlinge sowie Hilfe- und Ratsuchende“, beschreibt der Präsident. „Viele Auswanderer sprechen und lesen kein Thai und sind nicht selten überfordert mit dem anfallenden Papierkrieg mit den thailändischen- aber auch europäischen Behörden. Denen bieten wir die nötige Unterstützung, zum Beispiel, dass sie in Thailand ihre Rente weiterhin beziehen können.“ „Ebenso leisten wir Hilfe bei Krankheitsfällen. Oftmals stellt auch hier die Sprachbarriere zwischen Arzt und Patient ein großes Problem dar. Da auch deutschsprachige Thai-Frauen Mitglied im Club sind, bieten sie gerne ihre Hilfeleistung als Dolmetscherin im Notfall an.“
Einen Dauerbrenner stellen natürlich die Einwanderungsbestimmungen und Fragen rund ums Visum dar. „Erfreulicherweise pflegen wir einen ausgezeichneten Kontakt mit der thailändischen Einwanderungsbehörde in Phitsanulok. Natürlich können die Beamten auch hier kein Auge zudrücken. Der Vorteil liegt vielmehr in der Offenlegung der Bestimmungen und dem Dialog miteinander. Die Behörden betrachten unseren Club als ein nützliches Sprachrohr, um Neuigkeiten oder Änderungen direkt an die Ausländer weiterzugeben. Das baut das Misstrauen ab, schafft Verständnis und kann in dieser Hinsicht als ein großer Vorteil für beide Seiten betrachtet werden“, erklärt Wiechert.
Netzwerk und Nachbarschaftshilfe
Auch am heutigen Tage präsentiert sich dem FARANG ein gut besuchtes Zusammentreffen, das nach dem Mittagsbuffet an der schattigen Poolanlage im schönen Park des Hotels weitergeführt wird. „Ich bin nicht nach Thailand gekommen, um zu saufen oder mich im Rotlichtgewerbe zu vergnügen. Der Club bietet da eine sinnvolle Alternative, und der Austausch mit anderen Ausländern ist immer sehr informativ und interessant. Nicht selten werden auch gemeinsame Ausflüge organisiert, was in der Gruppe gleich doppelt so viel Spaß bereitet“, lobt Hans, 68 Jahre, die Vorzüge des Clubs. Man kennt sich nicht nur untereinander, man hilft sich auch. So versorgt zum Beispiel Wilfried, gelernter Kaufmann und seit vierzehn Jahren in Thailand sesshaft, die Farang-Gemeinschaft mit selbstgebackenem Brot. „Eine Hand wäscht die andere“, scherzt der Hobby-Bäcker.
Die Popularität des Clubs hat sich herumgesprochen, und so nehmen inzwischen auch Mitglieder aus Sukhothai oder Kampheng Phet den Anfahrtsweg nach Phitsanulok in Kauf. Nur eines bemängelt Vize-Präsident Hans Wyler: „Es gibt inzwischen sehr viele ähnliche Clubs in Thailand. Leider kennt man sich untereinander kaum. Auch herrscht nicht selten Neid zwischen den Zusammenschlüssen. Daher wäre es toll, wenn alle Clubs mehr aufeinander zugehen würden.“ Weitere Infos: www.farangclub.org.
Björn Jahner

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