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Letzte Aktualisierung: 29.03.2011
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Winter-Wellen knabberten am Wongamat Strand

Es ist schon bewundernswert, wie hartgesotten viele Urlauber dem einst wunderschönen Wongamat Strand in Nord-Pattaya die Treue halten... Ob des verschwundenen Sandstrands hat manch Sonnenschirm- und Strandstuhl-Vermieter alle Mühe, den Betrieb einigermaßen aufrecht zu erhalten. Foto: Nip Überraschender Kälteeinbruch kam mit einer Überflutung

Bei ihrer jüngsten Stammtisch-Runde im neuen Hilton Hotel waren sich die Führungskräfte der besten Herbergen am Ort einmal mehr einig, dass Pattaya als Urlaubs- und Konferenzort einen Vergleich mit den Besten in der Welt nicht zu scheuen braucht, während für moderne Immobilien-Projekte entlang der Küstenlinie mittlerweile schon Quadratmeter-Preise über 100.000 Baht aufgerufen werden….

Doch wer letzte Woche zum Beispiel den Wong­amat Strand besucht hat, mag sich die Augen gerieben haben angesichts derartiger, gern propagierter Superlativen: Dort war vom einst schönen Sandstrand streckenweise rein gar nichts mehr zu sehen, sondern lediglich geborstenes Verbundsteinpflaster, gemeingefährliche Betontrümmer und bizarr in die Luft ragende Eisenstangen.

Eigentlich haben sich die traditionell besonders hartnäckigen Strandurlauber Pattayas schon erstaunlich gut an derartige Zustände gewöhnt. Doch die besondere Wetterlage in der letzten Woche führte das Desaster noch dramatischer vor Augen als bisher – weil der Meeresspiegel extrem hoch schwappte und zuweilen über einen Meter hohe Wellen an die Küste brandeten, wie es für das größte und bekannteste Seebad Südostasiens völlig ungewöhnlich ist. Denn der überraschende Kälteeinbruch in der Nacht zum 16. März hatte nicht nur aufgewühlte See, sondern auch eine Überflutung mit sich gebracht. Bei starken Winden und bis zu zwei Meter hohen Wellen waren im Bereich des Naklua-Piers sogar einige Fischkutter gesunken und Fischerhäuser beschädigt worden.

Das schnell kursierende Gerücht, dass das winterliche Intermezzo in einem Zusammenhang mit dem Erdbeben und Tsunami in Japan stehen könnte, wurde sogar auf der Titelseite der „Bangkok Post“ dementiert.

Richard Filor


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