In Melbourne beginnt die Vettel-Jagd
Indien neu im Formel-1-Kalender / FIA beschloss Regeländerungen
Auf Red Bull und Sebastian Vettel lastet die Weltmeister-Bürde. Der jüngste Formel-1-Champion aller Zeiten startet als Gejagter in die neue Saison, das Team will von Beginn an so viele Punkte wie möglich für eine Titelverteidigung einsammeln.
Dietrich Mateschitz, Besitzer des Red-Bull-Teams, hat deutlich gemacht, dass es für Vettel keinen Weltmeister-Bonus geben wird. „Mark Webber und er werden, wie zuletzt auch schon, gleich behandelt. Sebastian muss seine Stärke beweisen“, betont der Österreicher. Das hat der 23-jährige Deutsche bereits zum Auftakt der Saison in Melbourne fest eingeplant. Das außergewöhnliche Renntalent will die Rivalen gleich hinter sich lassen.
Gespannt sind die Formel-1-Fans auf Mercedes und Michael Schumacher. An der spannenden Saison 2010, als fünf Fahrer bis kurz vor Ende noch Titelchancen besaßen, hatten die Silberpfeile keinen Anteil. „Das wird sich ändern“, hat sich der 42-jährige Rekordweltmeister geschworen.
Sollte der abgesagte Große Preis von Bahrain nicht nachgeholt werden, wird es auch in dieser Saison 19 Rennen geben. Neu im Kalender ist der Große Preis von Indien am 30. Oktober. Die Saison 2011 wird am 27. März in Melbourne eröffnet, der Große Preis von Deutschland auf dem Nürburgring steigt am 24. Juli. Das Saisonfinale kehrt nach zwei Gastspielen in Abu Dhabi wieder nach Brasilien zurück, wo am 27. November das letzte Rennen auf dem Programm steht – so spät wie niemals zuvor.
Der Automobil-Weltverband FIA hat zur Saison 2011 einige Regeländerungen abgesegnet. Die wichtigsten Beschlüsse:
• Die Teamorder ist wieder erlaubt, das freiwillige Vorbeilassen eines Teamkollegen durch die Fahrer ist nicht mehr verboten.
• Die Heckflügel sind während des Rennens verstellbar. So soll zu Überholmanövern animiert und diese erleichtert werden.
• Das Kinetic Energy Recovery System, kurz KERS, feiert sein Comeback. Per Knopfdruck kann das Auto für genau 6,7 Sekunden 82 zusätzliche PS auf die Straße bringen und ein Überholmanöver erleichtern.
• Die Boliden müssen es aus eigener Kraft in die Boxengasse schaffen, damit die FIA dort eine Benzinprobe nehmen kann.
• Im Rennen sind Überholmanöver verboten, wenn das Safety Car in der vergangenen Runde noch auf der Strecke war.
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