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Letzte Aktualisierung: 29.01.2011
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Gesundheitsrisiko: chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Krankheit fügt den Bronchien und der Lunge extremen Schaden zu

Die linke Aufnahme zeigt in ihrer Verfärbung eine typische Raucherlunge, während die rechte Abbildung eine gesunde Lunge darstellt.

Hinter der Abkürzung COPD steckt der englische Begriff „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, also auf Deutsch eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Die Bezeichnung „chronisch obstruktiv“ meint dabei „chronisch zerstörend“ und ist die Kennzeichnung dafür, dass die Krankheit den Bronchien und der Lunge stets weiteren Schaden zufügt, wenn nicht eine Sofortmaßnahme eingeleitet wird.

Die wichtigsten Symptome der COPD sind Auswurf, Husten und Atemnot. Der Husten bei Patienten mit COPD kann chronisch seit Monaten oder auch Jahren existieren und wird oft falsch beurteilt und deshalb zuweilen auch nicht richtig behandelt. Nach dem morgendlichen Erwachen ist der Husten meist am stärksten ausgeprägt und im Herbst und Winter stärker als im Frühjahr oder Sommer. Neben diesem Husten ist der Auswurf von Sputum ein weiteres Hauptsymptom der COPD. Er ist meist bräunlich und wird morgens relativ leicht abgehustet. Wird das Rauchen aufgegeben, kann sich die Menge des abgehusteten Sputums bis zum Ausbleiben desselben verringern.

Weltweit 600 Mio. Menschen betroffen

Darüber hinaus entsteht bei Belastungen, wie zum Beispiel durch Sport oder Treppensteigen, eine Atemnot, die bezeichnend ist für den Verlauf der Erkrankung. Sie kann schlimmstenfalls bis zur vollständigen Immobilität des Patienten führen.

Einen wirkungsvollen Selbsttest, ob jemand bereits durch Atemnot in seiner Lebensführung eingeschränkt ist, stellt zum Beispiel das Treppensteigen als Belastungsprobe dar.

Nahezu alle COPD-Patienten sind jahrelange und starke Raucher. Aber auch ehemalige Raucher oder aber Passivraucher bleiben zuweilen nicht von der Krankheit verschont. Die Inhaltsstoffe des Tabakrauches beeinträchtigen grundsätzlich die natürliche Abwehr der körpereigenen Schutzmechanismen. Wird erst einmal eine Diagnose von COPD gestellt, ist es meistens schon zu spät für eine Heilung. Es können dann nur noch lindernde Maßnahmen ergriffen werden, die dem Patienten, der das Rauchen inzwischen eingestellt hat, zumindest eine Lebensqualität erlaubt, die ihm zum Zeitpunkt des Stopps zur Verfügung gestanden hat.

Neben Rauchern leiden auch Menschen an solch einer Lungenkrankheit, die langjährig in Baumwollfabriken gearbeitet haben oder Arbeiter, die mit Asbestisolation zu tun hatten.

In der Therapie von COPD haben „Hausmittelchen“ keinen Effekt. Es bleibt also nur der Gang zum Lungenspezialisten, der feststellt, in welchem Schweregrad die Lungenerkrankung bereits fortgeschritten ist. Es werden vier Grade unterschieden, wobei der vierte die Lebensqualität massiv beeinträchtigt und lebensbedrohlich ist. Ziel einer Therapie ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.

Rauchen kann tödliche Folgen haben

Ein absoluter Verzicht auf das Rauchen ist die einzige Möglichkeit, dass der Facharzt dem Patienten mit Medikamenten, Atemhilfen, eventuell einer Sauerstofftherapie und schließlich einer künstlichen Beatmung zur Seite stehen kann. Alle herkömmlichen Pflaster, Kaugummis oder sonstigen „Mittelchen“ haben sich für einen Rauchstopp bis dato nicht bewährt. Eine neue Medizin, Champix genannt, wirkt auf das Lustzentrum im Hirn des Menschen. Aber auch diese Medizin setzt den Willen des Menschen voraus, das Rauchen einstellen zu wollen. Diese Art der Medizin braucht eine Vorlaufzeit von 10 Tagen bis sie wirklich hilft und wird nur von Psychiatern verschrieben.

Die Lunge braucht Sauerstoff

Der Sauerstoff ist für alle unsere Organe einer der wichtigsten Bestandteile. Zuwenig Sauerstoff führt unweigerlich zum Tod. Aus diesem Grund ist es um so wichtiger, dass wir alles unternehmen, damit der Sauerstoffgehalt in unserem Blut so hoch wie möglich ist. Dazu gehört auch, dass man sich möglichst oft an der „frischen Luft“ aufhält. Um diesen messen zu lassen, muss man nicht unbedingt in ein Krankenhaus gehen, sondern es gibt heute bereits kleine Messgeräte in der Größe eines Fingerhuts, die uns den Gehalt genau angeben können. Ein Erstickungstod wegen mangelnder Sauerstoffzufuhr ist etwas Furchtbares. Deshalb sei immer der rechtzeitige Gang zum Spezialisten empfohlen.

Wie der FARANG erfuhr, ist dieses Problem auch in den Krankenhäusern in und um Pattaya bestens bekannt.

Unsere Gesundheitskolumne entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bangkok Hospital Pattaya (BPH). Die Arbeit zu dem hier veröffentlichten Artikel wurde von Dr. Ong-Ard, einziger Lungenspezialist im Eastern Seaboard, betreut.

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