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Letzte Aktualisierung: 03.07.2010
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Dengue-Fieber breitet sich rapide aus

Ärzte raten Touristen, sich gegen Mückenstiche zu schützen

Moskitos werden mit Rauch vertrieben: Anti-Mücken-Spiralen enthalten überwiegend den Wirkstoff DEET. Reisemediziner schlagen Alarm: In Thailand und Vietnam sind Tausende Menschen am Dengue-Fieber erkrankt. Darunter auch Urlauber. Den Höhepunkt des Dengue-Fiebers erwarten die Gesundheitsbehörden in der jetzigen Regenzeit bis August. Deshalb raten Experten, Touristen sollten sich mit gutem Mückenschutz gegen das Fieber wappnen.

Übertragen wird das Virus durch den Stich der tagsüber aktiven Mücke Aedes Aegypti. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen. Das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf empfiehlt helle Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen. Bei Insektenschutzmitteln, so genannten Repellents, lohne es sich, zu Produkten mit dem Wirkstoff DEET (Diethylmethybenzamid/-toluamid) zu greifen. Diese bieten einen Mückenschutz für mindestens drei Stunden. Für kurze Zeit könnten auch Zitrusfrucht- und Eukalyptusextrakte die Insekten fern halten.

Thailand meldet einen landesweiten Ausbruch des Dengue-Fiebers mit über 20 Toten. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres erkrankten rund 18.000 Menschen an den Virus-Typen 1, 2 und 3, im Jahresvergleich ein Plus von 58 Prozent. Die meisten Infizierten waren im Alter zwischen 10 und 24. Auf Zentralthailand einschließlich Bangkok entfielen 7.945 Fälle, dann folgten Südthailand (4.264), der Nordosten (3.753) und der Norden (1.625).

Das Gesundheitsministerium hat die lokalen Behörden aufgerufen, einen Dengue-Fieber-Ausbruch innerhalb von 24 Stunden zu melden. Aus Bangkok oder anderen Provinzstädten würden umgehend mobile Ärzteteams in Bewegung gesetzt. Bei Fieber über 38,5 Grad sollte Patienten als Sofortmedikation nur das schmerzstillende und fiebersenkende Mittel Paracetamol verabreicht werden. Darüber hinaus wird im Kampf gegen die Mücke Aedes Aegypti die chemische Keule eingesetzt werden, also Insektizide.
In Vietnam sind in diesem Jahr bereits mehr als 7.300 Menschen an Dengue erkrankt. Das sind zehnmal mehr als im vergangenen Jahr. Allein im Monat Mai hat es 850 Dengue-Fälle gegeben.

In Deutschland wurden nach Angaben des CRM im vergangenen Jahr 290 Dengue-Fieber-Infektionen gemeldet. Oft wird die Krankheit nicht richtig diagnostiziert, so dass die tatsächliche Fallzahl größer sein dürfte. Zwei bis zehn Tage nach einem Mückenstich treten plötzliches Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwellung der Lymphdrüsen und Hautausschlag auf. Das hämorrhagische Dengue-Fieber ist insbesondere für Kinder lebensgefährlich. Eine erste Erkrankung heilt zwar meist ohne Probleme, doch bei einer Zweitinfektion können lebensgefährliche Komplikationen auftreten.

Das Virus wird von der Aedes-Stechmücke von Mensch zu Mensch übertragen. Deshalb verfolgen Gesundheitsbehörden mit Sorge den rapiden landesweiten Anstieg der Krankheitsfälle. Zumal Moskitos in wenigen Stunden große Entfernungen zurücklegen. Bei ihrem Tempo breiten sich die Viren über weite Strecken aus, so lange die Mücke Wasser oder Feuchtgebiete findet.

 

 
 
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