Museum für Produktpiraterie
Lehrgänge für Polizisten, Richter, Studenten und Privatleute
Nicht alle von der Polizei beschlagnahmten Fälschungen sind verbrannt oder von einer Dampfwalze geplättet worden. Das seit Jahrzehnten auf Markenrechtsverletzungen spezialisierte Bangkoker Rechtsanwaltsbüro Tilleke & Gibbins hat Beweismittel gesammelt und 1989 in den firmeneigenen Räumen ein „Museum für Produktpiraterie“ eingerichtet. Alle ausgestellten Stücke stammen von Razzien, die die Rechtsanwälte für ihre Klienten bei der Polizei veranlassten.
Die Kollektion umfasst inzwischen über 3.500 Kopien in 14 Kategorien: Darunter sind Bekleidung, Lederwaren, Schuhe, Uhren, Brillen, Accessoires, Kosmetik, Parfum, Lebensmittel, Haushaltswaren, Medikamente, Alkohol, Zigaretten, Büromaterialien, Schreibwaren, Kfz-Teile, Werkzeug, elektrische und elektronische Geräte.
Weltweit sind Medien auf das außergewöhnliche Museum aufmerksam geworden. Neben Zeitungen und Zeitschriften wie das Time Magazin haben die Fernsehsender CNN und BBC bei Sendungen über Produktpiraterie in Thailand dem Museum Berichte gewidmet.
Die World Intellectual Property Organization und das thailändische Department of Technical and Economic Cooperation bieten im Museum Ausbildungskurse an. In- und ausländische Polizisten, auch von Interpol, Richter, Jurastudenten sowie weitere Staatsdiener und Vertreter aus dem privaten Sektor informieren sich über Urheber- und Markenrecht sowie über die Bandbreite gefälschter Waren.
Das von Tilleke & Gibbins initiierte Museum befindet sich im Supalai Grand Tower, 26. Stockwerk, 1011 Rama 3 Road, Chongnonsi Road, Yannawa (Tel.: 02-653.5555, Fax: 02-653.5678, E-Mail: bangkok@tillekeandgibbins.com). |