Königliche Zeremonie des Pflügens
Am Donnerstag, 13. Mai, auf dem Sanam-Luang-Platz in Bangkok
Der Hof-Astrologe hat den Donnerstag, 13. Mai, als Termin für das königliche Pflügen festgelegt. Ein Mitglied des Königshauses sowie hohe Regierungsvertreter werden ab 8 Uhr morgens auf dem Sanam-Luang-Platz in Bangkok die symbolische Aussaat zu Beginn der Pflanz-Saison beaufsichtigen. Brahmanen-Priester geben dabei Prophezeiungen über die zu erwartenden Ernten ab.
Das Königshaus bestimmt einen Zeremonienmeister, der für den Ablauf verantwortlich ist. Mit einem geschmückten Pflug, gezogen von Büffeln, wird eine Furche gepflügt. Reiskörner werden gesegnet und in die Furche gesät. Den Büffeln werden verschiedene Speisen dargeboten.
Die Brahmanen beobachten genau, welche Speisen die Büffel bevorzugen und in welcher Reihenfolge und auf welche Weise die Reiskörner in die Furche fallen. Das Resultat dieser Beobachtungen ist eine Voraussage, wie die nächste Ernte ausfallen wird.
Die Zeremonie ist hinduistischen Ursprungs, hat eine jahrtausendealte Tradition und wurde 1960 vom herrschenden König Bhumibol Adulyadej wieder eingeführt.
Zahlreiche Bauern aus allen Teilen des Landes werden wieder das Pflügen verfolgen. Nach Beendigung der Zeremonie stürzen sich die Landwirte auf die Furche, in der Hoffnung, ein paar der gesegneten Reiskörner zu ergattern, um sie dann unter die eigenen zu mischen, die sie bald säen werden. Das soll in diesem Jahr eine besonders ertragreiche Ernte werden.
Am Tag der königlichen Zeremonie des Pflügens (13. Mai) haben die Behörden geschlossen, nicht jedoch die Banken. |