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Letzte Aktualisierung: 29.03.2010
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Solarparks sind auf dem Vormarsch

Die Regierung fördert Öko-Strom aus Wind und Sonne

Die Sonnenstrahlung wird von einem oder mehreren Hohlspiegeln reflektiert und in einem Strahlungsempfänger aufgefangen. Thailand setzt bei der Stromerzeugung verstärkt auf erneuerbare Energien. Doch Windkraft und Solarzellen brauchen viel Land, wenn gewinnbringende Anlagen errichtet werden sollen. Deshalb schlägt das Energieministerium vor, nicht genutzte landwirtschaftliche Flächen und unter Schutz stehende Waldgebiete privaten Investoren zu überlassen. Die Verträge sollen über einen Zeitraum von 27 Jahren laufen, bei einem Pachtzins von 35.000 Baht je Rai (1.600 qm) und Jahr.

Das Königreich gewinnt elektrischen Strom überwiegend aus Rohöl, Gas und Kohle. Da jedoch die Preise für die beiden Primärenergien Öl und Gas drastisch gestiegen sind, wirbt die Regierung für Windkraft- und Photovoltaikparks. Thailand ist bei der Förderung von Solarenergie in Südostasien führend, auch wenn die absolute Menge des durch Solarzellen erzeugten Ökostroms noch unbedeutend ist. Bis 2020 hat sich das Energieministerium aber 500 Megawatt (MW) zum Ziel gesetzt. Weil im Vorjahr die Preise für importierte Solarzellen wegen des weltweiten Überangebots um die Hälfte gesunken sind und die Electricity Generating Authority of Thailand (EGAT) das Einspeisen des aus Sonnenkraft gewonnenen Stroms in das Netz mit acht Baht je Kilowatt vergütet, stehen Antragsteller Schlange. Behörden bearbeiten derzeit Anfragen für den Bau von Solardächern und -farmen über 425 MW. Bis 500 MW ist die Acht-Baht-Vergütung gesichert, dann wird die Regierung ein neues Förderungsprogramm auflegen oder die Kosten den Verbrauchern aufbürden.

In erheblichem Maße will die Bangchak Petroleum Company zur Drosselung des CO2-Ausstoßes beitragen. Der Mineralölkonzern und Tankstellen-Betreiber stellt drei Milliarden Baht für sein erstes Solar-Projekt in der Provinz Ayutthaya bereit. Die Arbeiten für die 30-MW-Farm sollen innerhalb von 18 Monaten beginnen. Und da sich der Verwaltungsrat zum Ziel gesetzt hat, ein Unternehmen ohne gravierende klimaschädliche Auswirkungen zu leiten, ist eine zweite Solarzellen-Farm über 50 MW in der Provinz Chaiyaphum bereits in der Planung. Zu bedenken gibt ein Sprecher des Konzerns: „Hohe Ausgaben entfallen auf Pacht oder Kauf von Land. Wir benötigen 9,38 Rai, um ein Megawatt Strom gewinnen zu können.“ Preiswerte Areale finden Investoren deshalb vor allem im Nordosten des Landes.

Die weltweit größte Solar-Farm plant China Light and Power (CLP) mit Sitz in Hong Kong. CLP investiert neun Milliarden Baht und will in seinem Photovoltaikpark in der Provinz Lop Buri 73 MW gewinnen. Bisher liegt eine Anlage in Spanien mit einer Leistung von 60 MW an der Weltspitze.

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