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Letzte Aktualisierung: 29.03.2010
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Königsstadt Ayutthaya wird aufgewertet

Gefängnis und Uni-Campus sollen Historischen Park verlassen

Das Wat Phra Si Sanphet wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Seine drei großen Chedis beherbergen die Asche eines verstorbenen Königs und eine Reliquie Buddhas. Mit finanzieller Unterstützung des staatlichen Ölkonzerns PTT lässt das Fine Arts Department den Historischen Park in Ayutthaya restaurieren und aufwerten. Der Stadt stehen insgesamt 68 Millionen Baht zur Verfügung. Nach Abschluss der Arbeiten einschließlich neuer Informationstafeln in etwa eineinhalb Jahren, sollen sich Touristen in der alten Königsstadt mit ihren jahrhundertealten Ruinen besser zurechtfinden.

So werden an mehreren Standorten Modelle mit den Sehenswürdigkeiten aufgestellt. Eine Reihe neuer Hinweisschilder soll zur Information über die lange Geschichte Ayutthayas und zur besseren Orientierung beitragen. Besucher werden diese Infos künftig auf dem gesamten Park-Gelände vorfinden, nicht nur an den Pavillons Sanphet Prasat, Suriyas Amarinda, Banyong Rattanart und Viharn Somdej. Ausführliche geschichtliche Erklärungen gibt es an sechs alten Tempeln: Wat Mahathat, Wat Rat Burana, Wat Phra Ram, Wat Phra Si Sanphet, Wat Yai Chai Mongkhon und Wat Mae Nang Pluem.

Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn hat die Schirmherrschaft über die Neugestaltung übernommen. Auch, weil der Große Palast am Platz Sanam Luang in Bangkok dem historischen Ayutthaya nachempfunden wurde. Der Historische Park ist nicht nur ein thailändisches Kulturgut. Er steht seit 1991 bei der UNESCO auf der Liste des Weltkulturerbes. Jährlich werden in Ayutthaya vier Millionen Besucher gezählt, die meisten sind Westler. Sie bringen der Parkverwaltung Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Baht.

Mehrfach hat die UNESCO in letzter Zeit damit gedroht, der alten siamesischen Königsstadt den Status Weltkulturerbe abzuerkennen, weil das geschützte Areal weiter bebaut wurde. Damit soll jetzt Schluss sein. Das Kulturministerium in Bangkok und die Stadtverwaltung verweisen auf zwei Gesetze aus den Jahren 1975 und 1979 zu Baugenehmigungen und Stadtplanung und folgern: In der historischen Zone Ayutthayas wird nicht mehr gebaut!

Das Kulturministerium plant zudem die Verlegung des Gefängnisses und des Campus der beiden Universitäten Rajabhat und Rajamangala aus der historischen Zone. Dafür will die Behörde 1,6 Milliarden Baht bereitstellen. Ein Teil dieser Gelder soll in die Restaurierung fließen. Das Kabinett muss allerdings der Verlegung und dem Budget noch zustimmen.

Die alte Königsstadt liegt eineinhalb Autostunden nördlich von Bangkok und symbolisiert eine bedeutende Epoche der thailändischen Geschichte. In ihrer Blütezeit war Ayutthaya eine Weltstadt mit drei Königspalästen, 375 Tempelanlagen, 94 Stadttoren und 29 Verteidigungsforts. Der Wohlstand gründete auf den reichen Ernten der fruchtbaren Zentralebene sowie auf Steuern und Abgaben, die auf Handel und Transport erhoben wurden. Im April 1767 wurde die Stadt von den Burmesen erobert und fast vollständig zerstört. Wenig später gründete König Rama I. (General Chakri), Begründer der noch heute herrschenden Chakri-Dynastie, die neue Hauptstadt Bangkok.

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