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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Münzumlauf signalisiert harte Zeiten

Etwa sieben bis acht Millionen Zehn-Baht-Münzen kommen zur Zeit monatlich zum Schatzamt zurück, doppelt so viele wie in wirtschaftlich normalen Zeiten. Bei Handelsexperten und Geschäftsleuten in Thailand werden die beliebten „Mama“-Instantnudeln spaßeshalber als Wirtschaftsbarometer bezeichnet – in schlechten Zeiten steigt deren Umsatz kräftig an, weil „Otto Normalverbraucher“ den Gürtel enger schnallen muss und lieber zu dieser einfachen, aber schmackhaften Mahlzeit greift.

Das thailändische Schatzamt zieht allerdings andere Merkmale zu Rate, wenn es um die Beurteilung des Verbraucherverhaltens geht. Aus dem Amt verlautet, dass der Umlauf von Zehn-Baht-Münzen stark zugenommen hat. Daraus sei zu schließen, dass die Menschen vermehrt ihre Sparschweine schlachten, um die Münzen für den täglichen Bedarf auszugeben. In den vergangenen Monaten habe sich der Umtausch von Münzen in Banknoten mit sieben bis acht Millionen Münzen pro Monat nahezu verdoppelt. In wirtschaftlich normalen Zeiten seien es nur zwischen drei und vier Millionen.

„Normalerweise werfen die Leute ihr Kleingeld in die Schublade oder eine Sparbüchse ohne lange darüber nachzudenken. Dass wir jetzt einen erhöhten Verbrauch und Umtausch sehen, zeigt deutlich, wie hart die Zeiten geworden sind“, meint ein Beamter des Schatzamtes. Erst vor wenigen Tagen musste die Bank of Thailand ihre Vorausberechnungen der Wachstumssteigerung für dieses Jahr nach unten korrigieren und geht nun nur noch von 3 bis 4,5 Prozent aus, gegenüber 7,1 Prozent im Vorjahr.

Für das Schatzamt bedeutet der gestiegene Münzumlauf aber trotzdem eine gute Nachricht, denn es kann sich zur Zeit eine Menge Produktionskosten für neues Hartgeld sparen. Der Anstieg der Kupfer- und anderer Metallpreise hatte vor der Krise zu geringeren Rückläufen geführt und damit teure Neuprägungen erforderlich gemacht.

Doch das Verbraucherverhalten hat sich nicht vollständig geändert. Während die Zehn-Baht-Münzen vermehrt im Umlauf sind, werden die kleinsten, nämlich 25 und 50 Satang, weiterhin nur wenig benutzt. Von den zehn Millionen Münzen dieser Größenordnung, die vom Schatzamt monatlich in den Markt gepumpt werden, kommt nur etwa eine Million zum Umtausch zurück. Nach Angaben des Schatzamtes befinden sich zu jedem Zeitpunkt rund 17 Milliarden Münzen im Umlauf, wovon etwa 70 Prozent auf Ein-Baht-Stücke entfallen.

Zur Zeit wird zwischen der Bank of Thailand und dem Schatzamt über die Einführung von 20-Baht-Münzen diskutiert. Im Umlauf befindliche Geldstücke haben eine Lebensdauer von ungefähr zehn Jahren, wesentlich länger als die einem höheren Verschleiß ausgesetzten Banknoten.

 
 
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