Konjunkturmotor in China springt wieder an
Schwarzmalerei steht hoch im Kurs in diesen Wochen und Monaten. Die Prognosen für die Weltwirtschaft verheißen nichts Gutes und rund um den Erdball macht sich Verunsicherung breit. Dabei gibt es längst positive Signale. In China stehen die Zeichen dank konjunktureller Maßnahmen beispielsweise längst wieder auf Erholung.
Die allgemeine Wirtschaftsleistung im Reich der Mitte hat zwar ebenfalls einen gehörigen Wachstumsdämpfer erfahren, kann aber unter dem Strich immer noch beachtliche 6,1 Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im ersten Quartal 2009 verbuchen. Ein Wert, von dem europäische Wirtschaftsminister derzeit nur träumen können. Während man also in Deutschland und den USA die Talsohle nur allmählich durchschreitet, springt der Konjunkturmotor in Fernost schon wieder an. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Prognose für das chinesische BIP-Wachstum in diesem Jahr mittlerweile wieder auf 8,3 Prozent angehoben, nachdem sie zuvor von lediglich sechs Prozent Zuwachs ausgegangen waren. Und für 2010 prognostizieren sie sogar zweistellige Wachstumsraten.
Auch an der Börse macht sich dieser Stimmungsumschwung inzwischen längst wieder deutlich bemerkbar. Nach massiven Kursverlusten im vergangenen Jahr sind chinesische Aktien erheblich früher als die übrigen Märkte wieder geklettert.
Die Beobachtungen teilt auch der Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), Haruhiko Kuroda. Auf einer Rede in Bali anlässlich des 42. Jahrestags der ADB stellte Kuroda fest, dass die chinesische Wirtschaft den Tiefpunkt hinter sich habe, von nun an werde es mit ihr wieder deutlich aufwärts gehen. Die gesamte asiatische Wirtschaft werde sich noch vor Ende 2010 erholen. |