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Letzte Aktualisierung: 28.01.2012
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Preis von 14,50 Baht für Auto-Gas sorgt für Unmut

Regierung bleibt bei ihrer CNG-Preispolitik

Geht es nach der Regierung, werden die Nutzer von CNG-Auto-Gas bald deutlich stärker zur Kasse gebeten. Die Regierung bleibt bei ihrem Vorhaben, die Preise für CNG (komprimiertes Erdgas), wie bereits im Oktober beschlossen, zu erhöhen. Bei kürzlich abgehaltenen Gesprächen zwischen Regierungsvertretern und Transportunternehmern wurde darüber debattiert, wie intensiv an der Preisschraube gedreht werden darf. „An unserem Plan, die Preise für CNG um 50 Satang pro Kilogramm zu erhöhen, wird weiter festgehalten,“ teilte Vize-PM Kittirat mit. „Nach der Preiserhöhung können die Entwicklungen beobachtet und gegebenenfalls neue Verhandlungsgespräche mit den Vertretern des Transportgewerbes anberaumt werden.“ Er fügte hinzu, dass die Regierung ein gemeinsames Komitee mit den Transportunternehmern plant, um in einem Zeitrahmen von circa vier Monaten einen angemessenen Preis für den Treibstoff festzulegen, der für alle Beteiligten akzeptabel ist.

Straßenproteste gegen die Preiserhöhung

Der Vize-Premierminister entschuldigte sich im Namen der Regierung dafür, dass nicht bereits im Vorfeld der geplanten Preiserhöhung das Transportgewerbe angehört wurde und es aus diesem Grund zu Unmut gekommen war.

Zu Beginn des Jahres wurden bereits Straßenproteste gegen die geplante Regierungsmaßnahme organisiert. Vertreter des Transportwesens forderten einen Aufschub der Preisanhebung.

Der Regierungsplan sah ursprünglich eine schrittweise Anhebung des Kilopreises für CNG von 50 Satang pro Monat für die Dauer eines Jahres vor, um den Preis letztendlich auf 14,50 Baht pro Kilogramm zu erhöhen. Eine Abmachung zwischen der Regierung und den Transportunternehmern sieht vor, dass die Regierung Energie-Kreditkarten an Taxi- und Lkw-Fahrer ausgeben wird, damit diese CNG weiterhin zum derzeitigen Preis erwerben können. Dies gilt für die viermonatige Preisfindungsperiode.

Bei den Protesten Anfang des neuen Jahres hatten Taxifahrer ihre Gefährte an der Royal Plaza abgestellt und waren von dort aus vor das Regierungsgebäude gezogen, bevor sich ihre Abgesandten mit Regierungsvertretern trafen.

Die Demonstranten blockierten drei Fahrspuren vor dem Regierungsgebäude, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, die Anhebung um ein Jahr zu verschieben.

Preisanstieg mit negativen Folgen

Die Taxifahrer beendeten ihre Proteste erst, nachdem die Regierung das Versprechen abgegeben hatte, deren Sorgen ernst zu nehmen und einen fairen Preis festzulegen.

Eine weitere Gruppe von Demonstranten, bestehend aus Lkw-Fahrern sowie Bus-Betreibern mit Franchiseverträgen der in Bangkok ansässigen staatlichen Behörde für Massenverkehrsmittel (BMTA), parkte ihre Fahrzeuge auf einer Nebenfahrbahn der Vibhavadi Rangsit Road, vor dem Energieministerium und dem Hauptbüro des Energiegiganten PTT. Auch hier wurden die Proteste abgebrochen, nachdem sich die Nachricht über das Versprechen der Regierung verbreitet hatte.

Transportminister Sukumpol Suwanatat geht davon aus, dass einige Transportunternehmer nach Einführung der höheren CNG-Preise an den Rand des Ruins geraten könnten. Er räumte ein, dass es nicht fair sei, die Preise für CNG anzuheben, wenn es den Transportunternehmern gleichzeitig verboten bleibt, ihre Fahrpreise zu erhöhen, um die negativen Folgen der Energieverteuerung abzufedern. Es seien zudem weitere Regierungsmaßnahmen zur Abmilderung der negativen wirtschaftlichen Effekte im Gespräch.

„Probleme können nur im Dialog gelöst werden und nicht durch Proteste und Straßenblockaden,“ sagte der Minister. „Die Transportbranche wendet allzu schnell öffentlichen Druck an. Wenn deren Vertreter zu Verhandlungen erscheinen, sind wir auch bereit, fair über Fahrpreiserhöhungen zu verhandeln.“

Die Regierung stand bislang auf dem Standpunkt, keine neuen Fahrpreiserhöhungen zu beschließen, solange der Dieselpreis unter der Marke von 30 Baht pro Liter eingepegelt bleibt. Nur etwa 10 Prozent der circa 700.000 Lkws in Thailand werden mit CNG betrieben, während die übrigen mit Dieselkraftstoff angetrieben werden.

 

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