Von Freude, Festen und Feiertagen
Der Spass an der Freude ist tief verwurzelt im Wesen der Thais, die immer wieder gern als regelrechte "Hedonisten" (Freudensucher) bezeichnet werden. Ihre unbeschwerte Lebensphilosohie - sie gründet sich auf das ständige Streben nach "Sanuk" (Spass), "Sabai" (Wohlergegen) und "Suay" (Schönheit) - zielt vor allem auf den Genuss der Gegenwart, während lästige Gedanken an Probleme, die Vergangenheit oder Zukunft eher verdrängt werden. Daher mangelt es in Thailand auch nicht an frohsinnigen Festen, Feten und Feiertagen, zu denen Touristen gern gesehene Gäste sind. Staatliche Festtage (wie zum Beispiel das Neujahrsfest Songkran Mitte April) und historische Gedenktage (wie die Feiern am River Kwai) richten sich nach dem festen westlichen Kalender, die religiösen Feiertage (wie das Lichterfest Loy Krathong) nach dem beweglichen Mondkalender und andere Zeremonien wiederum - wie das königliche Pflügen - werden jedes Jahr neu von brahmanischen Wahrsagern am Königshof festgelegt.
Noch viel zahlreicher sind die Anlässe zum Feiern in den Provinzstädten, wo immer mehr Festivals mit regionalem Charakter veranstaltet werden. Zu den reizvollsten gehören der Elefantenauftrieb von Surin, das Büffelrennen von Chonburi, die Drachenparade von Nakhon Sawan, das Vegetarier-Festival von Phuket, das Blumenfest von Chiang Mai oder das Raketenfestival von Yasothon. Die Bedeutung des Festtagskalenders spiegelt sich aber auch in einer ganz einfachen, thailandtypischen Regelung wider: wenn ein wichtiger Feiertag auf ein Wochenende fällt, braucht am darauffolgenden Montag selbstverständlich nicht gearbeitet zu werden. |