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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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Exzentrik, Spass und Partystimmung - Elefantenpolo in Hua Hin

Eine Woche lang stand Hua Hin ganz im Zeichen des 5. Königlichen Elefantenpoloturniers. Erstmalig gab sich gar ein Mitglied der königlichen Familie die Ehre. Keine Geringere als Prinzessin Galayani Vadhana war zur Eröffnung des Turniers am 5. September auf das Militärgelände am Rande der Stadt gekommen. Sechzehn internationale Mannschaften kämpften eine Woche lang um den Sieg und den von König Bhumipol gestifteten Pokal. Ausser Konkurrenz lief traditionsgemäss das Eröffnungsspiel zwischen den beiden grossen Tageszeitungen „Bangkok Post“ und „Nation“, das von der Post überlegen gewonnen wurde. Als Sieger ging eine Woche später das Team des Hauptsponsors „Chivas Regal Scotland“ aus dem Turnier hervor. Was ist von Nöten, um ein Elefantenpolospieler zu sein? Grundsätzlich ist ein Hang zur Exzentrik durchaus von Vorteil. Das legen die Biographien so mancher Spieler und Spielerinnen nahe. James Manclark zum Beispiel ist ein erfolgreicher Unternehmer, ein überaus talentierter und erfahrener Pferdepolospieler und ein ehemaliger olympischer Bobfahrer. Aber er hat sich auch an archäologischen Expeditionen in Südamerika beteiligt und versucht, mit einem Heissluftballon die Welt zu umrunden. Ausserdem ist er Mitbegründer der „World Elephant Polo Association“ und das kam so: Vor 25 Jahren traff Manclark beim jährlichen Cresta Run in St. Moritz auf Jim Edwards. Der ehemalige Banker aus den USA hatte seinen Job in den 60er Jahren an den Nagel gehängt, sich ausstiegsmässig nach Nepal verfügt und nicht allzuweit von Katmandu mit der „Tiger Top Djungle Lodge“ eine frühe Form des Ökotourismus ins Leben gerufen. Elefantentrekking, Tigersafaris, Krokodile und Rhinozerosse wurden seine Welt. Aber zurück nach St. Moritz. „Ich war mit Jim Edwards in einer Bar“, erinnert sich Manclark. „Jim hatte Elefanten in Nepal. Ich hatte Poloschläger in Schottland. So kam eines zum anderen.“

Von hohem Nutzen ist auch Trinkfestigkeit. Das Jumbosportereignis ist eine Mega-Party, die ein Fixum im Feierkalender der Schönen und Reichen von Bangkok ist. Spieler und Zuschauer des Turniers in Hua Hin gleichermassen erweisen sich als gute Kunden in den Bar-Zelten rund um das Spielfeld auf einem Militärgelände. Der Stand eines Luxushotels lockt mit „Thai Wine“ zu „Thai Food“. Der Rotwein eines Weingutes im Norden Thailands erweist sich als durchaus trinkbar. Das deutsche „Mercedes Benz“-Team hat es jedoch eher mit den Whisky-Cocktails aus der Chivas-Bar. Aber bei den Hamburgern kommt aber erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Die ehemaligen Starspieler der australischen Rugbynationalmannschaft „Wallabies“ sehen das lockerer und haben durchaus schon ein, zwei Bier aus der Dose intus, wenn sie auf dem Elefantenrücken auf das von der tropischen Sonne aufgeheizte Spielfeld schaukeln.

Völlig unnötig hingegen ist Erfahrung im Polosport oder gar im Umgang mit Elefanten. So manche der Spieler und Spielerinnen haben sich in Partylaune von Freunden zur Teilnahme an dem elefantösen Ereignis überreden lassen. Siehe oben, Trinkfestigkeit. Fairerweise muss allerdings gesagt werden: die erfolgreichen Mannschaften, die es in die Finalrunde schaffen, bestehen aus erfahrenen Pferdepolospielern. Denn das Elefantenpolo ist tatsächlich auch ein sportlicher Wettbewerb.

Aber gewinnen kann bekanntermassen immer nur einer. So musste sich das thailändische „American Express“ Team mit Kapitän Tom Claytor, Churo Pellegrini, Aktanai Chutinthranond und Nopdol Nandhabhiwat vom „Siam Polo Park“ in Pattaya - immerhin die Champions aus dem letzten Jahr - in diesem Jahr den Deutschen geschlagen geben und mit Platz vier Vorlieb nehmen. Das „Mercedes Benz“-Team seinerseits hatte so sehr gehofft, den im vergangenen Jahr verlorenen Meistertitel wieder zu gewinnen. Aber es reichte nur für den dritten Platz. Der Sponsor war trotzdem zufrieden. Roger Immelm, Vizepräsident Sales & Marketing bei DaimlerChrysler (Thailand) freut sich: „Zwei Mal Meister, jetzt zum zweiten Mal Nummer drei, das ist doch eine stabile Leistungsbilanz, die zu unserem Unternehmen passt.“

 
 
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