01-02-10 - Bangkok will frei von Bettlern werden
Bangkoks Stadtverwaltung geht erneut gegen Bettler vor. Erst kürzlich hatten städtische Mitarbeiter und Polizei nahezu 1.000 bettelnde Frauen, auch mit Kleinkindern in den Armen, sowie Männer von ihren Standorten vertrieben und Hunderte Kambodschaner in ihr Heimatland zurückgebracht. Doch die Bettler kommen wieder. Es sollen in den 50 Stadtbezirken bereits über 100 sein, darunter zahlreiche Ausländer. Deshalb will die Verwaltung am 15. Februar die Hauptstadt noch einmal von Bettlern räumen.
• • • 01-02-10 - WWF begrüßt Tiger-Allianz
Die Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) hat die Einigung der Delegationen aller 13 Tiger-Staaten – darunter China, Russland und Indonesien – begrüßt, den bedrohten Tiger mit effektiven Schutzmaßnahmen vor der Ausrottung zu bewahren. Besonders begrüßt der WWF die auf der mehrtägigen Konferenz in Hua Hin verabschiedete Absichtserklärung, die Zahl der freilebenden Raubtiere bis 2012 zu verdoppeln. "Es freut uns, dass es wieder einen Hoffnungsschimmer für den Tiger gibt, da alle 13 Verbreitungsstaaten künftig zusammenarbeiten wollen. Den Worten müssen nun Taten folgen", erklärte Michael Baltzer, Direktor der globalen WWF-Tiger-Initiative. Laut WWF-Schätzungen gibt es weltweit nur noch rund 3.200 Tiger in der Wildnis. Der WWF widmet daher der bedrohten Großkatze in 2010 eine weltweite Schutz-Kampagne.
• • • 01-02-10 - Honda ruft City made in Thailand zurück
Der japanische Automobilhersteller Honda hat 2.700 in Thailand hergestellte und im Jahr 2008 verkaufte City-Wagen zurückgerufen. Obwohl im Königreich bisher keine technischen Mängel gemeldet wurden, will der Autobauer Bauteile für die elektrischen Fensterheber austauschen. Honda hatte Ende letzter Woche weltweit 640.000 Fahrzeuge zurückgerufen. Hintergrund ist ein Mangel an den elektrischen Fensterhebern. Die Bauteile könnten sich überhitzen und Rauch verursachen oder Feuer fangen, auch austretende Flüssigkeit sei möglich. In drei Fällen, zwei in den USA und einem in Südamerika, sei es zu Bränden aufgrund der Defekte gekommen. Der Rückruf bezieht sich auf Fahrzeuge des Typs "Jazz", die in Japan, China, Brasilen, Thailand, Malaysia und Indien hergestellt wurden.
• • •
02-02-10 - Regierung nimmt Morddrohungen ernst
Drei Wochen vor dem Richterspruch über das Vermögen des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra hat die Regierung die Bangkoker Polizei angewiesen, die neun Richter des Obersten Kriminalgerichts und die Mitglieder des Anti-Korruptions-Ausschusses ausreichend zu schützen. Aus Regierungskreisen verlautet, das Kabinett nehme Morddrohungen gegen Richter und Komitee-Mitglieder ernst. Für den 26. Februar hat das Oberste Kriminalgericht sein Urteil zur Beschlagnahme des Vermögens von Thaksin Shinawatra angekündigt. Nach dem Militärputsch im Jahr 2006 waren 76 Milliarden Baht des inzwischen ins Ausland geflüchteten ehemaligen Premiers eingefroren worden.
• • •
02-02-10 - Inflation legt um 4,1 Prozent zu
Die Verbraucherpreise legten im Januar im Jahresvergleich um 4,1 Prozent zu. Das ist der größte Anstieg seit 16 Monaten. Teurer geworden sind vor allem Agrarprodukte. Während die Verbraucher beim Einkauf mehr zahlen müssen, sieht das Handelsministerium den Anstieg der Inflation als deutliches Zeichen, dass sich die Wirtschaft erholt. Gegenüber dem Vormonat legten die Verbraucherpreise im Januar um 0,6 Prozent zu.
• • •
02-02-10 - AirAsia X nach Indien, Südkorea und in die USA
AirAsia X, Langstreckenairline der Billigfluggruppe AirAsia, will Anfang 2011 Ziele in den USA anfliegen. Die Maschinen starten derzeit von Kuala Lumpur nach Australien, China, England und zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE). In diesem Jahr soll der Flugplan um Mumbai, Neu-Delhi und Seoul erweitert werden. Nach Angaben des Gründers und Geschäftsführers Tony Fernandes bemüht sich AirAsia X um Landerechte für Los Angeles, New York, San Francisco und Oakland. Noch im Vorjahr hatte das Management preiswerte Flüge zu mehreren europäischen Ländern, unter anderem nach Frankfurt, in Aussicht gestellt.
• • •
02-02-10 - Auf Engländer und seine Begleitung geschossen
Aus einem Pick-up wurden nachts an der Soi Siam Country Club in Pattaya mehrere Schüsse auf ein Motorrad abgegeben. Darauf saßen ein Engländer und eine 37-jährige Thai. Die Frau erlitt Schusswunden am Gesäß und musste im Memorial Hospital operiert werden. Der Ausländer sagte aus, er habe die Thai in einer Bar an der Beach Road kennen gelernt und sie später mit nach Hause genommen. In der Nähe der Areeya Villa habe ein Pick-up das Motorrad verfolgt. Später hätten die zwei im Fahrzeug sitzenden Männer dreimal geschossen. Die Polizei vermutet eine persönliche Auseinandersetzung oder einen Raubüberfall.
• • •
03-02-10 - Waffenschmuggler sollen freigelassen werden
Die Regierung hat die Staatsanwaltschaft gebeten, die im Dezember festgenommene Crew des auf dem Bangkoker Airport Don Mueang gestoppten Flugzeuges mit Waffen freizulassen. Ein Regierungssprecher sagte, der Fall sei sehr kompliziert und heikel. Die fünf Besatzungsmitglieder würden in ihrer Heimat vor Gericht gestellt. Behörden und Militär hatten am 11. Dezember die aus Nordkorea kommende Maschine gestoppt und durchsucht. Sie fanden rund 35 Tonnen Waffen, darunter Granatwerfer und tragbare Boden-Luft-Raketen. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass der Iran ein mögliches Endziel des Transportes war. Der Iran hat nach eigenen Angaben mit dem Waffentransport nichts zu tun. Die Regierung in Teheran hat entsprechende Berichte zurückgewiesen. „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen diesem Flugzeug und unserem Land“, sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums. Der Iran brauche keine solchen Waffenimporte, denn er stelle Raketen, Panzer und Kampfjets selbständig her.
• • •
03-02-10 - Abhisits Vater finanziert Sicherheitsvorkehrungen
Der Vater von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva finanziert die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen für seinen Sohn und dessen Familie mit monatlich 300.000 Baht. Aus dem Staatshaushalt fließen zwar Gelder, aber Atthasit Vejjajiva, ehemaliger Dekan an der Mahidol-Universität, hält den Schutz vor Anschlägen und Übergriffen für nicht ausreichend. Erst vor Tagen waren im Garten des Premiers mehrere Plastiksäcke mit Exkrementen entdeckt worden. Auf den Bildern einer Überwachungskamera war zu sehen, wie ein vermummter Motorradfahrer die Säcke über die Mauer um das Bangkoker Anwesen des Regierungschefs warf. Daraufhin wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
• • •
04-02-10 - Schüler erlitten schwere Tablettenvergiftung
Über 80 Mädchen und Jungen der Schule im Bangkoker Wat Tha Phra wurden mit einer Tablettenvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Ärzte bescheinigten mehreren Kindern einen kritischen Zustand. Die Schüler der Klassen Prathom 4 und 5 hatten Pillen gegen Husten eingenommen. Sie kosten 1 Baht und sind im Umfeld des Tempels nicht nur in Apotheken und Drogerien erhältlich. Die Medizin enthält den Wirkstoff Dextromethorphan zur Behandlung von Reizhusten. Nach Angaben der Behörden hatten die Kinder von diesem Hustenstiller eine Überdosis geschluckt. Wenig später klagten die Mädchen und Jungen über Brechreiz, Kopfschmerzen und unregelmäßige Herzschläge. Zahlreiche Mädchen und Jungen hatten
Dextromethorphan gekauft, nicht weil sie unter Husten litten, sondern weil sie Gerüchten glaubten, das Medikament würde zu einer helleren Haut führen und schmerzunempfindlich machen.
• • •
04-02-10 - Ford stellt Regierung ein Ultimatum
Ford hat der Regierung eine Frist gesetzt: Wenn der von Gerichten verhängte Baustopp im Industriegebiet Map Ta Phut in der Provinz Rayong nicht bis Mitte des Monats aufgehoben wird, will der amerikanische Autobauer sich für seine geplanten Investitionen ein anderes Land suchen. Ford stellt 20 Milliarden Baht bereit und will ein neues Werk für die Produktion von Limousinen errichten. Der Autobauer hat derzeit ein Joint Venture mit dem japanischen Konzern Mazda und lässt in der AutoAlliance in Rayong Fahrzeuge vom Band laufen.
• • •
04-02-10 - Preiswerte Tickets bei Oman Air
Die arabische Oman Air bringt Passagiere ab17.500 Baht von Bangkok über Muscat zu europäischen Zielen. Wie die Bangkok Post weiter berichtet, sind in dem Ticketpreis für Hin- und Rückflug Steuern nicht enthalten. Die Flugreise muss bis zum 31. März angetreten werden. Oman Air fliegt von Muscat u.a. direkt nach London, Frankfurt, Paris und München.
• • •
05-02-10 - Bangkok weiß nicht wohin mit Tausenden Tauben
Mehrfach hat die Bangkoker Stadtverwaltung den Start für die Neugestaltung des Platzes Sanam Luang verschoben. Denn das weitläufige Areal ist die Heimat von Obdachlosen, Straßenhändlern und Tauben. Für sie müssen neue Standorte bzw. Unterkünfte gefunden werden. Tausende Vögel werden jetzt eingefangen und kommen in Quarantäne. Anschließend sollten sie auf ein Armeegelände in Ratchaburi gebracht werden. Nach heftigen Protesten von Bürgern hat Bangkok diesen Plan aufgegeben. Jetzt sollen die Tauben in der Provinz Prachin Buri ausgesetzt werden. Aber auch dort regt sich Widerstand. Für die Umgestaltung des Platzes gegenüber dem Großen Palast hat die Stadt 180 Millionen Baht zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten sollen spätestens Anfang Dezember beendet sein.
• • •
05-02-10 - Mit der THAI zur Fußball-WM
Fußballfans können mit der Thai Airways International (THAI) zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika fliegen. Die Staatslinie nimmt ab Mai Johannisburg wieder in ihren Flugplan auf. Die Spiele der Fußball-WM sind vom 11. Juni bis 11. Juli. THAI wird die Strecke Bangkok-Johannisburg viermal in der Woche bedienen und eine Boeing 777-200ERs einsetzen. Die Maschine kann bis zu 292 Passagiere aufnehmen. THAI hatte bereits Johannesburg angeflogen, die Route aber im Januar 2009 wegen mangelnder Auslastung gestrichen. Die Airline plant ein Codesharing-Abkommen mit der South African Airways (SAA), um ihren Fluggästen Ziele wie Buenos Aires und Sao Paula anzubieten. Vom Flugplan gestrichen werden ab Ende März die Verbindungen Bangkok-Kuwait, Hong Kong-Taipeh und Bangkok-Manila-Osaka.
• • •
05-02-10 - Bangkok Airways und Eva Air kooperieren
Bangkok Airways hat mit der Eva Air aus Taiwan eine Vereinbarung über Codesharing getroffen. Eva Air fliegt von Amsterdam, Wien, London und Taipeh Bangkok an. Die private Fluggesellschaft Bangkok Airways befördert die Passagiere weiter zu inländischen Zielen wie Phuket, Koh Samui und Chiang Mai. Bangkok Airways hat bereits Codesharing-Abkommen mit der Air Berlin, Air France und Etihad.
• • •
05-02-10 - Millionen Yaba-Pillen konfisziert
Drogen überschwemmen das Land. Erst vor Tagen hat das Narcotics Suppression Bureau in Bangkok und Samut Prakan 3,66 Millionen Yaba-Pillen konfisziert. Diese Speed-Pillen werden in hoher Zahl aus Burma und Laos in das Königreich geschmuggelt. An den Grenzen in den Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai und Mae Hong Son übernehmen thailändische Dealer die Ware. Der Straßenverkaufswert einer Yaba-Pille liegt bei 200 bis 300 Baht.
• • •
06-02-10 - Boeing 747 der THAI musste notlanden
Eine Boeing 747-400 der Thai Airways International musste am Freitagnachmittag auf dem Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi notlanden. Bei der Maschine mit dem Ziel Chiang Mai hatte ein Motor Feuer gefangen. Der Pilot kehrte umgehend zum Airport zurück. Von den 330 Passagieren wurde niemand verletzt. Etwa eine Stunde später konnten die Fluggäste mit einer anderen Maschine in Richtung Chiang Mai starten.
• • •
06-02-10 - Exporteure finden kaum Facharbeiter
Der Export springt wieder an, und die vom Außenhandel abhängigen Unternehmen finden nicht genug Mitarbeiter. Das Handelsministerium schätzt deren Zahl auf rund eine halbe Million. Im Vorjahr hatten die Betriebe wegen der globalen Wirtschaftskrise Beschäftigte entlassen. Da inzwischen in der Agrarwirtschaft höhere Löhne als noch vor wenigen Jahren gezahlt werden, wanderte ein Großteil der Arbeitslosen in die Landwirtschaft ab. Facharbeiter fehlen vor allem in den Bereichen Lebensmittel, Reis, Elektronik, Bekleidung und in der Automobilindustrie.
• • •
06-02-10 - Thai AirAsia will fast 6 Millionen Passagiere befördern
Die Billigairline Thai AirAsia hat sich für 2010 hohe Ziele gesetzt: 5,8 Millionen Fluggäste und Einnahmen in Höhe von 12 Milliarden Baht gegenüber 5,1 Millionen Passagieren und 8 Milliarden Baht im Vorjahr. Die Sitzplatzauslastung soll bei 85 Prozent gegenüber 78 Prozent in 2009 liegen. Sechs ältere Boeing-Flugzeuge des Typs 737-300s werden in diesem Jahr ausrangiert. Neu kommen acht Airbus A320s. Diese Maschinen verbrauchen weniger Kerosin und können mehr Passagiere aufnehmen. Auch deshalb rechnet die Thai AirAsia in 2010 mit einem höheren Gewinn als die 100 Millionen im Vorjahr. Die Drehscheibe Phuket, die zweite nach dem Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi, hat der Billigairline neue Kunden gebracht. Von der Ferieninsel startet Thai AirAsia inzwischen 19mal am Tag, nach Hong Kong, Jakarta, Chiang Mai, Udon Thani, Medan und Ho Cho Minh City.
• • •
08-02-10 - Der Sommer wird heiß und trocken
Das ozeanische Phänomen El Niño wird Thailand eine lange Trockenheit und weniger Niederschlag als in den Vorjahren bringen. Das sagen Meteorologen voraus. Die Trockenheit kann sich nachhaltig und negativ auf die Ernte auswirken. Agrarfachleute gehen bei Getreide von einem Minderertrag von 10 Prozent aus. Bei El Niño erhöhen sich die Wassertemperaturen im Pazifischen Ozean entlang der Westküste der südamerikanischen Staaten Ecuador und Peru. Dadurch treten klimatische Unregelmäßigkeiten wechselnder Stärke auf. Dies zieht globale klimatische Auswirkungen nach sich. Die Bezeichnung El Niño, die im Spanischen „das Kind” bedeutet, bezieht sich auf Jesus Christus. Sie wird verwendet, da die Strömung üblicherweise um Weihnachten einsetzt.
• • •
08-02-10 - Regierung will auf 800-Milliarden-Kredit verzichten
Die Regierung sieht die Rezession als beendet und setzt auf einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung. Der Export springt an, die Arbeitslosigkeit ist von einer Million auf 500.000 Jobsuchende zurückgegangen, und die Steuereinnahmen sollen wieder sprudeln. Deshalb erwägt das Kabinett, auf die Aufnahme eines Kredits in Höhe von 800 Milliarden Baht zu verzichten. Mit dem Kredit sollte das im letzten Jahr verabschiedete Konjunkturprogramm über fast 1,5 Billionen Baht finanziert werden.
• • •
08-02-10 - Räuber erbeuten bei Deutschem eine Million Baht
Bei einem Einbruch in ein von einem Deutschen in Südpattaya gemieteten Apartment erbeuteten vermutlich mehrere Täter Bargeld und Wertsachen in Höhe von nahezu einer Million Baht. Der 58-jährige Mieter und seine thailändische Freundin waren ausgegangen, als Diebe die Tür der Wohnung aufbrachen. Sie durchsuchten Schränke und Schubladen und ließen den Safe mitgehen. Darin befanden sich nach Angaben des Deutschen 150.000 Baht, 5.000 Euro, Reisepass, Flugticket und verschiedene Wertsachen. Die Besitzerin des Gästehauses sagte aus, zwei arabisch aussehende Männer hätten in ein benachbartes Zimmer eingescheckt und wären seitdem verschwunden. Sie sollen sich nicht ausgewiesen haben.
• • •
09-02-10 - Investoren für Flughäfen gesucht
Für zehn der wirtschaftlich nicht oder nicht ausreichend genutzten Flughäfen des Landes sucht das Transportministerium private Investoren. Großes Interesse zeigt die Bangkok Airways. Allerdings möchte die private Fluggesellschaft alle 28 Airports, die weder von der Airports of Thailand noch von den Militärs betrieben werden, übernehmen. Bangkok Airways ist bereit, ein lukratives Angebot abzugeben. Das Transportministerium denkt allerdings an eine öffentliche Ausschreibung. Die Standorte der zehn Flughäfen: Tak, Nan, Phrae, Phetchabun, Loei, Nakhon Ratchasima, Roi Et, Chumphon, Ranong und Mae Sariang (Mae Hong Son). Bangkok Airways besitzt drei Airports auf der Koh Samui, in Trat und Pitsanoluk.
• • •
09-02-10 - Bestechungsskandal um Kongreßzentrum Phuket
Der geplante Bau eines Kongreßzentrums auf der Ferieninsel Phuket hat seinen ersten Korruptionsfall. Bei der Ausschreibung für Architektur und Design der Tagungsstätte sollen lokale Politiker und hohe Beamte Bestechungsgelder fordern. Ein Unternehmen hat sich für den Auftrag in Höhe von 100 Millionen Baht beworben, soll aber bis zu 45 Prozent dieses Betrages als „Tea Money“ abschreiben. Weiter berichtet die Bangkok Post, dass sich die Thammasat-Universität wegen der geforderten Bestechungsgelder nicht mehr um den Auftrag bemüht. Phukets Kongreßzentrum wird auf einem 150 Rai großen Areal im Distrikt Thalang entstehen und ist mit 2,6 Milliarden Baht veranschlagt worden.
• • •
09-02-10 - Neue Trolleys kommen aus Deutschland
Die Wanzl Metallwarenfabrik mit Sitz in Leipheim an der Donau liefert 9.034 Trolleys für Bangkoks internationalen Flughafen Suvarnabhumi. Die Gepäckwagen aus Aluminium kommen in drei Größen. Die neuen Trolleys ersetzen die schwerfälligen, zur Einweihung des Airports erworbenen Gepäckwagen. Passagiere beklagen, sie seien schwer zu manövrieren. Zudem wurden mehr als 3.000 dieser Trolleys gestohlen. Die neuen Gepäckwagen sind mit RFID-Chips ausgerüstete. Das System Radio Frequency Identification ermöglich, den Weg aller Gepäckwagen zu verfolgen, in und außerhalb des Terminals.
• • •
09-02-10 - Airport Rail Link bis zum Flughafen Don Mueang
Der Airport Rail Link soll bis zum alten Bangkoker Flughafen Don Mueang erweitert werden. Das kündigte Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva nach einer Sitzung der Commission for the Management of Land Traffic an. Die überwiegend aufgeständerte Strecke des Airport Link verbindet derzeit die Innenstadt mit dem internationalen Airport Suvarnabhumi. Mittelfristig soll die elektrifizierte Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Makkasan in den Norden der Stadt bis zum Flughafen Don Mueang fortgeführt werden. Grünes Licht gab`s weiter für zwei Skytrainstrecken: Die Farbe Orange von Min Buri bis Bang Kapi und Phraya Thai, dann über den Fluss Chao Phraya nach Thon Buri, die Farbe Pink führt von Min Buri nach Pakkred und zur Chaeng Wattana Road.
• • •
10-02-10 - Regierung bereitet sich auf massive Proteste vor:
200 Kontrollstellen rund um die Hauptstadt
Führende Mitglieder der außerparlamentarischen Opposition „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) haben Aufrufe zur Gewalt entschieden zurückgewiesen. Sympathisanten hatten in den letzten Tagen offen zu gewaltsamen Angriffen gegen die Regierung und dessen Sicherheitskräfte aufgerufen. Ein pensionierter General brachte „eine Armee des Volkes“ ins Spiel, an weiterer Regierungsgegner schlug vor, die „Rothemden“ sollten aus allen Landesteilen unbewaffnet nach Bangkok fahren, sich dort leere Flasche beschaffen, diese mit Benzin füllen und als Molotowcocktail benutzen. UDD-Anführer sagen indessen gewaltfreie Demonstrationen voraus.
Politische Beobachter sehen Thailand am Abgrund. Der 26. Februar kann über die Zukunft des Landes entscheiden. Für diesen Tag hat das Oberste Gericht sein Urteil im Fall „Beschlagnahme des Shinawatra-Vermögens“ angekündigt. Nach dem Putsch im Jahr 2006 waren 76 Milliarden Baht auf verschiedenen Konten des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und dessen Familie eingefroren worden. Die Staatsanwaltschaft wirft Thaksin vor, das Vermögen während seiner Regierungszeit von 2001 bis 2006 mit zweifelhaften, für einen Premier illegalen Geschäften angehäuft zu haben. Der ins Ausland geflüchtete und wegen Machtmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilte Milliardär bestreitet das.
Weil die UDD für die nächsten Tage und vor allem zum 26. Februar Großdemonstrationen angekündigt hat, hat die Regierung weitgehende Schritte unternommen, um landesweit die innere Sicherheit zu gewährleisten. Um Bangkok werden 200 Kontrollstellen eingerichtet, an denen Fahrzeuge und Personen nach Waffen durchsucht werden. Die Provinzgouverneure sollen ebenso vorsorgen und können bei Bedarf Sicherheitskräfte anfordern. Ein Regierungssprecher begründete die Aktivitäten: „Blutige Ausschreitungen wie im Vorjahr zu Songkran in Pattaya und Bangkok wird es nicht noch einmal geben.“ Tausende Polizisten stehen bereit, noch mehr Soldaten werden im Einsatz sein. Insgesamt sind Zehntausende Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden.
Sollten die Richter das Einfrieren des Shinawatra-Vermögens für rechtens erkennen, werden landesweit massive Proteste der Thaksin-Anhänger erwartet. Medien spekulieren über bürgerkriegsähnliche Zustände und einen erneuten Staatsstreich der Militärs.
• • •
10-02-10 - Polizeiwache mit 300 Beamten auf Suvarnabhumi
Das Kabinett hat dem Aufbau einer Polizeistation in Bangkoks internationalem Flughafen Suvarnabhumi zugestimmt und 50 Millionen Baht bereitgestellt. Die Wache soll in der ersten und zweiten Etage des Terminals eingerichtet werden. Die fast 300 Beamten werden direkt dem Central Investigation Bureau`s Tourism Police Divison unterstellt. Seit langer Zeit klagen Fluggäste über Straftaten wie Diebstähle, Erpressungsversuche und über korruptes Sicherheitspersonal. Die neue Polizeistation soll Urlaubern und Geschäftsleuten mehr Sicherheit geben. Das Asia Security Management, ein Joint Venture von Loxley und der deutschen ICTS Europe Holding, beschäftigt 2.000 Frauen und Männer. Doch dieses Sicherheitspersonal darf auf Suvarnabhumi keine Festnahmen vornehmen.
• • •
10-02-10 - Friedenseinsätze im Sudan und Libanon
Die Vereinten Nationen (UN) haben Thailand gebeten, sich an der Friedensmission im Libanon zu beteiligen. Das Königreich soll 175 Pioniere bereitstellen. Über die Entsendung von Truppen wird jetzt das Kabinett entscheiden. In diesem Monat beginnt die Armee mit einer Spezialausbildung für den geplanten Einsatz im Sudan. Ab Mitte des Jahres sollen 800 Soldaten in das umkämpfte Gebiet Darfur geschickt werden. Die thailändische Friedenstruppe soll dort drei bis vier Jahre bleiben, die Soldaten sollen alle sechs Monate abgelöst werden. Zu deren Sicherheit stellt die Armeeführung 22 gepanzerte Fahrzeuge bereit. Ab Mai werden sie in den Sudan verschifft.
• • •
10-02-10 - THAI erneuert ihren Maschinenpark
In den nächsten fünf Jahren will die Thai Airways International (THAI) mindestens 25 Flugzeuge außer Dienst stellen und durch neue ersetzen. Der Verwaltungsrat des Staatsunternehmens hat beschlossen, 15 Maschinen zu leasen: acht für Langstrecken und sieben für regionale Einsätze. Die Leasingverträge werden THAI über 31 Milliarden Baht kosten. Von diesem Beschluss unbenommen sind die in diesem Jahr erwarteten fünf Airbus 330-300s und die sechs Superjumbos Airbus 380, die in den Jahren 2012 und 2013 ausgeliefert werden. Bei der THAI sind derzeit 88 Maschinen mit einem durchschnittlichen Alter von 12 Jahren im Einsatz. Bis zum Jahr 2026 will die Fluggesellschaft 102 Maschinen mit einem durchschnittlichen Alter von 7,5 Jahren besitzen.
• • •
12-02-10 - Urlauber sollen Menschenmassen meiden
Das Auswärtige Amt in Berlin rät allen Thailand-Urlaubern, in den kommenden Wochen wegen innenpolitischer Auseinandersetzungen besonders vorsichtig zu sein und Menschenmassen zu meiden. Die Sicherheitslage werde sich vermutlich in der zweiten Februarhälfte zuspitzen, heißt es auf der Webpage der Deutschen Botschaft. Mit großen Demonstrationen sei vor allem vor dem Regierungssitz und dem Parlament in Bangkok sowie in den nördlichen und östlichen Provinzen zu rechnen. Hintergrund der Demonstrationen ist der Prozess um das eingefrorene Vermögen des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra. Das höchste Gericht will am 26. Februar entscheiden, ob Thaksins Familie das Vermögen behalten darf oder ob das Geld dem Staat zufällt. Die außerparlamentarische Opposition “United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) hat mit der Thaksin-Partei Puea Thai für den 20. Februar zu seiner Großdemo aufgerufen. Die Organisatoren erwarten eine Million Teilnehmer.
• • •
12-02-10 - Waffenschmuggler werden nicht angeklagt
Die Besatzung der am 12. Dezember auf dem Bangkoker Flughafen Don Mueang gestoppten Frachtmaschine mit schweren Waffen wird in Thailand nicht angeklagt. Mit seiner Entscheidung folgt der Generalstaatsanwalt dem Wunsch der Regierung. Thailand, so die offizielle Version, möchte die bilateralen Beziehungen zu Weißrussland und Kasachstan nicht belasten. In dem in Georgien registrierten Flugzeug waren fünf Männer. Die Maschine kam aus Nordkorea, über das Ziel wird weiter spekuliert. Ausländische Medien haben den Iran als Empfänger der Waffen ausgemacht. Die Crew wird umgehend aus der Haft entlassen und in ihre Heimatländer abgeschoben. Ob die Männer sich dort vor Gericht verantworten müssen, ist fraglich. Die Aussage eines Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft klang wie ein Witz, war aber Wort für Wort so gemeint: „Die Waffen sollten ja nicht in Thailand eingesetzt werden. Warum also sollten wir die Crew anklagen?“ Thailand wartet auf eine Antwort der Vereinten Nationen, was mit den in einem Armeedepot in Nakhon Swan gelagerten Waffen, darunter Granaten und Raketen, geschehen soll.
• • •
12-02-10 - Thais geben am Wochenende 39 Milliarden Baht aus
Etwa 39 Milliarden Baht werden Thais nach Einschätzung der Handelskammer zum chinesischen Neujahrsfest und zum Valentinstag ausgeben. Beide Ereignisse fallen auf den kommenden Sonntag (14.2.). Während zum Tag der Verliebten vornehmlich Rosen und kleine Geschenke gekauft werden und die Paare abends Restaurants und Pubs aufsuchen, kaufen Thai-Chinesen zum Neuen Jahr goldenen Schmuck. Zudem fließen hohe Beträge in Kurzurlaube und Opfergaben zum Fest. Mit längeren Wartezeiten müssen Fluggäste auf Bangkoks Airport Suvarnabhumi rechnen. Nach Angaben von Airports of Thailand (AoT) werden in den Tagen zum Neuen Jahr 382 Maschinen zusätzlich landen und starten. Die meisten kommen aus China, Taiwan und Hong Kong. In der Spitze rechnet AoT täglich mit 140.000 Fluggästen.
• • •
12-02-10 - Türken zahlten mit gefälschten Kreditkarten
In Bangkok hat die Polizei drei Türken unter dem Verdacht des Kreditkartenbetrugs festgenommen. Sie sollen in der Hauptstadt mit gefälschten Kreditkarten Luxusgüter gekauft haben. Die Polizei war den drei Betrügern seit längerem auf der Spur. Nach Einschätzung der Behörden haben die Türken im Vorjahr in Thailand Waren und Dienstleistungen in Höhe von 10 Millionen Baht mit gefälschten Karten bezahlt. Die Daten dieser Kreditkarten sollen die Männer in den USA und Europa gestohlen haben.
• • •
15-02-10 - Granate explodierte, Bombe rechtzeitig entdeckt
Nach der Explosion einer Granate und dem Auffinden einer größeren Menge Sprengstoff haben Polizei und Militär ihre Sicherheitsvorkehrungen in Bangkok verstärkt. Am Samstag war eine M79-Granate etwa 50 Meter vom Regierungssitz auf dem Gelände einer Universität explodiert. Drei Autos wurden beschädigt. Am Sonntag fand der Sicherheitsdienst des Obersten Gerichts eine Plastiktüte. Darin befanden sich 1,3 Kilogramm Sprengstoff. Die Bombe wurde umgehend entschärft. Sie hätte nach Einschätzung von Experten in einem Umkreis von 250 Metern verheerende Auswirkungen gehabt, hätte Menschen getötet und in unmittelbarer Nähe Gebäude einstürzen lassen. Das Oberste Gericht entscheidet am 26. Februar über das vor Jahren eingefrorene Vermögen der Shinawatra-Familie in Höhe von 76 Milliarden Baht. Vor diesem Hintergrund sind die Explosion und der Sprengstoff-Fund zu sehen.
• • •
15-02-10 - Neuer Dating-Weltrekord
Das Endergebnis wird zwar erst in einigen Tagen vorliegen. Aber schon jetzt stellen die Organisatoren fest: Die etwa 1.000 Teilnehmer am Speed-Dating-Fest haben einen neuen Weltrekord aufgestellt. Somit wird Pattaya einmal mehr einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhalten. Thais und Ausländer, Jung und alt saßen am letzten Samstag an langen Tischen im Erdgeschoß des Einkaufszentrums Royal Garden Plaza. Frauen und Männer lernten sich jeweils in drei Minuten kennen, dokumentierten ihr Date und wechselten dann zum nächsten Ansprechpartner. Den alten Weltrekord hatte das Dating Cafe GmbH am 1. November 2008 in Hamburg aufgestellt. Damals schafften 252 Singles in dreieinhalb Stunden 15.840 Dates.
• • •
15-02-10 - Polizei jagt Kriminelle und Bettler
Eine Spezialeinheit der Polizei will ab heute Pattaya von Bettlern, gesuchten Straftätern und illegal arbeitenden Ausländern säubern. Die Beamten werden Baustellen, Condos, Gästehäuser und Serviced-Apartments aufsuchen. Wer mit „Overstay“, also ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung, erwischt wird, bei der Arbeit keine Arbeitsgenehmigung vorweisen kann, in seinem Heimatland oder in Thailand steckbrieflich gesucht wird, landet in Haft. Die Frauen und Männer kommen in Thailand vor Gericht oder werden umgehend abgeschoben.
• • •
16-02-10 - Regierung für internationale Flüge ab Don Mueang
Der 94 Jahre alte Bangkoker Flughafen Don Mueang soll von einem privaten Unternehmen betrieben und für internationale Flüge freigegeben werden. Dieses Ziel der Regierung hat Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva nach einem Gespräch mit dem Transport- und Finanzminister mitgeteilt. Die Minister sind der Auffassung, dass bestehende Infrastrukturen, also auch Don Mueang, genutzt werden sollen. Derzeit starten und landen auf dem alten Bangkoker Airport nur Maschinen der beiden Billigairlines Nok Air und One-Two-Go. Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA) hat sich mehrfach gegen zwei internationale Flughäfen in Bangkok ausgesprochen. Für die Fluggesellschaften würden zwei Airports Mehrkosten bedeuten, und die Passagiere müssten für Anschlussflüge weite Wege und zusätzliche Ausgaben in Kauf nehmen.
• • •
16-02-10 - Tödlicher Sturz beim Polo-Turnier
Der Interims-Präsident der Federation of International Polo (FIP), James W. Ashton, erlag seinen schweren Verletzungen in einem Krankenhaus in Pattaya. Der 60-jährige Australier hatte im Polo Escape Resort an dem Wohltätigkeitsturnier eines örtlichen Rotary-Clubs teilgenommen. Seit Pferd stolperte ohne Fremdeinwirkung aus vollem Lauf, und der Reiter stürzte zu Boden. Das Turnier war eine von verschiedenen Stationen, die Ashton auf seiner Südostasien-Rundreise besucht hatte. Ashton war einer der verdienstvollsten Offiziellen im Weltpoloverband. Als einziger Spieler hat er an zwei FIP Weltmeisterschaften für Australien teilgenommen.
• • •
16-02-10 - Homo-Ehe soll Gesetz werden
Spätestens Ende März will die Gay Political Group einen Gesetzentwurf für gleichgeschlechtliche Ehen vorlegen. Es soll Schwulen und Lesben eine amtliche Eheschließung auf dem Standesamt ermöglichen. Ein Sprecher der Gruppe sagte, homosexuelle Partner sollten die gleichen Rechte und Pflichten haben wie heterosexuelle Ehepaare. Einen wichtigen Sieg hatten Homosexuelle erst kürzlich in Chiang Mai errungen. Chiang Mais Gouverneur hatte gleichgeschlechtlichen Partnern wegen ihres Outfits die Teilnahme an einer Parade zum jährlichen Blumenfest untersagt. Das Verwaltungsgericht hob das Verbot mit der Begründung auf, es verstoße gegen die Verfassung.
• • •
16-02-10 - Gewalt an Schulen und gegen Lehrer nimmt zu
Eine Studie der Vereinten Nationen bescheinigt Thailand eine dramatische Zunahme bei Gewalt an Schulen. Nach einer aktuellen Untersuchung der UNESCO nimmt das Königreich bei Angriffen auf Schulen, Lehrer und Schüler weltweit einen vorderen Platz ein. Thailand teilt sich die hinteren Plätze mit Afghanistan, Kolumbien, Irak, Nepal, Palästina und Zimbabwe. In Thailand ist besonders der Süden betroffen. In den vorwiegend von Muslimen bewohnten Provinzen zünden Aufständische Schulen an, sie legen Bomben und töten Lehrer, weil Pädagogen den Staat repräsentieren.
• • •
17-02-10 - Immigration greift hart durch
Pattayas Immigration hat dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Sanan Khajonprasat und dem amtierenden Polizeichef General Prateep bei deren Kurzbesuch im Touristenzentrum Kinder, Frauen und Männer präsentiert. Sie zählen zu den 684 in den letzten Tagen festgenommenen Thais und Ausländern. Die meisten Ausländer hielten sich in Thailand illegal auf. Beim vorletzten Einsatz gegen Kriminelle hatte die Immigration-Polizei im Januar über 500 Menschen geschnappt. Pattayas Einwanderungsbehörde hat ein hartes Durchgreifen gegen Ausländer ohne Aufenthaltsgenehmigung sowie gegen illegal betriebene Bars und gegen die Beschäftigung von Minderjährigen im Sexgewerbe angekündigt.
• • •
17-02-10 - Landwirte nehmen Tausende Tauben auf
Mitglieder der Reisetaubenvereinigung sowie Helfer des Dusit-Zoos haben auf Bangkoks Platz Sanam Luang mit dem Einfangen der Tauben begonnen. Tausende dieser Vögel müssen umquartiert werden, weil der zentrale Platz gegenüber dem Großen Palast umgebaut und verschönert wird. Landwirte in zehn Provinzen haben sich bereiterklärt, die Tauben aufzunehmen und zu füttern. Die Farmer wollen die Tiere züchten und deren Eier an Restaurants verkaufen. Doch zunächst kommen die Tauben eine Woche in Quarantäne. Tierärzte schauen nach Parasiten und Krankheitserregern wie die Vogelgrippe. Der ursprüngliche Plan, die Vögel in der Provinz Ratchaburi unterzubringen, scheiterte am heftigen Widerstand der Einwohner.
• • •
18-02-10 - Santika-Inferno: Sieben Personen angeklagt
Mehr als ein Jahr nach dem Großbrand im Bangkoker Pub Santika mit 66 Toten und mehreren hundert Verletzten hat die Staatsanwaltschaft gegen sieben Personen Klagen erhoben. Darunter sind mehrere Manager des Entertainment-Betriebs, der Lead-Sänger der Club-Band, der das Innenfeuerwerk gestartet haben soll, sowie ein Mitarbeiter des für die Spezialeffekte verantwortlichen Unternehmens Focus Light System. Alle sieben Personen sollen wegen fahrlässiger Tötung und leichtsinnigen Verhaltens vor Gericht gestellt werden. Ihnen drohen Haftstrafen bis zu zehn Jahre. Das Feuer brach in dem überfüllten Pub in den ersten Minuten des neuen Jahres 2009 aus. Die Flammen breiteten sich so schnell aus, dass die Gäste nicht oder nicht rechtzeitig ins Freie gelangen konnten.
• • • 18-02-10 - Furcht vor gewaltsamen Ausschreitungen
Sechs Länder haben in Erwartung von Demonstrationen mit möglichen Ausschreitungen für Thailand-Urlauber Reisewarnungen ausgesprochen. Es sind neben Deutschland England, Frankreich, Italien, Belgien und Australien. Touristen sind aufgefordert, in den nächsten Wochen Menschenansammlungen tunlichst zu meiden. Das gilt besonders für Bangkok, weniger für Urlaubsorte wir Phuket oder Koh Samui. Das Tourismusministerium hat für den Januar mit 1,58 Millionen ausländischen Urlaubern im Jahresvergleich ein Plus von über 24 Prozent gemeldet. Vor einem Jahr erlitt die Tourismusbranche stark an den Folgen der Airport-Schließungen. Tourismusminister Chumpol Silpa-archa meldet für die kommenden Wochen und Monate steigende Buchungszahlen, weiß aber auch, dass gewaltsame Demonstrationen alle Prognosen zunichte machen werden.
• • •
18-02-10 - Russischer Waffenhändler bleibt in Haft
Viktor Bout bleibt in Haft. Ein Berufungsgericht hat den Antrag des russischen Waffenhändlers, ihn gegen Kaution freizulassen, abgewiesen. Bout war im März 2008 in einem Luxushotel in Bangkok festgenommen worden. Ein amerikanischer Agent hatte ihm einen Deal mit kolumbianischen Rebellen vorgeschlagen. Der Russe willigte in den Waffenhandel ein. Seitdem betreibt die USA Bouts Auslieferung. Im August letzten Jahres hatte ein Bangkoker Kriminalgericht entschieden, der Inhaftierte dürfe nicht ausgeliefert werden. Gegen dieses Urteil hat die Regierung Revision eingelegt.
• • • 18-02-10 - Schweizer der Pädophilie verdächtigt
Ein Schweizer Ex-Banker muss sich in Chiang Mai vor Gericht wegen Pädophilie verantworten. Der Mann war im November bei einer Polizeirazzia in einem Hotelzimmer in Chiang Mai mit einem minderjährigen Jungen in flagranti ertappt worden. Jetzt hat er ein Geständnis abgelegt. Dem 55-Jährigen drohen bis zu 20 Jahre Haft. Das Urteil wird im März erwartet. Mit dem Geständnis steigt allerdings die Chance, dass die Strafe milder ausfällt als die 20 Jahre Haft, die maximal im Strafrecht vorgegeben sind.
• • •
19-02-10 - THAI will Mehrheit an der Nok Air
Die Thai Airways International (THAI) wird ihre Beteiligung an der Billigairline Nok Air von jetzt 39 Prozent in mehreren Schritten auf 60 Prozent erhöhen. Die Staatslinie will die Mehrheit bei Nok, sie kontrollieren und ihr die verlustbringenden Inlandsstrecken überlassen. Derzeit fliegt die THAI bei neun der zwölf Inlandsrouten rote Zahlen ein. Zu den drei Zielen Phitsanulok, Ubon Ratchathani und Mae Hong Son, die ab Ende des Monats von der Nok Air angeflogen werden, sollen Chiang Rai, Khon Kaen, Krabi, Surat Thani und Hat Yai hinzukommen.
• • •
19-02-10 - Künstlicher Regen hilft Landwirten
Seit Anfang der Woche sind die staatlichen Regenmacher wieder in der Luft. Auf fünf Flughäfen starten Maschinen und bringen mit Chemikalien künstliche Niederschläge, der von Landwirten sehnlich erwartet wird. Das Landwirtschaftsministerium hat 60 Provinzen zu Überwachungszonen erklärt: 18 im Nordosten, 15 im Norden, 14 im Süden, 7 im Osten und 6 in Zentralthailand. Dort leiden Bevölkerung und Landwirtschaft besonders unter der derzeitigen Trockenheit. In einigen Gebieten hat es seit Monaten nicht mehr geregnet, und die Wasserreservoire und Flüsse führen zu wenig Wasser, um die Landwirte ausreichend zu versorgen.
• • •
19-02-10 - Drogentäter kommen in Militärlager
Die Regierung will 150.000 festgenommene Drogenstraftäter in Rehabilitationszentren und Ausbildungscamps der Armee schicken. Das wäre die Hälfte der derzeit landesweit 300.000 registrierten Frauen und Männer. Die meisten sind jung und keine Dealer, sondern Konsumenten. Von der Einweisung erhoffen sich die Behörden, dass die Straftäter sich besinnen und später nicht rückfällig werden. Sollten sie sich einer Rehabilitation verweigern, werden sie vor Gericht gestellt und zu Haftstrafen verurteilt, drohen die Behörden.
• • •
19-02-10 - Zwölf Passanten bei Bombenexplosion verletzt
Bei einer Bombenexplosion in der südlichen Provinz Pattani wurden zwölf Passanten verletzt. Die Bombe hatten vermutlich Aufständische in einem Motorrad versteckt und dieses vor dem Zentralgefängnis abgestellt. Als die alarmierte Polizei sich der Unglücksstelle näherte, entdeckten die Beamten eine weitere Bombe. Sie wurde mit Schüssen zur Explosion gebracht. Die Polizeiführung vermutet, dass die zweite Bombe Uniformierte treffen sollte.
• • •
22-02-10 - Immigration fahndet nach Straftätern
Die Immigration will gegen den schlechten Ruf Thailands als „Paradies für Straftäter“ angehen. Die Einwanderungsbehörde schafft mit dem National Criminal Centre in Bangkok an der Soi Suan Phlu eine Anlaufstelle für Polizeibehörden weltweit. Ob das amerikanische FBI, Interpol oder das deutsche Bundeskriminalamt – die Personalien der von diesen Behörden gesuchten Kriminellen werden von der Immigration mit den vorliegenden Daten über Einreise und Aufenthalt abgeglichen. Wie die Immigration berichtet, sollen sich 1.000 Ausländer in Thailand aufhalten, die per Haftbefehl lokaler Gerichte gesucht werden. Jagd auf Straftäter und illegal im Lande lebende Frauen und Männer wird die Polizei besonders in den Touristenzentren Pattaya, Chiang Mai, Koh Samui und Phuket machen. Die Immigration hofft, über ihre Einsätze Menschenhandel, Raubüberfälle, Terrorismus und Drogenhandel einzudämmen.
• • •
22-02-10 - Lkw-Fahrer protestieren gegen Erpressung
Mehrere hundert Lkw-Fahrer wollen heute ihre Wagen entlang dem Highway Bang Na-Trat zwischen Bangkok und Chonburi abstellen und so eine Fahrzeug-Kette bilden. Der Protest richtet sich gegen die zunehmende Korruption bei der Highway-Polizei. Ein Sprecher der Thai Logistic Services Provider Federation sagte, die Beamten würden immer öfter die Hand aufhalten und die Lkw-Fahrer mit fadenscheinigen Begründungen wie Lkw-Überladung regelrecht erpressen. Bei Fahrten von Bangkok nach Rayong läge das Handgeld bei bis zu 5.000 Baht, bei längeren Strecken forderten Polizisten bis zu 10.000 Baht. Die Federation, die über 10.000 Lkw-Fahrer vertritt, fordert ein schnelles Eingreifen der Regierung.
• • •
22-02-10 - Tierhändlerin starb an Tollwut
Nachdem die Besitzerin einer Tierhandlung auf dem Chatuchak-Markt im Norden Bangkoks an Tollwut gestorben ist, hat die Stadtverwaltung alle Kunden des Take Care Per Shop aufgerufen, die dort erworbenen Hunde umgehend untersuchen und gegen Tollwut impfen zu lassen. Die meisten der abgegebenen Vierbeiner waren so jung, dass sie noch keine Schutzimpfung erhalten konnten. Die verstorbene Frau ist Mitarbeiterin des Gesundheitsministeriums und soll von einem drei Jahre alten, tollwutinfizierten Rottweiler gebissen worden sein. Wenig später starben im Haus der Frau der Rottweiler und acht weitere Hunde. Die Stadtverwaltung schließt nicht aus, dass die Hunde der Tierhändlerin mit einem wirkungslosen Mittel gegen Tollwut geimpft wurden. Die Behörden stellen 400.000 Dosen Impfstoff bereit. Besitzer von Hunden und Katzen können ihre Haustiere in den nächsten Wochen an mehreren Standorten kostenlos impfen lassen.
• • •
23-02-10 - Premier warnt vor Panikmache und Hysterie
Fast die Hälfte der bei einer Meinungsumfrage von Abac Poll in Bangkok und angrenzenden Provinzen interviewten Frauen und Männer erwarten ab kommenden Freitag Chaos und gewaltsame Ausschreitungen. Am 26. Februar wird das Oberste Gericht sein Urteil über das vor Jahren eingefrorene Vermögen des gestürzten Premiers Thaksin Shinawatra und seiner Familie in Höhe von 76 Milliarden Baht bekannt geben. Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat die Bevölkerung eindringlich vor Panikmache und Hysterie gewarnt. „Radikale Elemente, die vor oder nach der Urteilsverkündung Gewalt anwenden, müssen mit einem sofortigen Eingreifen von Polizei oder Militär rechnen“, sagte der Premier. Vor dem kommenden Freitag wächst die Nervosität bei Politikern und den für die Sicherheit verantwortlichen Offizieren. Zumal der ins Ausland geflüchtete Thaksin Shinawatra nach der Urteilsverkündung eine ausführliche Erklärung angekündigt hat. Derweil kocht die Gerüchteküche: Bangkoker sollen sich in Supermärkten mit Waren des täglichen Bedarfs eingedeckt haben, fünf Richtern des Obersten Gerichts sollen jeweils eine Milliarde Baht angeboten worden sein, und Thaksin habe seinen Anhängern in der „United Front of Democracy against Dictatatorship“ (UDD) eine Milliarde Baht für weitere Aktivitäten überwiesen.
• • •
23-02-10 - Suvarnabhumi nur auf Platz 24
Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi nimmt auf der aktuellen Rangliste des Airports Council International (ACI) mit Sitz in Genf den 24. Platz ein. Im Jahr 2008 lag der Airport noch auf Rang 38 und in 2007 auf dem 48. Platz. Dennoch ist der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) mit der besseren Platzierung nicht zufrieden. AoT peilt einen Platz unter den Top-Ten an und sucht jetzt Rat bei Experten. Sie sollen Vorschläge zur Aufwertung von Suvarnabhumi unterbreiten. ACI hat im Vorjahr weltweit 140 Flughäfen untersucht und bewertet. Den ersten Platz auf der Rangliste nimmt der Incheon Airport in Südkorea ein, dann folgen Singapur, Hong Kong, Peking und Hyderabad (Indien).
• • •
23-02-10 - Mehr Passagiere garantieren geringere Landegebühr
Über geringere Landegebühren hofft der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) mehr Passagiere nach Thailand zu bringen und den Tourismus zu fördern. AoT hat bereits mit zehn Fluggesellschaften Verträge abgeschlossen. Sie beinhalten: Wenn die Airlines mehr Fluggäste für das Ziel Suvarnabhumi begeistern, sinken die Landegebühren um bis zu 30 Prozent. Der Rabatt wird gestaffelt nach der Zahl der Passagiere in 2009 und 2010 gewährt. Vertragspartner sind bislang neben der Thai Airways International die Thai AirAsia, Cathay Pacific, China Airlines, Emirates und Singapore Airlines. AoT hofft, dass weitere der 70 internationalen Gesellschaften von dem Angebot Gebrauch machen. In diesem Jahr werden auf Bangkoks internationalem Flughafen Suvarnabhumi 42 Millionen Fluggäste erwartet gegenüber 40,5 Millionen im Vorjahr.
• • •
23-02-10 - Dubai soll Thaksins Aktivitäten verfolgen
Das Außenministerium hat die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) gebeten, in den kommenden Wochen die Aktivitäten des in Dubai lebenden Ex-Premiers Thaksin Shinawatra aufmerksam zu verfolgen. Sollte der gestürzte Premier Dubai für Angriffe auf die Regierung in Bangkok nutzen, zu Gewalt aufrufen und das Land in ein Chaos stürzen wollen, erwartet die thailändische Regierung, dass Thaksin Shinawatra ausgeliefert wird. Das hat der stellvertretende Außenminister Panich Vikitsreth dem UAE-Botschafter in Bangkok in einem 40minütigen Gespräch mitgeteilt.
• • •
24-02-10 - Im Vorjahr urlaubten über 14 Millionen Ausländer
So schlecht, wie vor einem Jahr befürchtet, verlief die Urlaubersaison im Vorjahr nicht. Thailand zählte 14,16 Millionen ausländische Besucher. Das war gegenüber 2008 ein Rückgang um nur 3,1 Prozent. Die Prognosen gingen von Minus 10 und mehr Prozent aus. Wegen des neuerlichen Touristenbooms und der Zunahme beim Export und beim privaten Verbrauch sowie des staatlichen Konjunkturprogramms rechnet das National Economic and Social Development Board in diesem Jahr beim Bruttoinlandsprodukt mit einem Wachstum von 4 Prozent. Wenige Monate zuvor hatten staatliche Agenturen 2,8 bis 3,2 Prozent vorausgesagt.
• • •
24-02-10 - Thailand will die Weltausstellung 2020
Thailand hält an dem Plan fest, sich für die Weltausstellung im Jahr 2020 zu bewerben. Das Thailand Convention & Exhibition Bureau (TCEB) beruft sich auf die Unterstützung lokaler Unternehmen und verweist auf die langjährige Erfahrung bei Ausrichtung von bedeutenden Kongressen und Messen. Mit Bangkok bewerben sich zehn weitere Städte um die World Expo 2020: Brisbane, Kopenhagen, Dubai, Manila, San Francisco, New York, Houston, Montreal, Rio de Janeiro und Sao Paolo. Das TCEB ist sich bewusst, dass Thailand Milliarden in eine verbesserte Infrastruktur investieren muss, die Kosten für die Bewerbung bei 500 Millionen Baht liegen werden und innenpolitische Auseinandersetzungen alle Pläne zunichte machen können.
• • •
24-02-10 - Krankenhäuser in Alarmbereitschaft versetzt
Gesundheitsminister Jurin Laksanawisit hat die staatlichen Gesundheitsdienste und Krankenhäuser vorsorglich in Alarmbereitschaft versetzt. Sollte es nach dem Urteil über das eingefrorene Vermögen der Shinawatra-Familie am kommenden Freitag zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen, müssen Ärzte und Pflegepersonal in ausreichender Zahl bereitstehen. Über Bangkoks Stadtverwaltung hat das Ministerium auch das Erawan-Zentrum für medizinische Notfälle alarmiert. Dem National Institute of Emergency Medical Services liegt ein Dreistufenplan vor, wie Verletzten auf schnellstem Weg geholfen werden kann.
• • •
25-02-10 - Richter entscheiden über Thaksin-Vermögen
Freitag ist D-day, der Tag X, an dem sich die Zukunft des Landes entscheiden kann, an dem neun Richter die Spaltung der Nation zementieren können. Das Oberste Gericht verkündet in Bangkok ab 13 Uhr sein Urteil zur Beschlagnahme des Vermögens von Thaksin Shinawatra und dessen Familie. Nach dem Militärputsch im Jahr 2006 waren auf verschiedenen Konten von Thaksin und dessen Familie 76 Milliarden Baht eingefroren worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem ins Ausland geflüchteten Ex-Premier vor, sein Vermögen in der Regierungszeit von 2001 bis 2006 mit zweifelhaften, illegalen, also korrupten Geschäften angehäuft zu haben.
Der vorwiegend in Dubai residierende Thaksin, inzwischen Wirtschaftsberater der kambodschanischen Regierung, weist alle Schuldvorwürfe zurück. Das amerikanische Magazin „Forbes“ habe ihm bereits vor seiner Wahl zum Ministerpräsidenten im Jahr 2001 über 60 Milliarden Baht zugestanden. Er habe sich während seiner Amtszeit nicht bereichert, ein Großteil des Vermögens und die Aktien seines Telekommunikationskonzerns Shin seien im Besitz seiner Familie gewesen. Thaksin fühlt sich von der Regierung und der Justiz ungerecht behandelt und droht unverhohlen: Eine Beschlagnahme der 76 Milliarden Baht werde er nicht hinnehmen, er werde den Internationalen Gerichtshof anrufen. Solange er nicht gerecht behandelt werde, werde sein Kampf weitergehen.
Nach Medienberichten soll Thaksin bei einem Sieg vor Gericht jedem Anhänger 100.000 Baht versprochen haben. Unklar bleibt, welche Anhänger und in welcher Zahl der vor Jahren wegen Machtmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilte Milliardär meint.
Die Richter des Supreme Court`s Criminal Division for Holders of Political Positions entscheiden, ob die überwiegend aus dem Verkauf der Shin Corp an eine staatliche Holding in Singapur stammenden 76 Milliarden Baht, plus aufgelaufener Zinsen, dem Finanzministerium und damit dem Staat zufallen, oder für die Familie Shinawatra freigegeben werden.
Sollte das Gericht eine Verfehlung des Ex-Premiers während seiner Amtszeit erkennen, muss Taksin Shinawatra mit einem weiteren Prozess vor einem Kriminalgericht rechnen.
Unberührt bleibt vom Richterspruch die Entscheidung der Finanzverwaltung, dass die beiden Kinder Thaksins, Sohn Panthongtae und Tochter Pinthongta, Steuern in Höhe von 12 Milliarden Baht nachzahlen müssen. Beide hatten ein großes Aktienpaket des Shin-Konzerns erworben und umgehend an die Temasek Holdings in Singapur verkauft. Dabei hatten die Shinawatra-Kinder einen Gewinn in Höhe von 15,8 Milliarden Baht eingestrichen.
Nicht nur für Bangkok, sondern für zahlreiche Provinzen, hat die Regierung bereits in der Vorwoche die höchste Sicherheitsstufe angeordnet. Tausende Sicherheitskräfte sind in diesen Tagen in Bangkok im Einsatz, Zehntausende stehen landesweit in Bereitschaft. Der außerparlamentarischen Opposition, der „United Front of Democracy against Dictatatorship“ (UDD), wurde das Demonstrieren allerdings nicht untersagt. Sollten die Thaksin-Anhänger, die „Rothemden“, Gewalt anwenden, würden Polizei und Militär umgehend eingreifen, sagte ein Regierungssprecher. Die UDD will nach Angaben ihrer Anführer am morgigen Freitag nicht demonstrieren. Dennoch werden vor dem Gerichtsgebäude protestierende Frauen und Männer erwartet.
• • •
25-02-10 - Wanderarbeiter Opfer von Mord und Erpressung
Human Rights Watch wirft der Regierung Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung gegen Wanderarbeiter und deren Familien vor. Der 124-seitige Bericht der Menschenrechtsorganisation „From the Tiger to the Crocodile: Abuse of Migrant Workers in Thailand” basiert auf 82 Interviews mit Migranten aus den angrenzenden Ländern Burma, Kambodscha und Laos. Beschrieben werden schwere und weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen an Wanderarbeitern wie Mord, Folter in Gefängnissen, Erpressung, sexueller Missbrauch sowie die Verletzung von Arbeiterrechten durch Menschenhandel, Zwangsarbeit und Einschränkung der Vereinigungsfreiheit. „Wanderarbeiter leisten einen wichtigen Beitrag zur thailändischen Wirtschaft, aber erhalten nur wenig Schutz vor Missbrauch und Ausbeutung“, sagt Brad Adams, Leiter der Asien-Abteilung von Human Rights Watch. „Menschen aus Burma, Kambodscha und Laos leiden schrecklich unter der Willkür von korrupten Beamten und Polizisten, skrupellosen Arbeitgebern und gewalttätigen Verbrechern, die Migranten ohne Angst vor Konsequenzen missbrauchen können.“ Human Rights Watch fordert die thailändische Regierung auf, eine unabhängige und unparteiische Kommission aufzustellen, die Ermittlungen zu den Vorwürfen über Missbräuche an Migranten durch die Polizei und andere Behörden durchführen soll.
• • •
26-02-10 - Historisches Hoch bei Zahl der Fluggäste
Für den Monat Januar meldet Airports of Thailand (AoT) bei der Zahl der Fluggäste ein Allzeithoch. Die von AoT betriebenen sechs Flughäfen registrierten im ersten Monat 5,47 Millionen Passagiere, im Jahresvergleich ein Plus von über 22 Prozent. Bei den internationalen Fluggästen gab`s eine Steigerung um 25,1 Prozent, auf den Inlandsstrecken waren es 18,7 Prozent. Die sechs Flughäfen der AoT (Suvarnabhumi und Don Mueang in Bangkok, Chiang Mai, Chiang Rai, Hat Yai und Phuket) verzeichneten im Vorjahr mit 52,93 Millionen Fluggästen im Jahresvergleich einen Rückgang von nur 0,87 Prozent.
• • • 26-02-10 - UDD erwartet eine Million Demonstranten
Unabhängig vom Ausgang des heutigen Gerichtsverfahrens über das Vermögen des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und seiner Familie ruft die außerparlamentarische Opposition „United Front for Democracy against Dictatorship“ (UDD) zu einer Großdemonstration auf. Sie soll am 12. März beginnen und zwei Tage dauern. Zur Abschlusskundgebung am 14. März auf dem Platz Sanam Luang erwartet die UDD eine Million Thaksin-Anhänger aus allen Teilen des Landes. Sie sollen in 100.000 Pick-ups und Bussen nach Bangkok gebracht werden. Sollte die Regierung die Konvois stoppen, drohen die Anführer der UDD damit, die Highways zu besetzen und den Verkehr landesweit zum Erliegen zu bringen. Mit ihrem Protest wollen die „Rothemden“ die Regierung zum Rücktritt zwingen.
• • • 26-02-10 - Gefälschte Waren in Eisenbahnwaggons
In einem Zug haben Behörden über 1.000 kopierte Waren im Verkaufswert von mehr als einer Million Baht gefunden. 50 Polizisten und Soldaten stürmten den Zug Nr. 448 von Sungai Kolok nach Surat Thani in einem Bahnhof der Provinz Narathiwat. Die Produktfälschungen waren in mehreren Waggons in Waren wie Zucker, Tee, Kaffee, Schokolade, Kondensmilch, Windeln, Mehl und Palm-Öl versteckt. Fahrgäste der Züge auf dieser Strecke hatten die Behörden auf Schmuggler aufmerksam gemacht.
• • • 26-02-10 - 20 Verletzte bei Zugunglück in Songkhla
Die Serie der Eisenbahnunglücke reißt nicht ab. Am Donnerstagmorgen entgleiste ein Zug in der südlichen Provinz Songkhla. Die Lokomotive und ein Waggon stürzten um. 20 Menschen erlitten Verletzungen. Fünf Fahrgäste mussten schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden, darunter befand sich eine schwangere Frau. Erst am letzten Dienstag war ein Zug der staatlichen Eisenbahngesellschaft in Phattalung entgleist. In den letzten Monaten hat es bei Eisenbahnunglücken viele Tote und noch mehr Verletzte gegeben. Als Ursache melden Behörden menschliches Versagen und den schlechten Zustand des Schienenstrangs.
• • •
27-02-10 - Thaksin schuldig gesprochen
Das Oberste Gericht hat seinen Spruch über das Vermögen der Shinawatra-Familie gefällt: 46 Milliarden Baht des eingefrorenen Vermögens in Höhe von 76,6 Milliarden Baht werden konfisziert und fallen dem Staat zu, 30 Milliarden Baht werden an die Konteninhaber zurückgegeben. Die Richter entschieden, dass das Assets Examination Committee (AEC) berechtigt war, den ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra wegen seines ungewöhnlichen Reichtums strafrechtlich zu verfolgen. Und dass Thaksin seine Macht missbraucht und den von ihm gegründeten Telekommunikationskonzern Shin massiv begünstigt hat. Während Shin hohe Gewinne machte, erlitten staatliche Unternehmen Einbußen in Milliardenhöhe. Nach dem Urteil des Gerichts muss Thaksin jetzt mit mehreren Strafverfahren wegen Machtmissbrauchs und Korruption rechen. Der Milliardär war in 2006 durch einen Militärputsch aus dem Amt gejagt worden und lebt seit 2008 im Exil. Thaksin ist nicht der erste führende Politiker des Landes, dessen Vermögen vom Staat konfisziert wird. Bereits viermal seit dem Ende der absoluten Monarchie 1932 wurden Regierungschefs und Minister wegen unrechtmäßiger Bereicherung im Amt verurteilt. In einem Fall musste das Geld später wegen Verfahrensfehlern zurückgegeben werden. Vertreter der Wirtschaft verfolgen aufmerksam, welche Auswirkungen der Urteilsspruch des Supreme Court`s Criminal Division for Holders of Political Positions hat. Sollte es in den nächsten Tagen zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen, hätte das dramatische Auswirkungen auf ausländische Investitionen, auf den privaten Konsum und den wiederbelebten Tourismus.
• • •
27-02-10 - THAI fliegt wieder Gewinne ein
Thailands Staatslinie Thai Airways International (THAI) hat im Vorjahr wieder schwarze Zahlen eingeflogen. Die Geschäftsführung meldet für 2009 Einnahmen in Höhe von 163,9 Milliarden Baht und einen Gewinn von 7,34 Milliarden Baht. Ein Jahr zuvor verzeichnete THAI mit einem Defizit von 21,4 Milliarden Baht den ersten Verlust in ihrer langen Geschichte.
• • •
|