Für den Airport Rail Link sucht die staatliche Eisenbahngesellschaft einen privaten Betreiber. Die Schnellstrecke zwischen der Bangkoker City und dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi sollte von einer Tochtergesellschaft der State Railway of Thailand (SRT) gemanagt werden. Doch die SRT sieht sich ausserstande, bis zur Eröffnung der Route am 12. August kommenden Jahres eine Betreibergesellschaft zu gründen. Der Airport Rail Link geht von Makkasan über 28 Kilometer zum Airport und soll Anfang kommenden Jahres getestet werden.
• • •
04.11.08 - Preise für Ratten und Schlangen ziehen an
Die steigende Nachfrage nach Ratten- und Schlangenfleisch hat die Preise ansteigen lassen. Sala Prompim hat seit zehn Jahren einen Verkaufsstand an einem Highway in Suphan Buri und spürt die Folgen der schwächelnden Konjuntur nicht. Im Gegenteil, die Zahl seiner Kunden hat zugenommen. Das Kilo gebratenes Rattenfleisch gibt er inzwischen für 160 Baht ab, eine lebende Schlange kostet 500 bis 600 Baht. Zum Vergleich: Für ein Kilo Schweinefleisch müssen bis zu 90 Baht gezahlt werden. Für die Freunde einer exotischen Mahlzeit werden Ratten und Kobras auf Reisfeldern gefangen. Es sind keine Hausratten.
06.11.08 - Gefährliche Quallen in thailändischen Gewässern
Das Marine and Coastal Resources Department hat alle Küstenprovinzen aufgefordert, Badegäste vor einer gefährlichen Qualle zu warnen. In tropischen Gewässern verbreitet der Box Jellyfish (Chironex fleckeri) mehr Angst und Schrecken als Haie. Der auch als Würfelqualle bekannte Meeresbewohner ist im Wasser fast nicht zu erkennen und gilt als eines der giftigsten Lebewesen der Welt. Das Gift wirkt sehr schnell, die Schmerzen sind qualvoll und unerträglich. In schlimmen Fällen von grossflächigen Berührungen kann das Opfer innerhalb von fünf Minuten sterben. Sollte ein Schwimmer mit dem Box Jellyfish in Berührung kommen, heisst es schnell zu handeln. Betroffene Hautpartien müssen umgehend mit Essig getränkt werden. Die schwache Säure des Essigs deaktiviert die Nesselzellen, und es wird durch die noch haftenden Tentakel kein weiteres Gift in den Körper gepumpt. Danach muss schnell ein Gegengift verabreicht werden. Die Qualle ist im Pazifik zu Hause, wurde aber jetzt vor der Insel Phi Phi gesichtet. In Thailand hat es bisher zwei Todesopfer gegeben. Im Jahr 2002 vor der Insel Phangan in der Provinz Surat Thani und im April letzten Jahres vor der Koh Mak in der östlichen Provinz Trat. Weitere Menschen erlitten Verletzungen in der Bucht Loh Sama der Phi-Phi-Insel.
06.11.08 - Nach Anschlägen Sicherheitsvorkehrungen verstärkt
Nach den Bombenanschlägen in der Provinz Narathiwat hat Ministerpräsident Somchai Wongsawat verstärkte Sicherheitsvorkehrungen angeordnet und die Polizei aufgerufen, bei vermehrten Strassensperren nach Waffen zu fahnden. Zudem sind bis auf weiteres alle Versammlungen und Konferenzen untersagt. Eine in einem Fahrzeug versteckte Bombe explodierte auf dem Parkplatz eines Marktes, als rund 300 Dorfvorsteher und deren Mitarbeiter nach einer Tagung zur ihren Fahrzeugen gingen. Wenige Minuten später ging eine zweite Bombe in einem vor einer Teestube abgestellten Motorrad hoch. Über 70 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Nach Angaben des Zentrums Deep South Watch der Universität Prince of Songkhla in Pattani hat es seit dem Ausbruch der Gewalt in den überwiegend von Muslimen bewohnten drei Provinzen Yala, Pattani und Narathiwat im Januar 2004 rund 3.200 Tote and 5.226 Verletzte gegeben.
06.11.08 - Fünf Tote bei Busunfall
Beim Unfall eines Reisebusses auf einem Highway in der Provinz Ubon Ratchathani sind Polizeiangaben zufolge fünf Personen getötet und 22 weitere verletzt worden. Der Bus sollte 30 Fahrgäste von Bangkok nach Ubon Ratchathani bringen. Anscheinend wollte der Fahrer einem anderen Wagen ausweichen. Dabei kam der Reisebus von der Fahrbahn ab. Die Polizei vermutet, dass der Fahrer am Lenkrad eingeschlafen war. Ums Leben kamen drei Schüler im Alter von 14 bzw. 15 Jahren, eine Frau und ein Mann.
• • •
07.11.08 - Erneuter „Krieg gegen Drogen“
Bei dem neuerlichen von Menschenrechtsorganisationen heftig kritisierten „Krieg gegen Drogen“ soll es keine Tausende Tote geben. Ministerpräsident Somchai Wongsawat erläuterte jetzt vor rund 500 Beamten im Army Club die Drogenpolitik der Regierung. Ihr gehe es mehr um Aufklärung und Vorbeugung denn um die Verfolgung unbedeutender Drogenhändler oder Konsumenten. Der Gebrauch von Rauschgift habe landesweit stark zugenommen, und deshalb habe die Regierung einen 90tägigen „Krieg gegen Drogen ausgerufen“. Den letzten „Krieg gegen Drogen“ hatte der ehemalige Premierminister Thaksin Shinawatra zu verantworten. Damals kamen im Jahr 2003 rund 2.500 Menschen ums Leben.
• • •
07.11.08 - Ein Abendessen für eine Million Dollar
Bangkoks Lebua Hotels & Resorts haben erneut zu einem kontroversen Abendessen eingeladen. Zehn Gäste dürfen mit drei berühmten Schauspielern aus Hollywood und Bollywood (Indien) im Restaurant Mezzaluan im State Tower an einem Tisch sitzen und ein exquisites Dinner geniessen. Dafür müssen sie eine Million Dollar zahlen – pro Person! Der Erlös des Abends kommt karitativen Organisationen zugute. Im Vorjahr hatte das Gala-Dinner erst 874.500 Baht gekostet. Anfang des Jahres waren 120 Gäste der Einladung zu einem von fünf führenden europäischen Köchen zubereiteten Menü mit umfangreichem Beiprogramm gefolgt. Sie hatten im Lebua 10,5 Millionen Baht gezahlt.
• • •
07.11.08 - Weitere Gespräche über Grenzstreit
Thailand und Kambodscha wollen am Montag und Dienstag nächster Woche einen neuen Anlauf nehmen, den Grenzstreit am Hindu-Tempel Preah Vihear beizulegen. Die Grenz-Kommission kommt in Siem Reap zusammen. Anschliessend wollen die Aussenminister beider Länder das Thema erörtern. Strittig ist ein 4,6 Quadratkilometer grosses Gelände am Tempel, das beide Seiten für sich beanspruchen.
• • •
07.11.08 - Vier Menschen ertranken bei Überflutungen
Vier Menschen sind beim neuerlichen Hochwasser in der Provinz Ayutthaya ums Leben gekommen. Unter den Toten ist auch ein Schüler, der mit Freunden im Wasser schwamm. Er wurde von einer starken Strömung mitgerissen und ertrank. Der über die Ufer getretene Fluss Lop Buri hat auch ein Elefanten-Camp überflutet. Die Dickhäuter, die Touristen am Historischen Park Ayutthayas transportieren, mussten zu einem anderen, höhere gelegenen Gelände gebracht werden. Die Behörden sagen weitere starke Regenfälle und Hochwasser für die Bewohner Ayutthayas, Ang Thongs und Sing Buris voraus. In der Provinz Sing Buri mussten mehrere Schulen geschlossen werden. Die Kinder und Jugendlichen konnten wegen Überflutungen ihre Schule nicht erreichen.
• • •
10.11.08 - Thaksins Auslieferung wird immer unwahrscheinlicher
Thailands Justiz wird es schwer fallen, die Auslieferung des vor kurzem wegen Machtmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilten ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra zu erreichen und ihn einzusperren. Denn England hat den vor über zwei Jahren mit einem unblutigen Militärputsch aus dem Amt gejagten Regierungschef zur unerwünschten Person erklärt. Thaksin Shinawatra und seiner Frau Potjaman wurden die Visa entzogen. Fluggesellschaften wurden per Email angehalten, beide nicht in Maschinen mit einem Ziel in Grossbritannien einsteigen zu lassen. Mit dem Entzug der Visa wurde deutlich, dass Grossbritannien dem Ehepaar kein politisches Asyl gewähren wird. Die Shinawatras waren vor Monaten vor der thailändischen Justiz nach London geflohen. Zurzeit soll sich der ehemalige Premierminister in China oder auf den Philippinen aufhalten. Es wird damit gerechnet, dass weitere Länder, vor allem Mitglieder des Commonwealth, Thaksin zur Persona non grata erklären werden. Dem Baht-Milliardär haben nach Medienberichten mehrere Länder, auch aus Afrika, eine Aufenthaltsgenehmigung angeboten. Die Bahamas sollen ihn bereits zum Ehrenbürger erklärt haben. Besteht zwischen dem Staat, der Thaksin aufnimmt, und dem Königreich kein Auslieferungsabkommen, kann eine Überstellung des in seinem Heimatland per Streckbrief gesuchten Politikers nur über einen Deal erreicht werden.
• • •
10.11.08 - Dreitägige Staatstrauer
Zu den Trauerfeierlichkeiten für die verstorbene Königliche Hoheit Prinzessin Galyani Vadhana vom 14. bis 19. November auf dem Platz Sanam Luang in Bangkok hat die Regierung eine dreitägige Staatstrauer verordnet. Vom 14. bis 16. November wird landesweit halbmast geflaggt, und die Bevölkerung soll Schwarz tragen. Die Fernsehstationen sollen der Trauer entsprechende Programme senden, die Entertainment-Betriebe ihre Aktivitäten einstellen bzw. schliessen. Die ältere Schwester des Königs erlag im Januar einem Krebsleiden.
• • •
10.11.08 - Busfahrgast krabbelt Kakerlake ins Ohr
Nachdem eine Küchenschabe einem schlafenden Busfahrgast ins Ohr gekrochen war und dem Mann starke Schmerzen bereitete, haben die Gesundheitsbehörden die Betreiber der Überlandbusse zu mehr Sauberkeit und Pflege der Fahrzeuge aufgerufen. Die Busse müssten ständig gesäubert, die Kissen ausgeschüttelt und Decken stets gewachsen werden. Ein 53-jähriger Thai befand sich in einem Reisebus auf der Fahrt von Khon Kaen nach Chiang Mai. Plötzlich wachte er auf, weil er ein Tier in seinem Gehörgang spürte. Der Fahrgast war voller Angst und hatte Schmerzen. Als er sein Ohr säuberte, sah er die Kakerlake. Später erstattete der Fahrgast gegen den Betreiber des Linienbusses Anzeige.
• • •
11.11.08 - Thaksin will erneut zu seinen Anhängern sprechen
Thaksin Shinawatra droht seinen politischen Gegnern. Der gestürzte Ministerpräsident kündigte während seines Aufenthalts in Peking ein längeres Telefongespräch zu seinen Anhängern im Norden des Landes an. Dann wolle er Namen nennen. Namen von Politikern und anderen Widersachern, „die ihn in die Ecke gedrängt hätten“. Am 1. November hatte der von den Militärs entmachtete ehemalige Regierungschef per Telefon zehn Minuten zu 80.000 in einem Bangkoker Stadion versammelten Regierungsanhängern gesprochen. Thaksin Shinawatra schwieg sich darüber aus, in welchem Land er und seine Frau Potjaman künftig leben wollen. Am letzten Wochenende hatte Grossbritannien die Visa des vor Monaten nach London geflüchteten Ehepaars für ungültig erklärt.
• • •
11.11.08 - Vogelgrippe in der Provinz Sukhothai
In Thailand ist erneut die Vogelgrippe ausgebrochen. Betroffen ist ein kleiner Bauernhof in der Provinz Sukhothai. Im Kadaver eines gestorbenen Huhns machten Mitarbeiter eines Labors den H5N1-Virus aus. Darauf wurden alle 17 Hühner gekeult. Der Hof wurde unter Quarantäne gestellt, Ärzte beobachten zwei Wochen lang 1.500 im Umfeld lebende Menschen. Den letzten Ausbruch der Vogelgrippe gab`s im Januar dieses Jahres in Nakhon Sawan und Phichit. Seit dem Jahr 2004 haben sich landesweit 25 Menschen mit dem gefährlichen Virus infiziert, davon starben 17.
• • •
11.11.08 - THAI senkt erneut Treibstoffzuschlag
Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats hat die Thai Airways International (THAI) ihren Treibstoffzuschlag auf den Auslandsstrecken um bis zu 30 Prozent gesenkt. Die Gebühr beträgt jetzt zwischen 25 und 175 US-Dollar. Der Zuschlag für Inlandsstrecken wurde um 50 Baht auf 700 Baht reduziert, ausgenommen ist die Verbindung Chiang Mai-Mae Hong Son mit 600 Baht.
• • •
11.11.08 - Absatz von Molkereiprodukten rückläufig
Acht Tonnen mit Melamin hergestellte Lebensmittel hat das Gesundheitsministerium in Ayutthaya verbrennen lassen. Das Milchpulver und aus Milch hergestellte Waren hatten Behörden bei Händlern und Importeuren sichergestellt. Verbraucher verzichten zurzeit auf Molkereiprodukte. Als Folge des Melamine-Skandals ging der Absatz um fast 30 Prozent zurück. Der Verkauf von Molkereiwaren bringt der Industrie im Jahr Einnahmen von 32,5 Milliarden Baht. In den letzten Wochen hat das National Food Institut (NFI) vermehrt Proben genommen. Auf verbotene Stoffe getestet werden Rohmaterialien, Milchprodukte sowie Backwaren. Das NFI kann täglich bis zu zehn Fabriken aufsuchen.
• • •
13.11.08 - Bangkoks Gouverneur der Korruption angeklagt
Wenige Wochen nach seiner Wiederwahl als Bangkoks Gouverneur tritt Apirak Kosayodhin von seinem Amt zurück. Damit zog der Politiker die Konsequenz aus einem Beschluss des Nationalen Anti-Korruptions-Ausschusses (NACC), das prominente Mitglied der Demokratischen Partei wegen Korruption anzuklagen. Apirak Kosayodhin soll mit weiteren Politikern und Verwaltungsbeamten im Skandal um die Beschaffung von 315 Löschfahrzeugen und 30 Löschbooten bei der österreichischen Firma Steyr verwickelt sein. Unter den Verdächtigen ist auch der kürzlich vom Verfassungsgericht des Amtes erhobene Ministerpräsident Samak Sundaravej. Dem Gouverneur wird vorgeworfen, bei der Krung Thai Bank für den Kauf eine Überweisung unterzeichnet und gegen den Paragraphen 157 des Criminal Code verstossen zu haben. Der Betrag soll über den vereinbarten Kaufpreis gelegen haben. Apirak Kosayodhin bestreitet jede Schuld und verweist darauf, dass Samak Sundaravej am letzten Tag seiner Amtszeit als Bangkoks Gouverneur den Kaufvertrag absegnete. Der Gouverneur wird am 20. November zurücktreten. Bangkoks Wähler sollen seinen Nachfolger am 11. Januar benennen.
• • •
13.11.08 - Zweiter Ausbruch der Vogelgrippe
Die Behörden melden einen zweiten Ausbruch der Vogelgrippe. Nach Sukhothai ist jetzt die Provinz Uthai Thani betroffen. Der Geflügelbestand einer Farm im Distrikt Nong Chang und angrenzender Betriebe wurde gekeult. Am 27. Oktober hatten Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebes fünf tote Hühner entdeckt. Laboruntersuchungen ergaben, dass die Tiere mit dem Virus H5N1 infiziert waren.
• • •
13.11.08 - AirAsia streicht den Treibstoffzuschlag
Vermutlich als weltweit erste Fluggesellschaft hat die AirAsia-Group den Treibstoffzuschlag abgeschafft. Für die Passagiere der AirAsia, der AirAisa X (Langstrecken) und der thailändischen Tochtergesellschaft Thai AirAsia heisst das: Sie zahlen ab sofort weniger. Bei einem One-Way-Ticket für einen Inlandsflug in Thailand sind das 600 Baht. Bei der Thai Airways International (THAI) beträgt der Kerosinzuschlag zumeist 700 Baht, die Billigairline Nok Air nimmt 950 Baht. Thai AirAsia hofft, über den reduzierten Ticketpreis trotz Finanzkrise und schwächelnder Konjunktur die Maschinen in der Wintersaison bis zu 85 Prozent auszulasten. Sollte ein Barrel Öl allerdings wieder mehr als 80 US-Dollar kosten, wird die Fluggesellschaft den Zuschlag wieder einführen.
• • •
14.11.08 - Explosion verletzt 15 Demonstranten
Bei einer Bombenexplosion im Bangkoker Stadtteil Klong Toey wurden 15 Markthändler verletzt, davon zwei schwer. Ein Mann hatte eine Plastiktüte mit der Bombe von einer Brücke auf ein Zelt an der Kreuzung Ratchada-Rama IV-Road geworfen. Im Zelt übernachteten mehrere Demonstranten. Markthändler protestieren seit Mittwoch gegen die Pläne, das Marktgelände neu zu gestalten und einer anderen Verwaltung zu überlassen. Das im Besitz der Hafenbehörde befindliche Areal war Ende Oktober bei einer Ausschreibung der Legal Professional zur Verwertung überlassen worden. Die Pläne dieses Unternehmen stossen bei den Händlern auf schärfsten Widerstand.
• • •
14.11.08 - Lufthansa verzichtet auf zusätzliche Flüge
Die Lufthansa setzt im Winterhalbjahr auf der Strecke Frankfurt-Bangkok keine weiteren Maschinen ein. Die deutsche Fluggesellschaft bringt Passagiere wie im Sommerflugplan täglich Non-stop von Deutschland nach Thailand (und zurück). Dabei setzt sie Maschinen vom Typ Boeing 747-300 mit 330 Sitzplätzen ein. In den letzten Jahren hatte die Lufthansa mit Beginn des Winterflugplanes ihre Kapazitäten erhöht. Wegen sinkender Nachfrage, verursacht durch die Finanzkrise, hat der Carrier jetzt auf eine Ausweitung verzichtet. Zudem erhöhte die Lufthansa ihre Ticketpreise nur um 3 Prozent gegenüber 10 bis 15 Prozent in den letzten Winterhalbjahren.
• • •
14.11.08 - Zweite Gartenschau in Chiang Mai
Zwei Jahre nach der grossen und erfolgreichen internationalen Blumenschau ist auf dem Gelände des Royal Agricultural Research Center in Chiang Mai erneut eine Ausstellung. Im Jahr 2006 war die Gartenschau dem König gewidmet. Die neuerliche Royal Flora Ratchaphruek Exhibition soll den Tourismus in der nördlichen Provinzhauptstadt ankurbeln. Die Ausstellung geht vom 1. bis 10. Dezember und wurde u.a. von Japan, Indien und den Niederlanden beschickt. Die Organisatoren haben 45 Millionen Baht investiert und kündigen für Ende 2010 eine weitaus grössere Gartenschau an.
• • •
14.11.08 - Umstrittene Grenzgebiete werden vermessen
Mitte Dezember soll ein gemeinsam von Thailand und Kambodscha besetzter Fachausschuss mit der Vermessung umstrittener Grenzgebiete beginnen. Das Ergebnis soll dazu beitragen, zwischen den beiden Staaten eine Demarkationslinie festzulegen. Wie schwierig sich die weiteren Gespräche um eine Beilegung des Streits gestalten werden, wird an einem Beispiel deutlich: Thailand beharrt darauf, dass in den Abmachungen der Hindu-Tempel aus dem 11. Jahrhundert Phra Viharn bezeichnet wird, für Kambodscha gilt nur der international gebräuchliche Name Preah Vihear.
• • •
17.11.08 - Fallschirmspringer stürzten in den Tod
Bei einem Fallschirmabsprung sind in der Provinz Prachuap Khiri Khan zwei Angehörige der Armee ums Leben gekommen. Weil sich der Fallschirm eines 44-jährigen Ausbilders nach dem Sprung aus einem Flugzeug nicht öffnete, trieben ihn starke Winde in den Fallschirm seines zuvor gesprungenen Kameraden. Beim Aufprall riss der Stoff, so dass beide Ausbilder in die Tiefe stürzten. Ärzte konnten nur noch den Tod der beiden Soldaten feststellen. Sie hatten jungen Männern einer Infanterie-Schule das Springen beibringen wollen.
• • •
17.11.08 - Bangkok Airways senkt Treibstoffzuschlag
Bangkok Airways hat den Treibstoffzuschlag erneut gesenkt. Nach Angaben der privaten Fluggesellschaft zahlen Passagiere jetzt auf Inlandsstrecken 20 Prozent und auf internationalen Routen bis zu 30 Prozent weniger. Im Inland beträgt der Kerosinzuschlag per Reisesektor 20 statt bisher 25 Dollar, bei Flügen ins Ausland sind es zwischen 25 und 95 Dollar.
• • •
17.11.08 - Scheidung aus taktischen Gründen
Das Ehepaar Shinawatra hat sich auf dem thailändischen Konsulat in Hong Kong scheiden lassen. Thaksin und Potjaman hatten vor 32 Jahren geheiratet und haben drei Kinder. Die Scheidung wird als ein weiterer taktischer Schachzug des vom Militär gestürzten Premierministers bewertet. Juristen bezweifeln allerdings, dass die Scheidung Einfluss auf die Freigabe des per Gerichtsbeschluss eingefrorenen Vermögens der Familie Shinawatra in Höhe von 76 Milliarden Baht haben wird. Eine Theorie geht dahin, dass sich Potjaman von den politischen Aktivitäten ihres Ehemanns befreien wollte. Parteifreunde des ehemaligen Regierungschefs sagten gegenüber den Medien, das Ehepaar habe sich nur auf dem Papier aus politischen, juristischen und wirtschaftlichen Gründen scheiden lassen und sei sich weiter sehr nah. Thaksin wurde in seiner Heimat wegen Machtmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt, Potjaman wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Gefängnis. Die 51-Jährige könnte bei einer Rückkehr nach Thailand gegen dieses Urteil Berufung einlegen und für die Einreise nach Grossbritannien ein neues Visum beantragen.
• • •
18.11.08 - Hoher Wellengang und starke Niederschläge
Meteorologen warnen vor einem hohen Wellengang am Golf von Thailand, vor Überschwemmungen entlang des Flusses Chao Phraya und einem Kälteeinbruch im Nordosten. Weil der Wasserstand des Meeres zurzeit 1,35 Meter über dem normalen Niveau liegt, staut sich das Wasser des Chao Phraya. Als Folge tritt der Fluss über die Ufer und überschwemmt weite Flächen in Bangkok und den angrenzenden Provinzen. Und von Vietnam zieht ein tropischer Sturm nach Thailand. Er wird heftige Winde, starke Niederschläge und einen bis zu sechs Meter hohen Wellengang bringen. Für den Nordosten sagen Meteorologen Temperaturen weit unter 20 Grad voraus.
• • •
18.11.08 - Thaksin will erneut zu seinen Anhängern sprechen
Thaksin will erneut zu seinen Anhängern sprechen
Thaksin Shinawatra lässt nicht locker und mischt sich weiter in die Innenpolitik ein. Er will am 10. Dezember erneut per Telefon zu seinen Anhängern sprechen, und zwar während der Talk-Show „Truth Today“. Sie ist im Bangkoker Stadion Suppachalasai an der Rama I Road geplant. Der Organisator dieser Gesprächsrunde, Chatuporn Promphan, will dem gestürzten Ministerpräsidenten eine unbegrenzte Gesprächszeit einräumen. Chatuporn Promphan ist Mitglied der Regierungspartei People Power und des Parlaments. Thaksin Shinawatra hält sich derzeit in Dubai auf.
• • •
18.11.08 - Niedrigerer Gebühren für Chartergesellschaften
Auf vier internationalen Airports hat der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) die Lande- und Parkgebühren für Charterflugzeuge gesenkt. Die neuen Gebühren sollen zwei Jahre lang für die Flugplätze Don Mueang in Bangkok, Hat Yai, Chiang Mai und Chiang Rai gelten. Ausgenommen sind die Flughäfen Suvarnabhumi in Bangkok und Phuket. Von niedrigeren Gebühren erhofft sich die AoT mehr Starts und Landungen ausländischer Fluggesellschaften.
• • •
18.11.08 - Weniger Passagiere auf Suvarnabhumi
Von Januar bis September haben 30,6 Millionen Passagiere Bangkoks internationalen Flughafen Suvarnabhumi passiert. Das waren im Jahresvergleich 0,1 Prozent weniger. Wie das Kasikorn Research Center weiter mitteilt, gab es in den ersten neun Monaten190.830 Flugbewegungen – ein Minus von 2,8 Prozent. Bis Ende des Jahres sagt das Forschungszentrum der Bank 41,2 Millionen Passagiere (– 2 Prozent) und für das nächste Jahr nur noch 38,8 bis 40,4 Millionen Fluggäste voraus. Der Rückgang wird mit der globalen Finanzkrise begründet, zudem würden mehr Maschinen vom Ausland direkt andere Flugplätze in Thailand ansteuern.
• • •
20.11.08 - GM schliesst vorübergehend das Werk in Rayong
Der krisengeschüttelte Autohersteller General Motor schliesst im Dezember und Januar sein Werk in Rayong. Ein Sprecher des Unternehmens begründete diesen Schritt mit der finanziellen Schieflage von GM in den USA und der stark nachlassenden Nachfrage nach Neufahrzeugen. GM hat in Rayong bereits so viele Wagen auf Halde produziert, dass die Händler bis Februar beliefert werden können. Die rund 2.000 Beschäftigten müssen im Dezember und Januar auf 25 Prozent ihres Lohns verzichten. GM lässt in dem acht Jahre alten Werk in Rayong den Pick-up Colorado, den Geländewagen Captiva sowie die Limousinen Optra und Aveo herstellen. Die meisten der in diesem Jahr in Thailand produzierten 100.000 GM-Fahrzeuge gingen in den Export.
• • •
20.11.08 - Im Oktober 11 Prozent weniger Fluggäste
Für den Monat Oktober meldet der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) auf seinen sechs internationalen Flughäfen bei den Passagieren im Jahresvergleich einen Rückgang um 11,3 Prozent. Auf den Bangkoker Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang sowie in Hat Yai, Phuket, Chiang Mai und Chiang Rai wurden 4,23 Millionen Fluggäste abgefertigt. Die Zahl der Flugbewegungen ging mit 29.365 um 11,6 Prozent zurück, das Frachtvolumen mit 107.129 Tonnen um fast 10 Prozent. Der Rückgang im Oktober war nicht so stark wie im September. Nach den blutigen Unruhen in der Hauptstadt zählte AoT im September im Jahresvergleich über 20 Prozent weniger Fluggäste.
• • •
20.11.08 - Kreditkarten-Betrüger festgenommen
Die Polizei hat eine Betrügerbande zerschlagen. Drei Thais und zwei Rumänen hatten Kreditkarten kopiert und einen Schaden in Höhe von 50 Millionen Baht verursacht. Sie installierten ein Lesegerät und eine kleine Kamera an ATM-Automaten und kamen so an die PIN-Nummer und die auf dem Magnet-Streifen der Kreditkarte gespeicherten persönlichen Daten. Die Betrüger arbeiteten vorwiegend in Touristenzentren wie Phuket, Phang Nga, Krabi, Chiang Mai und Bangkok. Die Verhaftung der beiden Rumänen und eines Thais in einem Bangkoker Einkaufszentrum führte die Polizei auf die Spur zwei weiterer Thais. Auch sie sitzen in Untersuchungshaft.
• • •
21.11.08 - Zwei Grosskundgebungen am kommenden Sonntag
Nach einer Anschlagsserie mit Toten und Verwundeten hat die People`s Alliance for Democracy (PAD) für den kommenden Sonntag zu einer Grossdemonstration aufgerufen. Die PAD erwartet mehr Teilnehmer als bei den Demos in diesem Jahr. Die Anhänger der ausserparlamentarischen Opposition wollen zum Parlament ziehen und dort gegen den Plan der Regierung protestieren, die Verfassung aus dem Vorjahr zu ändern. In der Nacht zum Donnerstag explodierte am von der PAD seit über drei Monaten besetzten Regierungssitz eine Granate. 23 Demonstranten mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Ein PAD-Anhänger starb im Hospital. Daraufhin haben die Anführer der PAD von Polizei und Militär ausreichenden Schutz gefordert. Seit Mitte Oktober hat es zehn Anschläge auf Demonstranten gegeben. Bomben und Granaten explodierten, mehrfach wurden Schüsse abgegeben. Am kommenden Sonntag kommen auch die Anhänger der Regierung zu einer Grosskundgebung zusammen. Die United Front of Democracy against Dictatorship (UDD) hat in einen Tempel in Nonthaburi eingeladen. Der Abt des Klosters wird heftig kritisiert, weil er das Tempelgelände für eine politische Veranstaltung zur Verfügung stellt. Polizei und Militärs warnen beide Seiten vor gewaltsamen Auseinandersetzungen. Bei der letzten Demonstration der PAD vor dem Parlamentsgebäude waren am 7. Oktober zwei Menschen getötet und 400 verletzt worden.
• • •
21.11.08 - Regierungssitz besetzt: 100 Millionen Baht Schaden
Demonstranten haben in dem besetzten Regierungssitz in Bangkok einen Schaden von 100 Millionen Baht angerichtet. Nach Angaben eines Regierungssprechers sind nicht nur die Räume und das weitläufige Areal in einem renovierungswürdigen Zustand. Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) sollen Türen aufgebrochen, Waffen, Patronen, Computer, Kameras und Bargeld gestohlen sowie wichtige amtliche Dokumente zerrissen oder vernichtet haben. Die PAD hatte einem Vertreter der Regierung die Inspektion des Government House gestattet.
• • •
21.11.08 - Finanzkrise lässt Tourismuseinnahmen schrumpfen
Die Finanzkrise wird den Tourismus nachhaltig beeinflussen. Nicht nur in der jetzigen Hochsaison nimmt die Zahl der ausländischen Urlauber ab. Mit einem weiteren Rückgang rechnet die Bank of Thailand im neuen Jahr. Weil der Wirtschaftsabschwung als Folge der Finanzkrise vor allem die USA, Japan und Europa trifft, wird die Bevölkerung dieser Länder sparen. Deshalb geht die Bank of Thailand davon aus, dass die Einnahmen aus dem Tourismus in 2009 schrumpfen werden. Im Vorjahr besuchten 14,5 Millionen Ausländer das Königreich.
• • •
21.11.08 - Thailänderinnen weiter hoch im Kurs
Bei deutschen Männern sind Thailänderinnen als Ehepartnerinnen weiterhin beliebt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, schlossen 2007 insgesamt 24.900 deutsche Männer mit einer ausländischen Frau den Bund fürs Leben. Polinnen waren mit Abstand die Favoritinnen (4.200), gefolgt von Türkinnen (1.900). Hoch im Kurs stehen Russinnen (1.700) sowie Frauen aus Thailand (1.500).
• • •
24.11.08 - PAD zieht vor dem Parlament auf
In Bangkok herrscht höchste Alarmstufe. 2.000 Polizisten stehen am Parlamentsgebäude bereit und haben Blockaden errichtet. Seit dem Morgengrauen ziehen Zehntausende Anhänger der ausserparlamentarischen Opposition zum Sitz des Parlaments. Die Demonstranten wollen die gemeinsame Sitzung von Parlament und Senat verhindern. Die Anführer der People`s Alliance for Democracy (PAD) haben zum „letzten Kampf“ aufgerufen. Sie wollen erst ihre Proteste beenden, wenn die Regierung zurückgetreten ist. In Bangkok kursieren Gerüchte, die PAD wolle das Parlament besetzen sowie vor dem Polizeihauptquartier und benachbarten Ministerien demonstrieren. Beim letzten Protestsmarsch zum Parlamentsgebäude war es am 7. Oktober zwischen Polizei und PAD-Anhängern zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Zwei Demonstranten wurden getötet und über 400 verletzt. Die ausserparlamentarische Opposition macht die Regierung für die jüngsten Bomben- und Granatenexplosionen verantwortlich. Am Donnerstag und Samstag letzter Woche waren bei zwei Anschlägen zwei PAD-Anhänger getötet und mehrere Dutzend verletzt worden.
• • •
24.11.08 - Gewerkschaften drohen mit Generalstreik
Der Dachverband aller Gewerkschaften für Mitarbeiter in staatlichen Unternehmen droht mit einem Generalstreik. Sollte die Regierung nicht zurücktreten, wollen die 43 im Dachverband zusammengeschlossenen Gewerkschaften landesweit den Ausstand ausrufen. Deren Mitglieder sollen nicht nur ihre Arbeit niederlegen, sondern auch die Strom- und Wasserleitungen zum Parlamentsgebäude kappen. Die Gewerkschafter werfen der Regierung ebenfalls vor, hinter den Anschlägen auf Mitglieder der ausserparlamentarischen Opposition (People`s Alliance for Democracy) zu stehen.
• • •
24.11.08 - Neun Tote bei Autorennen
Bei einem privaten Autorennen in Pathum Thani kamen neun Zuschauer ums Leben, weitere elf mussten verletzt in Krankenhäuser eingeliefert werden. Bei dem nächtlichen „Drag Race“ verlor ein Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug raste in die Zuschauermenge. Die Polizei hat gegen den Fahrer und die Veranstalter Anzeige wegen fahrlässiger Tötung erstattet.
• • •
25.11.08 - Demonstranten erhöhen den Druck
Die People`s Alliance for Democracy (PAD) hat den Druck auf die Regierung erhöht. Nachdem Zehntausende Demonstranten am Montag das Parlamentsgebäude in Bangkok umzingelt und die gemeinsame Sitzung von Parlament und Senat verhindert haben, will die ausserparlamentarische Opposition das für heute angesetzte Treffen des Kabinetts im Flughafen Don Mueang unterbinden. Bereits gestern zogen Anhänger der PAD zum Airport. Mehrere Einzelgewerkschaften sind dem Aufruf des Dachverbandes gefolgt und haben ihre Mitglieder zum unbefristeten Streik aufgerufen. Am Montag kappten Gewerkschafter die Strom- und Wasserleitungen zum Parlamentsgebäude, weiter zum Finanzministerium und Hauptquartier der städtischen Polizei. Ein Sprecher der PAD kündigte an, bis Ende der Woche alle Ziele erreicht zu haben. Doch Premierminister Somchai Wongsawat und sein Kabinett zeigen sich weiterhin unbeeindruckt. Sie wollen nicht, wie von der PAD gefordert, zurücktreten.
• • •
25.11.08 - Thaksin will als Premier zurückkommen
Thaksin Shinawatra redet seine Situation schön. In seiner Ansprache über Handy am 1. November vor 80.000 Regierungsanhängern sprach er von „seinen Freunden in aller Welt“. Mehrere Staaten in Afrika, Südamerika und Afrika hätten ihm die Ehrenbürgerschaft angeboten, berichteten Medien. Matichon online recherchierte und kam zu einem überraschenden Ergebnis: Regierungen besagter Länder wissen nichts von einer Ehrenbürgerschaft, auch haben sie Thaksin kein Angebot unterbreitet, ihm politisches Asyl zu gewähren oder ihn als Berater einzustellen. Und aus China verlautet, die Regierung habe es abgelehnt, den gestürzten Premier zu empfangen. Wie die Bangkok Post weiter berichtet, hat Thaksin in einem Zeitungsinterview in Dubai angekündigt, er werde als Retter der Nation und Ministerpräsident in sein Heimatland zurückkehren.
• • •
25.11.08 - Touristen im Schlaf ausgeraubt
Während einer nächtlichen Busfahrt von Chiang Mai nach Bangkok wurden 20 Touristen aus Europa und Amerika bestohlen. Die Urlauber waren nach den anstrengenden Tagen im Norden des Landes in einen Tiefschlaf gefallen. Nach den Ermittlungen der Polizei hatte der Fahrer den Bus in der Provinz Ayutthaya am Strassenrand geparkt. Die insgesamt fünf Mitarbeiter des Busunternehmens durchsuchten das Gepäck und nahmen Laptops, Kameras, weitere Wertsachen sowie Bargeld an sich. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 150.000 Baht. Als die Urlauber frühmorgens aufwachten, fanden sie sich im Reisebus allein wieder.
• • •
25.11.08 - Flugzeuge als künstliche Riffe
Zehn ausgediente Flugzeuge werden in dieser Woche mehrere Kilometer vor der Küste Phukets im Meer versenkt. Sie sollen als künstliche Riffe Flora und Fauna anziehen und künftig ein weiteres Tauchparadies für Touristen bilden. Eine Einheit der Marine lässt vier Flugzeuge des Typs DC-4 Dakotas sowie sechs Hubschrauber vom Typ Sikorsky S-58T ins Meerwasser. Die neue Unterwasserattraktion entsteht auf einer Fläche von 2.500 qm in einer Tiefe von 15 bis 20 Metern.
• • •
25.11.08 - Suvarnabhumi Airpot geschlossen
Der Suvarnabhumi Flughafen in Bangkok hat den Flugbetrieb am Dienstabend um 21 Uhr eingestellt. Demonstranten und Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) hatten tagsüber aufgerufen eine friedliche Demonstration auf dem internationalen Flughafen, dem wichtigsten Drehkreuz Südostasiens abzuhalten. Über 10‘000 Demonstranten folgten dem Aufruf. Nach Augenzeuge zufolge begingen Streitigkeiten zwischen den Demonstranten, Flugpassagieren und Flughafenbeamte, so dass die AOT (die thailändische Flughafenbehörde) Chef Serirat Prasutanont beschloss, den Flughafen aus Sicherheitsgründen zu schliessen.
Flugzeuge welche sich auf dem Landeanflug nach Bangkok befanden durften unversehrt landen. Die Maschinen welche den Landeanflug noch nicht eingeleitet hatten, wurden auf umliegende Flughäfen in Malaysia und Singapur umgeleitet. Flugpassagiere mit Ziel Europa wurden nicht mehr zum Flughafen vorgelassen, bzw. bereits gestrandete Passagiere mussten das Gebäude wieder verlassen. Reiseveranstalter und Fluggesellschaften bemühten sich Unterkünfte für die Fluggäste zu organisieren, doch im Chaos haben sich wohl viele selbstständig nach Bangkok zurückgefahren.
Flugpassagiere erhalten weitere Informationen unter der Hotlinenummer der AOT: 02-1321882 und 02-1321888.
Das Ziel der Demonstranten war, die Landung des Flugzeuges des aus Peru heute zurück erwartenden Premierminister Somchai Wongsawat zu verhindern. Der Rückflug wurde jedoch auf Mittwochabend verschoben, da die Maschine des Premierminister technische Probleme hatte.
• • •
26.11.08 - Tausende Touristen stranden in Bangkok
In Bangkok herrscht Anarchie, und keiner weiss, wie es weitergeht. Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) blockieren seit Dienstag die Zufahrtswege zum internationalen Flughafen Suvarnabhumi und behindern im Terminal die Mitarbeiter der Fluggesellschaften bei ihrer Arbeit. Wenige Stunden bevor die meisten Maschinen planmässig in Richtung Europa starten, liess der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) gegen 21 Uhr das Drehkreuz aus Sicherheitsgründen schliessen. Anfangs konnten noch ankommende Maschinen landen, ab 4 Uhr in der Früh wurde der gesamte Flugverkehr eingestellt. Maschinen wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet.
Tausende Passagiere konnten nach ihrem Urlaub nicht in ihre Heimat fliegen oder ihre Geschäftsreise antreten. Reiseveranstalter standen vor einem logistischen Problem. Sie mussten in Eile ihre Kunden in Bangkoker Hotels unterbringen. Andere Fluggäste harrten im Terminal aus, belegten Stühle und Sitzbänke und versuchten zu schlafen. Bis zu 10.000 Menschen sollen von der Blockade des Airports betroffen sein.
Am Dienstagnachmittag war es in der Bangkoker Innenstadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Wie die Bangkoks Post berichtet, hatten bewaffnete PAD-Anhänger versucht, eine regierungsnahe, von Taxifahrern betriebene Radiostation zu besetzen. Es fielen Schüsse, mehrfach wurden Steine auf Menschen geschleudert. Das Fazit: Elf Personen mussten verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Später kam es vor dem Terminal von Suvarnabhumi zu Schlägereien zwischen PAD-Demonstranten und Taxifahrern. PAD-Anhänger sollen mehrfach Schüsse abgefeuert haben. Ein Mensch erlitt Verletzungen.
Am Mittwochmorgen explodierten in Bangkok sowie in der Nähe des Airport-Terminals Suvarnabhumi und am alten Bangkoker Flughafen Don Mueang mehrere Bomben. Wie die Zeitung Nation erfuhr, wurden insgesamt zwölf Menschen verletzt, davon mehrere schwer.
Die AoT gibt Informationen unter 02-1321882 und 02-1321888, die Thai Airways International unter 02-3561111. Es muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden.
• • •
26.11.08 - Sicherheitshinweise der deutschen Botschaft in Bangkok
Die ausserparlamentarische Opposition (PAD) behindert seit Dienstagabend den Zu- und Abgang zum Internationalen Flughafen von Bangkok (Suvarnabhumi). Am Mittwochmorgen wurde der Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit eingestellt. Deshalb wird angeraten, nicht zum Internationalen Flughafen zu fahren. Andere Flughäfen in Thailand sind bislang nicht betroffen. Die Ordnungskräfte greifen bisher nicht ein und lassen die Demonstranten gewähren, um Gewalt zu vermeiden. Dies macht eine künftige Entwicklung unkontrollierbar und Voraussagen schwierig. Das Auswärtige Amt wird diese Reisehinweise aktualisieren, sobald neue Informationen zur Situation am Flughafen Suvarnabhumi vorliegen.Gewaltsame Zusammenstöße zwischen PAD-Demonstranten mit der Polizei sowie mit Anhängern der Regierung führten in den letzten Wochen in Bangkok zu Verletzten und drei Toten. Zu Übergriffen und Gefährdungen von Touristen und Ausländern ist es bisher aber nicht gekommen. In den nächsten Wochen muss in Bangkok mit weiteren möglicherweise gewaltsamen Demonstrationen und Zusammenstößen gerechnet werden. Es wird daher dringend empfohlen, Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen. Diese Warnung bezieht sich insbesondere auf das Gebiet um das Government House (Pitsanulok Road), die Rajdamnoen Avenue, die Makkhawan Bridge und das Areal um das Parlament. Derzeit erwägt die Regierung die Verhängung des Ausnahmezustands für Bangkok. Sollte es hierzu kommen, wird empfohlen, Bangkok als touristisches Ziel zu vermeiden. Die Urlaubsgebiete im Süden sind von der politischen Auseinandersetzung bisher nicht betroffen.
• • •
27.11.08 - Demonstranten halten Flughafen weiter besetzt
Ein Ausweg aus der Krise ist nicht in Sicht. Weder die Regierung noch die People`s Alliance for Democracy (PAD) wollen dem Kompromissvorschlag von Armeechef Anupong Paojinda folgen. Der General hatte Neuwahlen und den sofortigen Abzug der Demonstranten aus Bangkoks internationalem Flughafen Suvarnabhumi gefordert. Ministerpräsident Somchai Wongsawat hat in der Nacht zum Donnerstag wiederholt, er werde nicht zurücktreten und auch das Parlament nicht auflösen. In Regierungskreisen wird inzwischen die Ablösung des Armeechefs gefordert. Ein PAD-Sprecher versicherte, die Besetzung des Flughafen-Terminals gehe so lange weiter, bis das Kabinett aufgegeben habe. Ankommende Maschinen aus dem Ausland werden nach Don Mueang, U-Tapao (Pattaya), Singapur, Kuala Lumpur und Penang umgeleitet. Nicht nur in Bangkok sitzen am dritten Tag der Airport-Besetzung durch die ausserparlamentarische Opposition Tausende Passagiere fest. Auf Phuket sind rund 5.000 Fluggäste, auf der Ferieninsel Samui nahezu 1.000 gestrandet. Ihre Bangkok-Flüge wurden gestrichen. Und die Gewalt geht weiter. Am frühen Donnerstagmorgen sind in der Nähe des von der PAD besetzten Regierungssitzes in Bangkok mehrere Granaten explodiert. Medien berichten weiter über Schusswechsel. Am Mittwoch wurde in Chiang Mai bei einem Streit zwischen Regierungsanhängen und -gegnern ein PAD-Demonstrant erschossen. Das Auswärtige Amt in Berlin hält unter der Telefonnummer 030-5000600601 aktualisierte Informationen für Reisende zu den Unruhen bereit.
• • •
27.11.08 - Militär verweigerte den Einsatz
Die Sicherheitsorgane stehen in der Kritik. Politiker und führende Beamte des Flughafenbetreibers Airport of Thailand (AoT) wollen untersuchen lassen, warum die Demonstranten am frühen Dienstagabend problemlos den internationalen Flughafen Suvarnabhumi erreichen, in das Terminal eindringen und den Flugbetrieb lahm legen konnten. Weder Polizei noch Sicherheitskräfte des Airports waren in der Lage, die Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) aufzuhalten. „Spätesten seit Montag, als die PAD in den Flughafen Don Mueang stürmte, hätten die Verantwortlichen die Blockade von Suvarnabhumi voraussehen und Polizeieinheiten bereitstellen müssen“, sagt ein Flugkapitän. Unklar ist ebenso, warum das Militär nicht eingriff. Kwanchai Wongnitikorn, Gouverneur der Provinz Samut Prakan, in der das Flugplatzgelände liegt, will rechtzeitig Armeechef General Anupong Paojinda um Unterstützung gebeten haben. Vergeblich! Die wenigen an Suvarnabhumi stationierten Polizisten wurden überrannt.
• • •
27.11.08 - Thailand hat sein Gesicht verloren
Tourismusexperten und Vertreter anderer Wirtschaftszweige sagen gravierende negative Auswirkungen nach Schliessung von Suvarnabhumi voraus. „Die Nachricht geht um die Welt und wird uns hart treffen“, formulierte ein Industrieboss. Investoren würden sich zurückziehen, ein Ende der politischen Krise abwarten oder ihr Geld anderswo anlegen. Ein Sprecher des Association of Thai Travel Agents (ATTA) erwartet für das neue Jahr bei den Touristenzahlen kein Plus. Im besten Fall könne das Ergebnis dieses Jahres erreicht werden. Einig sind sich Vertreter aller Wirtschaftszweige: Thailand hat sein Gesicht verloren.
• • •
27.11.08 - „Wir kommen nicht wieder“
Drei unbeschwerte Urlaubswochen am Jomtien-Strand bei Pattaya lagen hinter einem älteren deutschen Ehepaar, als es am frühen Dienstagabend den Airport Suvarnabhumi erreichte. Es hatte zwei Sitze in einer Maschine einer arabischen Fluggesellschaft mit dem Ziel Frankfurt gebucht und musste einige Stunden auf den Abflug warten. Die Hamburger schlenderten durch das Terminal, als plötzlich endlos Frauen und Männer, gelb gekleidet, in die Abflughalle stürmten. „Wir wurden beiseite gedrängt, im Nu füllte sich die Halle mit Demonstranten“, erinnert sich der Ehemann. Unter den Passagieren habe sich Angst und Hilflosigkeit breitgemacht. Kurz darauf erfuhr das Ehepaar von der Schliessung des Airports. Und weil sie ihre Flüge privat gebucht hatten, stand kein Reiseleiter bereit, der ihnen eine Busfahrt und eine Übernachtung in einem Hotel vermitteln konnte. Die Deutschen mussten im Terminal ausharren, wurden aber von Mitarbeitern mit Getränken und Snacks versorgt. Nach vielen Stunden, in denen sie vergeblich auf handfeste Informationen warteten, wie es mit ihnen weitergehen würde, waren sich die Hamburger einig: „Das ist ein gesetzloses Land. Wir werden nicht wiederkommen.“
• • •
27.11.08 - Krisenvorsorge für deutsche Staatsbürger
Anmeldung ab sofort im Internet
Alle Deutschen, die – auch nur vorübergehend – im Amtsbezirk der Botschaft Bangkok leben,
können in eine Krisenvorsorgeliste gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes
aufgenommen werden.
• • •
28.11.08 - Flugzeuge werden nach U-Tapao umgeleitet
Nicht nur in Thailand sitzen Urlauber fest
Nach der Besetzung der beiden Bangkoker Flughäfen kündigt die People`s Alliance for Democracy (PAD) in ihrer „letzten Schlacht“ gegen die Regierung weitere Blockaden an. Als Antwort auf die Verhängung des Ausnahmezustandes über den internationalen Flughafen Suvarnabhumi und den alten Airport Don Mueang sowie den drohenden Einsatz von Polizei und Militär wollen PAD-Anhänger die Hauptstadt vom Landesinneren abtrennen. Die ausserparlamentarische Opposition will 50 nach Bangkok führende Hauptstrassen, weitere Strassen im Süden des Landes und die Verwaltungszentren in den Provinzen blockieren.
Ministerpräsident Somchai Wongsawat hatte am späten Donnerstagabend den Ausnahmezustand über Suvarnabhumi und Don Mueang verhängt und die Polizeiführung aufgefordert, die Demonstrationen auf den beiden Airports zu beenden. Polizeieinheiten der Region 1 sollen die Blockade am internationalen Flughafen mit Unterstützung der Marine, die Städtische Polizei soll mit Hilfe der Luftwaffe den Protest auf dem alten Bangkoker Airport beenden. Armeechef General Anupong weigert sich weiterhin, gegen die PAD Soldaten einzusetzen. Inzwischen haben Demonstranten mit Löschfahrzeugen die Zufahrtstrassen zu Suvarnabhumi abgeriegelt.
Weitere Nachrichten in Kürze:
● Der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) hat Suvarnabhumi offiziell bis Samstag um 18 Uhr gesperrt. Das heisst: Bei einer Beendigung der Blockade wird das erste Flugzeug nicht früher starten.
● Die Zivile Luftfahrtbehörde hat die Bangkok anfliegenden Airlines informiert, sie könnten vorübergehend den Flughafen U-Tapao bei Pattaya nutzen. Der Marine-Flughafen hat eine 3.505 Meter lange Landebahn, ist aber nur auf 400 Passagiere pro Stunde ausgelegt. Sollten auf U-Tapoa vermehrt Maschinen landen, müsste mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Der Airport wäre personell und von den Einrichtungen nicht in der Lage, einen solchen Ansturm an Flugzeugen und Fluggästen zu bewältigen.
● Die Regierung will an alle gestrandeten ausländischen Urlauber pro Tag 2.000 Baht auszahlen. Unklar ist, ob die finanzielle Unterstützung nur für in Bangkok festsitzende Ausländer gilt, oder auch für in Phuket, Samui, Pattaya oder Chiang Mai gestrandete Touristen. Weiter ist unklar, wo und wie dieses Tagesgeld ausgezahlt wird.
● Deutsche Reiseveranstalter planen eine Rückholaktion. Hunderte deutsche Urlauber sollen über den Flughafen U-Tapao in ihre Heimat geflogen werden.
● Die Thai Airways International (THAI) hat mitgeteilt, ihre Passagiere könnten bis einschliesslich 3. Dezember alle Flüge gratis stornieren.
● TUI hat 30 Gäste, die über die thailändische Hauptstadt nach Phuket fliegen wollten, mit Bussen auf die Ferieninsel gebracht.
● Über 1.200 Deutsche, die in Thailand ihren Urlaub verbringen wollten, habe in den letzten Tagen ihre Reise abgesagt. Die Reiseveranstalter buchten ihre Kunden auf andere Ziele um.
● Nicht nur in Thailand sitzen Urlauber fest. Touristen auf den Philippinen, in Vietnam, Kambodscha, Laos und Burma, ja selbst in Singapur und Kuala Lumpur, die ihren Rückflug über Bangkok antreten mussten, können nicht in ihre Heimat fliegen.
● Landwirte und Exporteure beziffern ihren Schaden auf drei Milliarden Baht. Seit der Flughafen-Blockade starten keine Frachtmaschinen mehr. Sie transportieren u.a. Früchte, Gemüse und weitere Agrarprodukte. Jetzt müssen die Waren den weiten Umweg über Penang nehmen. Dadurch steigen die Frachtkosten um 50 Prozent.
● Die Universität der Thailändischen Handelskammer gibt den durch die Schliessung von Suvarnabhumi entstehenden Schaden mit bis zu 215 Milliarden Baht an – sollte die Blockade bis in den Monat Dezember anhalten.
● Die Tourismusindustrie sagt nicht nur Einkommenseinbussen in Milliardenhöhe und einen massiven Einbruch bei den Einreisen ausländischer Urlauber in den kommenden Monaten voraus. Thailands Tourismusbranche soll von Konkursen erschüttert werden. Zehntausende Mitarbeiter werden voraussichtlich ihren Arbeitsplatz verlieren.
Weitere Informationen gibt`s bei der Airport of Thailand unter 02-1321882 und 02-1321888, bei der Thai Airways International unter 02-3561111 und beim Auswärtigen Amt in Berlin unter der Telefonnummer 030-5000600601.
• • •