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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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02.10.08 - Samak als Vorsitzender der PPP zurückgetreten

Der über eine TV-Kochshow gestürzte Ministerpräsident Samak Sundaravej hat den Vorsitz der Partei People Power (PPP) abgegeben. Er bleibt aber Mitglied der PPP und des Parlaments. Das Verfassungsgericht hatte Samak Sundaravej mit Urteil vom 9. September aus dem Amt gejagt, weil sich der damalige Premierminister seine Mitarbeit in Kochshows hatte bezahlen lassen. Das verstiess gegen die Verfassung. Der jetzige Regierungschef Somchai Wongsawat wird die PPP kommissarisch leiten, bis die Partei einen neuen Vorsitzenden gewählt hat.

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02.10.08 - 23 Menschen durch Hochwasser umgekommen

Die Zahl der beim Hochwasser umgekommenen Menschen hat sich auf 23 erhöht. Die Hälfte sind Kinder und ältere Menschen. Die Gesundheitsbehörden haben mobile Ärzteteams in die von Überschwemmungen heimgesuchten Regionen geschickt. Bisher wurden über 230.000 Frauen, Männer und Kinder behandelt. Da kein Ende des Hochwassers abzusehen ist, will das Gesundheitsministerium weitere Helfer in die Katastrophengebiete entsenden.

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02.10.08 - Erdbeobachtungssatellit hat die Umlaufbahn erreicht

Thailands erster Erdbeobachtungssatellit ist vom russischen Raketenstartplatz Yasny mit einer Dnepr-Trägerrakete in eine Erdumlaufbahn geschickt worden. Theos (Thailand Earth Observation System) wird in drei Monaten voll funktionsbereit sein. Der vom französischen Unternehmen Astrium entwickelte und im Auftrag der thailändischen Raumfahrtbehörde gebaute optische Erdbeobachtungssatellit umkreist in einer Höhe von 820 km die Erde. Mit dem Theos-System wird Thailand über georeferenzierte Bilddaten zum gesamten Planeten und die erforderlichen Verarbeitungskapazitäten für die verschiedenen Anwendungsbereiche des Systems, wie Kartografie, Raumordnung und Bodennutzung, Überwachung von Agrarflächen, Forstverwaltung, Küstenwache und Management von Flutrisiken verfügen. Der Satellit wird aktuelles Bildmaterial zu jedem Ort in Thailand senden.

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03.10.08 - Nur noch ein Arzt im Patong-Krankenhaus

Der Ärztenotstand im staatlichen Patong-Hospital hat sich verschärft. Von den ehemals zwölf praktizierenden Medizinern behandelt nur noch einer Patienten. Und das ist der Krankenhausdirektor. Er hatte ebenso wie seine Kollegen gekündigt, sich dann aber auf Drängen der Gesundheitsbehörde bereit erklärt, an seinem Arbeitsplatz auf der Ferieninsel Phuket zu verbleiben. Ärzte und Pflegepersonal haben das Spital wegen ständiger Überstunden, Stress und zu geringer Bezahlung verlassen. Das Gesundheitsministerium ist auf der Suche nach neuen Ärzten, bislang ist aber kein Ersatz eingetroffen. Die Behörde will 700 Millionen Baht zur Verfügung stellen und das kleine Krankenhaus zu einem General Hospital aufwerten.

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03.10.08 - THAI senkt den Treibstoffzuschlag

Die Fluggesellschaft Thai Airways International (THAI) hat ihren Treibstoffzuschlag auf allen Strecken um 30 Prozent gesenkt. Nach Angaben des Unternehmens hat sich der Kerosin-Treibstoff seit Juli um fast 40 Prozent verbilligt. Diese Preissenkung will die THAI an ihre Kunden weitergeben. Zudem hofft die staatliche Airline, über verbilligte Tickets die Flugzeuge besser auszulasten. Derzeit liegt die Sitzplatzauslastung bei 74 Prozent.

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03.10.08 - Kulturgüter werden auf Schäden untersucht

Sintflutartiger Regen und Überschwemmungen haben an historischen Stätten ihre Spuren hinterlassen. Das Archaeology Office hat seine Mitarbeiter und Behörden vor Ort aufgerufen, in den Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, Lamphun und Mae Hong Son 800 archäologische Standorte, zumeist Ruinen, auf Schäden zu untersuchen. Besonders gefährdet ist das Wat Phra That Doi Suthep. Vor längerer Zeit war bereits festgestellt worden, dass der Untergrund zu weich ist und der Tempel einstürzen könnte. Archäologen, Vertreter des Tempels und Ingenieure suchen bereits nach Lösungen. Wat Doi Suthep zählt zu den bedeutenden Kulturgütern des Landes.

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03.10.08 - Turbulenzen: 32 Personen leicht verletzt

21 Passagiere und 11 Flugbegleiter mussten nach der Ankunft einer Maschine der China Airlines in Bangkoker Krankenhäuser behandelt werden. Das Flugzeug war 20 Minuten vor der Landung auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi über Vietnam in starke Turbulenzen geraten. Dabei erlitten Fluggäste und Flugbegleiter leichte Verletzungen. Die Boeing 747 mit der Flugnummer CI 641 war in Taipeh gestartet und in Hong Kong zwischengelandet.

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06.10.08 - Apirak als Gouverneur wiedergewählt

Bei den Gouverneurswahlen am Sonntag haben die Bangkoker Apirak Kosayodhin ein zweites Mal das Vertrauen geschenkt. Der stellvertretende Vorsitzende der Demokratischen Partei erhielt mit Abstand die meisten Stimmen (991.081) und wird weitere vier die Hauptstadt verwalten. Abgeschlagen auf den Plätzen folgten Prapas Chongsa-nguan (Partei People Power, 543.488 Stimmen), der ehemalige Massage-Salon-Besitzer Chuwit Kamolvisit (340.616), der Ökonom Kriangsak Charonwongsak (260.051) und die Geschäftsfrau Leena Jangjanja (6.267). Die gut vier Millionen Wahlberechtigten konnten in 6.337 Wahlbezirken ihre Stimme abgeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 54.18 Prozent. Um das Gouverneursamt hatten sich 16 Frauen und Männer beworben.

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06.10.08 - Beide Länder beschuldigen sich der Grenzverletzung

Nach dem Schusswechsel zwischen thailändischen und kambodschanischen Soldaten in der Nähe des Hindu-Tempels Preah Vihear hat die thailändische Armee ihre Grenzsoldaten zu erhöhter Wachsamkeit und Vorsicht aufgerufen. Beim mehrere Minuten währenden Schusswechsel etwa einen Kilometer westlich des Tempels waren am Freitag zwei thailändische Soldaten und drei Kambodschaner verletzt worden. Beide Seiten beschuldigen sich der Grenzverletzung und den Zusammenstoss provoziert zu haben. Über ihre Botschaften haben beide Länder beim jeweiligen Aussenministerium Protestnoten eingereicht. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte 1962 entschieden, dass die Ruinen von Preah Vihear zu Kambodscha gehören. Der Haupteingang liegt allerdings auf thailändischer Seite. Der Territorialstreit um den Tempel eskalierte Mitte Juli, als die UNESCO zum Ärger thailändischer Nationalisten den Tempel als kambodschanisches Gebäude auf die Weltkulturerbe-Liste setzte.

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06.10.08 - Zwei PAD-Anführer festgenommen

Bei seiner Stimmabgabe für die Wahl des neuen Bangkoker Gouverneurs wurde Chamlong Srimuang von der Polizei festgenommen. Chamlong ist einer der bekanntesten Anführer der People`s Alliance for Democracy (PAD). Bereits am Freitag hatten Beamte mit Chaiwat Sinsuwong einen Wortführer der ausserparlamentarischen Opposition verhaftet. Ein Gericht hatte vor Wochen gegen neun Anführer der PAD Haftbefehle wegen Widerstand, Verschwörung und illegaler Demonstrationen erlassen. Die Leitung der Bangkoker Polizei hat angekündigt, alle gesuchten PAD-Anführer festzunehmen, sobald sie den seit August besetzten Regierungssitz verlassen. Die PAD demonstriert seit dem 25. Mai gegen die Regierung und wirft ihr vor, Marionetten des gestürzten Premierministers Thaksin Shinawatra zu sein.

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07.10.08 - 64 Verletzte bei Zusammenstössen in Bangkok

Bei gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Polizisten und Anhängern der People's Alliance for Democracy (PAD) wurden in der Nacht zum Dienstag 64 Menschen verletzt, davon mehrere schwer. Eine Frau verlor bei der Explosion eines Tränengaskanisters ein Bein. Tausende Regierungsgegner zogen zum Parlamentsgebäude, um die Zufahrten zu blockieren. Mit der Blockade wollte die PAD die für heute vorgesehene Regierungserklärung von Ministerpräsident Somchai Wongsawat im Parlament verhindern. Mehrere hundert Polizisten gingen mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Die PAD hat ihre Anhänger landesweit aufgerufen, sich den Demonstranten in Bangkok anzuschliessen.

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07.10.08 - Ehepaar Shinawatra bittet um politisches Asyl

Das Home Office hat in London bestätigt, dass der gestürzte Premierminister Thaksin Shinawatra und seine Frau Potjaman in England um politisches Asyl nachgesucht haben. Der Antrag soll schon vor Wochen gestellt worden sein. Einzelheiten wollte das Home Office nicht mitteilen. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte in Bangkok, die Behörde werde weiter die Auslieferung des Ehepaars betreiben.

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07.10.08 - Taxifahrer sollen Fahrpreis aushandeln

Das Transportministerium will den an Bangkoks Flughäfen stationierten Taxifahrern genehmigen, bei längeren Fahrten die Gebühr mit den Kunden auszuhandeln. Nach der seit dem 18. Juni geltenden Regelung für die Airports Don Mueang und Suvarnabhumi muss über den Kilometerzähler abgerechnet werden. Dagegen laufen die Taxifahrer Sturm. Sie verweisen darauf, dass sie nach Fahrten in die benachbarten Provinzen lange Zeit auf einen Kunden warten oder leer nach Bangkok zurückfahren müssen. Ein Beispiel: Taxifahrer fordern für die Strecke von den Flughäfen nach Pattaya 1.300 Baht, der Kilometerzähler würde hingegen nur 900 Baht anzeigen. Sobald der Transportminister die Vereinbarung unterzeichnet hat, soll die neue Regelung in Kraft treten.

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07.10.08 - THAI fliegt weiter Verluste ein

Die Thai Airways International (THAI) fliegt weiter rote Zahlen ein. Das Management nennt die rückläufigen Buchungen nach Verkündung des Ausnahmezustands als Ursache, Analysten verweisen hingegen auf die hohen Ausgaben für Treibstoff und Flugverkehr. Die THAI hatte für das zweite Quartal ein Defizit von 9,25 Milliarden Baht gemeldet. Analysten sagen für das Jahr 2008 einen Verlust von 9,6 Milliarden Baht gegenüber einem Netto-Gewinn von 1,83 Milliarden Baht in 2007 voraus.

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09.10.08 - "Schwarzer Oktober" wirkt sich verheerend aus

Thailands Image ist angeschlagen. Nach den blutigen Ausschreitungen befürchtet die Wirtschaft, dass sich ausländische Investoren zurückziehen, und die Tourismusindustrie rechnet bis Ende des Jahres mit Einnahmeausfällen von zehn Milliarden Baht. Urlauber würden sich andere Reiseziele suchen, bereits fest terminierte Kongresse und Messen könnten abgesagt werden, glaubt der Tourism Council of Thailand. In Anlehnung an den "Schwarzen Mai" im Jahr 1992 sind thailändische Zeitungen nach dem jüngsten Blutbad in Bangkok mit der Schlagzeile "Schwarzer Oktober" erschienen. Bei den schweren Zusammenstössen am letzten Dienstag wurden eine Frau und ein Mann getötet, etwa 400 Menschen zum Teil schwer verletzt. Ihre Majestät die Königin hat drei Krankenhäusern insgesamt 800.000 Baht zur Behandlung von Verletzten zur Verfügung gestellt. Die Polizei setzte Tränengas ein, Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) wehrten sich mit Baseballschlägern und Stöcken. Sowohl Polizei als auch Demonstranten wiesen Berichte zurück, sie hätten von Schusswaffen Gebrauch gemacht. Fest steht: Mehrere Polizeibeamte erlitten Schussverletzungen, und Ärzte haben Wunden behandelt, die nach ihrer Einschätzung durch Explosionen entstanden sind. Im Mai 1992 schritt die Armee gegen rund 200.000 Demonstranten ein. Damals kamen mehr als 100 Menschen ums Leben. Ministerpräsident Suchinda Kraprayoon wurde zum Rücktritt gezwungen.

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09.10.08 - Ministerpräsident verteidigt den Polizeieinsatz

Regierung und ausserparlamentarische Opposition stehen sich unversöhnlich gegenüber. Premierminister Somchai Wongsawat hat gegenüber ausländischen Botschaftern das Vorgehen der Polizei gerechtfertigt. Die Sicherheitskräfte hätten im Rahmen des Gesetzes gehandelt. Seine Regierung werde in der Krise internationalen Gesetzen und demokratischen Prinzipien entsprechend handeln. Der Ministerpräsident sagte weiter, er werde nicht zurücktreten und das Parlament auch nicht auflösen. Die People`s Alliance for Democracy (PAD) will weiter demonstrieren und den Regierungssitz besetzt halten. Die PAD fordert, dass die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes zur Rechenschaft gezogen werden.

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09.10.08 - Sicherheitshinweis der deutschen Botschaft

In den nächsten Wochen muss in Bangkok weiter mit grossen Demonstrationen gerechnet werden. Das alltägliche Leben in Bangkok dürfte kaum beeinträchtigt werden, es wird aber dringend empfohlen, Demonstrationen und sonstige grössere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen. Die Besetzung des Regierungssitzes (Government House) durch die ausserparlamentarische Opposition geht weiter. Es wird daher dringend empfohlen, das Regierungsviertel, insbesondere das Gebiet um das Government House (Pitsanulok Road), die Rajdamnoen Avenue sowie die Makkhawan Bridge und aufgrund der aktuellen Ereignisse auch das Areal um das Parlament zu meiden.

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10.10.08 - PAD-Anführer aus der Haft entlassen

Ein Berufungsgericht hat drei Anklagen gegen neun Anführer der People`s Alliance for Democracy (PAD) fallengelassen. Die Richter entschieden, dass die am 27. August erlassenen Haftbefehle wegen Hochverrat, Aufstand und Widerstand gegen die Staatsgewalt nicht begründet waren. Den Männern drohte deswegen lebenslange Haft. Die neun führenden Mitglieder der ausserparlamentarischen Opposition können nur wegen geringfügiger Straftaten belangt werden. Nach dem Urteilsspruch wurden die vor Tagen von der Polizei festgenommenen zwei prominenten PAD-Anführer Chamlong Srimuang und Chaiwat Sinsuwong gegen Kaution aus der Haft entlassen.

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10.10.08 - Nur ein Putsch kann die Krise beenden

Chavalit Yongchaiyudh hat in einem Interview mit der Bangkok Post das Militär zum Putsch aufgerufen. Nur ein Staatsstreich könne die politische Krise beenden. Anschliessend sollte das Militär eine Übergangsregierung aus allen Parteien bilden. "Einen anderen Weg aus der verfahrenen Situation gibt es nicht. Die Auflösung des Parlaments wird das Problem nicht beseitigen", sagte der Politiker. Nach dem Blutbad vom letzten Dienstag war Chavalit Yongchaiyudh als stellvertretender Ministerpräsident zurückgetreten.

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10.10.08 - 11 Milliarden Baht für lärmgeplagte Flughafenanlieger

Mit 100 Millionen Baht hat der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) in den letzten zwei Jahren 16 Häuser von lärmgeschädigten Anliegern des Bangkoker Flughafens Suvarnabhumi erworben. Weitere 185 Millionen Baht wurden für Reparaturen und Umbauten von 342 Häusern ausgegeben. Nach Angaben der AoT haben die Eigentümer von 14.000 Gebäuden Anspruch auf eine Entschädigung oder auf Übernahme von Sanierungskosten. Der Flughafenbetreiber gibt die Gesamtausgaben mit 11 Milliarden Baht an. Lärmgeplagte Anlieger werfen der AoT vor, ihre Probleme zu ignorieren und das Programm zum Aufkauf von Häusern bzw. deren Umbau zu verzögern.

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10.10.08 - Neue Immigration-Karte

Ende des Jahres will die Immigration-Behörde neue Karten für Ausländer und Thais ausgeben, die nach Thailand einreisen oder das Königreich verlassen. Diese Immigration-Karten können je nach Nationalität drei- bis fünfmal genutzt werden. Die Immigration verspricht, dass Inhaber dieser Karten bei der Ein- oder Ausreise schneller abgefertigt werden. Eine weitere Neuerung: Im kommenden Jahr will die Einwanderungsbehörde eine Hotline mit der Telefonnummer 1178 schalten. Touristen können Informationen in acht Sprachen abrufen.

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13.10.08 - In Pattaya bleiben die Touristen aus

Die Unruhen im Land und die weltweite Finanzkrise haben Pattayas Tourismusindustrie hart getroffen. Nach einem Bericht der Bangkok Post lag die Belegungsquote der Hotels in den ersten neun Monaten mit 50 Prozent 20 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Seit den blutigen Ausschreitungen am letzten Dienstag in Bangkok soll die Zimmerbelegung auf 30 Prozent gefallen sein. Alisa Phanthusak vom Tiffany-Kabaret spricht von der grössten Krise der letzten zehn Jahre für den lokalen Tourismus. Weil dem Unternehmen die Zuschauer ausbleiben, hat Tiffany geplante Investitionen gestoppt. Nach Angaben der Thai Hotels Association haben kleinere Hotels, in denen vorwiegend Chinesen und Koreaner übernachten, bereits Personal entlassen und Gehälter gekürzt.

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13.10.08 - Armee schliesst einen Putsch aus

Trotz anhaltender Gewalt sieht das Militär keinen Anlass zum Eingreifen. Armeebefehlshaber Anupong Paochinda schliesst nach wie vor einen Putsch aus. Der General vertritt die Auffassung, es sei die Aufgabe der Regierung, politische Probleme zu lösen. Anupong Paochinda hat die Regierung verpflichtet, für die gewaltsamen Auseinandersetzungen der Vorwoche die Verantwortung zu übernehmen und zu ermitteln, wie es zu dem Blutbad kommen konnte. Bei den Zusammenstössen zwischen Polizei und ausserparlamentarischen Opposition waren am Dienstag zwei Demonstranten getötet und über 400 Menschen verletzt worden

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13.10.08 - 21 Tote bei Unfall mit Reisebus

Die Serie schwerer Unfälle mit Reisebussen reisst nicht ab. 21 Menschen kamen ums Leben, als ein Bus auf einem abschüssigen und kurvenreichen Teilstück des Highway 304 in der Provinz Prachin Buri von der Fahrbahn abkam, eine steile Böschung hinunterstürzte und sich überschlug. Der Bus kam aus Khon Kaen und transportierte 43 Studenten und drei Lehrer eines Colleges nach Chanthaburi. 27 Fahrgäste mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Nach Angaben der Polizei soll der Fahrer, der bei dem Unfall ums Leben kam, zu schnell gefahren sein. Zudem hätten die Bremsen des Fahrzeugs versagt. In den letzten Monaten ist es landesweit zu mehreren folgenschweren Zwischenfällen mit Reisebussen gekommen. Als Unfallursachen ermittelte die Polizei schwere Mängel an Fahrzeugen oder menschliches Versagen.

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14.10.08 - Thailand soll seine Soldaten umgehend abziehen

Der Grenzstreit zwischen Kambodscha und Thailand um ein 4,6 Quadratkilometer grosses Areal am Hindu-Tempel Preah Vihear spitzt sich erneut zu. Kambodschas Ministerpräsident Hun Sen hat nach einem Gespräch mit Thailands Aussenminister Sompong Amornvivat in Phnom Penh das Nachbarland ultimativ aufgefordert, seine Soldaten aus dem umstrittenen Gebiet umgehend abzuziehen. Ansonsten riskiere Bangkok einen bewaffneten Konflikt. Hun Sen sagte weiter, Kambodscha habe lange genug Geduld bewiesen. Eine Einigung sei nicht möglich, weil Thailands Regierungsvertreter keine Vereinbarung unterschreiben dürften.

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14.10.08 - Der weltweit längste Unterwasser-Tunnel

Chiang Mai hat eine neue Touristenattraktion. Am 26. Oktober eröffnet in der nördlichen Provinzhauptstadt am Zoologischen Park das Zoo-Aquarium. Es hat 600 Millionen Baht gekostet und bietet einen 133 Meter langen Unterwasser-Tunnel. Er soll der längste weltweit sein. Die Besucher können 8.000 Meeresbewohner 250 unterschiedlicher Arten bewundern.

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14.10.08 - Investitionsbereitschaft lässt nach

Lokale und ausländische Unternehmen investieren nur zögerlich. Das Board of Investment (BoI), das in Thailand alle grösseren Investitionen genehmigen muss, hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres 964 Projekte mit einem Volumen von 341 Milliarden Baht bewilligt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war das beim Volumen ein Minus von 20 Prozent, die Zahl der Anträge ging um 3,5 Prozent zurück. Wegen der globalen Finanzkrise und der Unruhen im Land wird das BoI sein Ziel, bis Ende 2008 Investitionen über 600 Milliarden Baht zu bewilligen, nicht erreichen. Die staatliche Organisation rechnet mit nur 400 Milliarden Baht.

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14.10.08 - Regierungspartei droht die Auflösung

Die Generalstaatsanwaltschaft hat beim Verfassungsgericht die Auflösung der Regierungspartei People Power (PPP) beantragt. Die Behörde verweist auf ein Urteil des Obersten Gerichts, das im Juli den stellvertretenden PPP-Vorsitzenden Yongyuth Tiyapairat wegen Wahlbetrugs verurteilt hat. Nach der Verfassung aus dem Jahr 2007 kann eine Partei aufgelöst werden, wenn ein führendes Mitglied wegen Wahlbetrugs rechtskräftig verurteilt worden ist. Beim Verfassungsgericht sind zwei weitere Verfahren gegen die Parteien Chart Thai und Matchimathipataya anhängig.

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16.10.08 - Feuergefechte fordern Tote und Verletzte

Thailand und Kambodscha stehen am Rand eines Krieges. Bei zwei kurzen Feuergefechten in der Nähe des Hindu-Tempels Preah Vihear wurden am Mittwoch nach Angaben des thailändischen Militärs sieben thailändische Soldaten verletzt sowie zwei Kambodschaner getötet und sieben weitere verletzt. Kambodscha will nach eigenen Angaben zehn thailändische Soldaten festgenommen haben. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, für die Zwischenfälle verantwortlich zu seien. Die thailändische Armee hat an der Grenze Truppen und schwere Waffen zusammen gezogen und erklärt, sie sei für einen Krieg gerüstet. Das Aussenministerium hat die im Nachbarland befindlichen Bürger aufgerufen, Kambodscha zu verlassen. Die Thai Airways hat mehrere Grossflugzeuge bereitgestellt, um Thais zu evakuieren. Nach Angaben aus Bangkok leben in der kambodschanischen Hauptstadt etwa 1.000 Staatsbürger, in Siem Reap sollen es 500 sein. Beide Länder haben angekündigt, die Vorfälle vor die Vereinten Nationen, deren Sicherheitsrat und internationalen Gerichten zu bringen. Im Mittelpunkt des Streits zwischen beiden Staaten steht ein 4,6 Quadratkilometer grosses Gebiet um den 900 Jahre alten Preah-Vihear-Tempel. 1962 hatte der Internationale Gerichtshof das Gebiet Kambodscha zuerkannt. Diese Entscheidung sorgt seitdem in Thailand für Unmut, zumal der Tempel so gut wie nur von Thailand aus zu besuchen ist. In New York hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Kambodscha und Thailand zur Besonnenheit aufgerufen. Beide Länder sollten den Grenzkonflikt friedlich in Verhandlungen lösen.

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16.10.08 - Hohe Melamine-Werte in Kondensmilch

In Kondensmilch der Marke Mali hat die für die Lebensmittelkontrolle zuständige Food and Drug Administration hohe Melamine-Werte festgestellt. Nach Angaben der Behörden sollen Labortest 92,82 Milligramm je Kilogramm ergeben haben bei einem zulässlichen Grenzwert von 2,5 Milligramm je Kilogramm. Die Proben wurden von 150.000 Dosen gezogen. Die Food and Drug Administration hat den Hersteller Thai Dairy Industry umgehend aufgefordert, die Kondensmilch vom Markt zu nehmen.

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16.10.08 - Polizei zerstört 2.000 Tränengasgranaten

Die Polizeiführung hat die Zerstörung von 2.000 aus China importierten Tränengasgranaten angeordnet. Die Explosion dieser Granaten hatte bei den schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und ausserparlamentarischer Opposition in der Vorwoche eine Frau getötet und zahlreiche Demonstranten schwer verletzt. Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) verloren durch die Explosion Arme und Beine.

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17.10.08 - Länder einigen sich auf gemeinsame Patrouillen

Entspannung im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha. Hohe Militärs beider Staaten sind bei Gesprächen übereingekommen, in den umstrittenen Gebieten Soldaten beider Länder gemeinsam patrouillieren zu lassen. Die Verhandlungen in der thailändischen Provinz Si Sa Ket nahe der Grenze zu Kambodscha dauerten vier Stunden. Allerdings konnten sich die Gesprächspartner nicht über Schritte zum Abzug der Truppen einigen. Die gemeinsamen Patrouillen sollen weitere bewaffnete Auseinandersetzungen verhindern. Für den 21. Oktober ist ein Treffen hoher Politiker aus Bangkok und Phnom Penh geplant.

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17.10.08 - Armeechef: Ministerpräsident soll zurücktreten

In einem TV-Interview hat Armeechef Anupong Paojinda Premierminister Somchai Wongsawat nahegelegt, sein Amt niederzulegen. Die Regierung habe in der Vorwoche den Einsatz von Polizisten gegen die Demonstranten veranlasst und den Gebrauch von Tränengasgranaten gebilligt. Dafür müsse der Ministerpräsident als Regierungschef die Verantwortung übernehmen. Am Dienstag letzter Woche waren beim Polizeieinsatz zwei Demonstranten getötet und mehr als 400 Menschen verletzt worden. Auf die Frage, was er unternehmen würde, antwortete Anupong Paojinda: "Ich würde zurücktreten." Der General schloss erneut einen Putsch des Militärs aus.

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17.10.08 - One-Two-Go darf nicht abheben

Die Zivile Luftfahrtbehörde will das über die Fluggesellschaft One-Two-Go verhängte Startverbot noch nicht aufheben. Nach Angaben der Behörde hat die Billigairline längst nicht alle Auflagen erfüllt. Die Luftfahrtbehörde appelliert an das Unternehmen, die ausländischen Manager durch lokale Experten zu ersetzen. Der Grund: Ausländer wollten schnelles Geld machen und würden die Sicherheit vernachlässigen. Ermittlungen hätten ergeben, dass die Piloten zwischen den Starts nicht ausreichend Ruhepausen eingelegt hätten. Die Luftfahrtbehörde fordert weiter, mindestens 40 Prozent der Piloten müssten Thais sein. Die Maschinen der One-Two-Go stehen seit dem 22. Juli am Boden. Am 16. September 2007 war eine MD 82 der Billigairline beim Anflug auf den Airport Phuket verunglückt. 90 Insassen kamen ums Leben, 40 wurden zum Teil schwer verletzt. Die Luftfahrtbehörde glaubt, dass menschliches Versagen zu der Katastrophe geführt hat.

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17.10.08 - Kriegsrecht um drei Monate verlängert

Das Kabinett hat das Kriegsrecht in den drei südlichen Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat um drei Monate verlängert. Seit der ersten Verhängung des Kriegsrechts ist der Ausnahmezustand bereits 13 Mal verlängert worden. In den überwiegend von Moslems bewohnten Provinzen kämpfen Aufständische für eine Autonomie der Region. Seit dem Ausbruch der Gewalt kamen über 3.500 Menschen ums Leben.

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20.10.08 - Regierungsanhänger wollen bei Putsch kämpfen

Sollte das Militär erneut zu einem Staatsstreich die Kasernen verlassen, muss es mit erbittertem Widerstand von Regierungsanhängern rechnen. Maj.-Gen. Khattiya Sawasdipol hat Mitglieder der United Front for Democracy Against Dictatorship (UDD), die der Regierung nahe steht, an Waffen ausgebildet. Aus dem Nordosten würden Tausende Unterstützer nach Bangkok eilen. Den Regierungsanhängern stehen nach Angaben des Generals Handfeuerwaffen und Molotowcocktails zur Verfügung. Diese würden gegen Panzer eingesetzt. Khattiya Sawasdipol nannte ein weiteres probates Mittel, einen Putsch zu stoppen: UDD-Mitglieder würden sich auf die Fahrbahnen legen und den Vormarsch der Soldaten beenden.

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20.10.08 - Keine Melamine in der Trinkmilch

Die für Lebensmittelkontrolle zuständige Food and Drug Administration (FDA) hat die Bevölkerung beruhigt: Weder in Milch noch in weiteren Molkereiprodukten seien bisher erhöhte bzw. nicht für die Produktion genehmigte Industriechemikalien festgestellt worden. Nach Angaben der Kontrollbehörde wird in Thailand Milch ausschliesslich aus hier zur Verfügung stehenden Rohmaterialien hergestellt. Ende letzter Woche hatte die FDA bei Proben der im Handel erhältlichen Kondensmilch der Marke Mali weit überhöhte Melamine-Konzentrationen ermittelt. Drei weitere Produkte des Kondensmilch-Herstellers Thai Milk Industry werden derzeit untersucht. Untersuchungen von Backwaren der Restaurant- und Bäckereikette S&P haben ergeben, dass in den Plätzchen weniger als die erlaubten 2,5 Milligramm Melamine je Kilogramm enthalten sind. Aus dem Gesundheitsministerium verlautet, der Verzehr dieser Backwaren sei nicht gesundheitsschädlich. In der Vorwoche waren in der Schweiz S&P-Plätzchen mit angeblich aussergewöhnlich hohen Melamine-Werten aufgetaucht. Melamin ist die Bezeichnung für eine aromatische Verbindung.

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20.10.08 - Piraten gaben gekapertes Schiff frei

Mehr als zwei Monate nach dem Aufbringen des thailändischen Cargo-Schiffes MV Thor Star durch somalische Piraten im Golf von Aden haben die Seeräuber Schiff und die 28-köpfige Besatzung freigelassen. Der Frachter gehört Thoresen Thai Agencies, Thailands grösster Reederei. Nach deren Angaben wird das Schiff den Hafen eines arabischen Landes anlaufen. Dort soll die Crew von Ärzten untersucht werden. Anschliessend wird die Besatzung nach Thailand ausgeflogen. Die Reederei nahm zu Informationen, es sei ein Lösegeld gezahlt worden, nicht Stellung.

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21.10.08 - Firmen entlassen Tausende Mitarbeiter

Der Konjunkturabschwung in Europa und in den USA trifft die exportorientierte Industrie der Provinz Tak. Den meisten Betrieben liegen für dieses und das erste Quartal nächsten Jahres keine Aufträge vor. Zudem haben ausländische Unternehmen die Auslieferung bereits bestellter Waren auf das kommende Jahr verschoben. Die Branche kündigt Massenentlassungen an. Zwischen 10.000 und 30.000 Frauen und Männer sollen ihren Job verlieren. In Tak produzieren über 100 Firmen Markenwaren: Bekleidung, Lederwaren und Keramiken. Da diese Waren für betuchte Käufer bestimmt sind, finden die Unternehmen derzeit keine neuen Abnehmer.

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21.10.08 - Impfstoff gegen Dengue-Fieber wird erprobt

Die Mahidol-Universität will noch in diesem Jahr einen Impfstoff gegen das gefährliche Dengue-Fieber erproben. Das Mittel ist von Wissenschaftlern der Tropischen Fakultät der Uni entwickelt worden. Die Fakultät wartet auf die Genehmigung des Gesundheitsministeriums. Dann sollen rund 4.000 Kinder im Alter von 4 bis 11 Jahren über einen Zeitraum von 18 Monaten die Schutzimpfung erhalten.

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21.10.08 - Vier-Augen-Gespräche über Grenzkonflikt

Bei einem Besuch der an der kambodschanischen Grenze stationierten Soldaten hat Premierminister Somchai Wongsawat direkte Gespräche mit Kambodscha über den Territorialstreit um das Gelände des Hindu-Tempels Preah Vihear angekündigt. Wie schon zuvor Kambodschas Regierungschef Hun Sen, lehnt auch Thailands Ministerpräsident die Einmischung oder Vermittlung Dritter ab. "Ich warte auf den richtigen Zeitpunkt, um mit Hun Sen zu sprechen", sagte Somachai Wongsawat. Ein Treffen unter vier Augen ist bereits in dieser Woche geplant. Beide Regierungsschefs nehmen an der am Freitag beginnenden Asiatisch-Europäischen Konferenz in Peking teil. In der Vorwoche waren bei Schiesserei zwei Kambodschaner getötet und mehrere Soldaten beider Seiten verletzt worden.

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21.10.08 - Ärzte-Notstand an staatlichen Krankenhäusern

Dem staatlichen Gesundheitsdienst droht ein Ärzte-Notstand. Von einem Mangel an ausgebildeten Medizinern besonders betroffen sind die kleineren Krankenhäuser auf dem Land. Nach Angaben des Präsidenten des Medical Council, Somsak Lohlekha, verlassen jedes Jahr rund 1.200 neue Ärzte die Universitäten, und etwa 800 geben ihren Arbeitsplatz in staatlichen Hospitälern auf. Im Jahr 2004 waren es erst 468, in 2006 bereits 785. Landesweit praktizieren rund 32.000 Mediziner, davon sind aber nur 8.300 im Staatsdienst. Auf einen Arzt in einem staatlichen Spital kommen rund 5.000 Patienten - statistisch gesehen. Der Medical Council kritisiert, die Kollegen hätten kaum Zeit, sich intensiv mit den Patienten und deren Beschwerden zu befassen.

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22.10.08 - Thaksin zu Gefängnisstrafe verurteilt

Unter den Tausenden Anhängern der People's Alliance for Democracy (PAD), die seit dem 26. August in Bangkok den Regierungssitz besetzt halten, löste die Urteilsverkündung Jubel und Begeisterungsstürme aus. "Thaksin im Gefängnis" stimmten die Mitglieder der ausserparlamentarischen Opposition in Sprechchören an. Ein Oberstes Gericht in Bangkok hatte den gestürzten Premierminister Thaksin Shinawatra wegen Amtsmissbrauch zwei Jahre ins Gefängnis geschickt. Fünf der vier Richter hielten den ehemaligen Regierungschef für überführt, im Jahr 2003 bei einem Grundstückskauf durch seine Frau Potjaman den Artikel 100 des National Counter Corruption Act verletzt zu haben. Thaksin Shinawatra hat nach Einschätzung des Gerichts dafür gesorgt, dass seine Ehefrau bei der Auktion des Geländes bevorzugt wurde und das Areal weit unter dem Marktwert erhalten hat. Potjaman Shinawatra wurde freigesprochen, weil sie bei dem Deal nicht im Staatsdienst war. Allerdings wird sie das Grundstück zurückgeben müssen, der Kaufpreis soll ihr erstattet werden. Die Richter sahen bei ihrem Ehemann einen Interessenkonflikt. Er hätte zum Wohl des Staates und nicht zum Vorteil seiner Frau Einfluss nehmen dürfen. Das Gericht sah einen groben Verstoss gegen "politische Ethik". Da Thaksin und Potjaman Shinawatra in London leben und dort um politisches Asyl nachgesucht haben, hat das Gericht einen Haftbefehl erlassen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Thaksin, er habe ein solches Urteil erwartet. Dieses sei politisch motiviert. Der gestürzte Ministerpräsident kann nicht in die Berufung gehen. Sollte er aber innerhalb eines Monats neues Beweismaterial vorlegen, das ihn entlastet, würde ein Richterausschuss des Obersten Gerichts darüber befinden. Die PAD hat eines ihrer Ziele erreicht. Seit Jahren unterstellt sie Thaksin und dessen Regierung Korruption und Machtmissbrauch, und mit dem Urteil ist für die PAD der Beweis erbracht. Gegen den Politiker laufen in Thailand weitere Gerichtsverfahren.

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22.10.08 - Ausschuss soll neue Verfassung erarbeiten

Die Regierungsparteien verfolgen nach wie vor das Ziel, die von den Militärs initiierte Verfassung aus dem Jahr 2007 neu zu schreiben. Ein Ausschuss soll innerhalb von 120 Tagen Vorschläge erarbeiten. In diesem Gremium werden alle 76 Provinzen vertreten sein, darüber hinaus 24 Politiker und Politikwissenschaftler sowie 20 Vertreter verschiedener Berufsgruppen. Ein Sprecher der Regierung schloss nicht aus, dass die Regierung nach Verabschiedung der neuen Verfassung das Parlament auflösen und Neuwahlen ausschreiben werde. Kritiker glauben, die Regierung wolle nur Zeit schinden. Eine Diskussion über eine neue Verfassung werde den politischen Konflikt verschärfen.

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22.10.08 - Maschinen der Thai AirAsia gut ausgelastet

Die Billigairline Thai AirAsia hofft ihr Jahresziel von 4,7 Millionen Passagieren zu erreichen. Trotz Finanz- und Konjunkturkrise sowie politischer Unruhen im Land sind die Maschinen nach Angaben der Fluggesellschaft zu über 80 Prozent ausgelastet. Um weitere Einnahmen bemüht, bietet Thai AirAsia ihren Fluggästen einen erweiterten Inflight-Service an: mehr Speisen, Getränke, zollfreie Waren. Das Unternehmen will seinen Passagieren bei niedrigen Flugpreisen den Service renommierter Airlines bieten.

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24.10.08 - Handel, Tourismus und Glücksspiel schrumpfen

Der Grenzstreit zwischen Thailand und Kambodscha am Hindu-Tempel Preah Vihear hat den Handel und Tourismus schwer getroffen. Die Handelskammer der thailändischen Provinz Si Sa Ket beziffert den Einnahmeausfall auf mehrere 100 Millionen Baht. Reiseagenturen melden bei den Buchungen einen Rückgang um 30 Prozent. Deshalb appellieren Handel und Tourismusbranche an die Regierung, den Konflikt mit Kambodscha so schnell wie möglich zu beenden. Stark nachgelassen hat auch die Zahl der Thais, die, vor allem an den Wochenenden, Spielkasinos in Kambodscha besuchen. Nach Angaben des kambodschanischen Tourismusbüros am Poi-Pet-Grenzübergang, versuchen nur noch 20 Prozent der Spieler ihr Glück in den Kasinos.

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24.10.08 - Dreimonatiger "Kampf gegen Drogen"

Justizminister Somsak Kiatsuranont hat einen dreimonatige "Kampf gegen Drogen" ausgerufen. Die Einsätze verschiedener Sicherheitskräfte sollen am 3. November beginnen. In den letzten Wochen haben die Behörden eine starke Zunahme beim Schmuggeln und dem Gebrauch von Rauschgift festgestellt. Bei Razzien in 13 Häusern Bangkoks und vier weiteren im Norden konfiszierte die Polizei in dieser Woche den gesamten Besitz von zwei Drogen-Bossen. Die beiden Männer aus Singapur konnten sich rechtzeitig absetzen. Sie sollen einem internationalen Syndikat des organisierten Verbrechens angehören. Sichergestellt wurden neun Gebäude, 34 Bankkonten mit Einlagen von 15 Millionen Baht, 3 Millionen Baht Bargeld, Gold und Uhren im Wert von 10 Millionen Baht, 9 Fahrzeuge, 26 Computer und wichtige, auch belastende Dokumente.

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24.10.08 - Gates-Stiftung unterstützt thailändische Wissenschaftlerin

Eine Wissenschaftlerin der Mahidol-Universität erhält 100.000 US-Dollar für die weitere Erforschung von Medikamenten gegen das gefährliche Dengue-Fieber. Das Geld kommt von der Stiftung von Bill und Melinda Gates. Pattamaporn Kittayapong geht in der Mahidol University in Bangkok neue Wege zur Kontrolle des hämorrhagischen Fiebers anhand der Untersuchung von Bakterien mit natürlichen Fähigkeiten zur Eingrenzung der Erkrankung. Sollte die Wissenschaftlerin bei ihren Untersuchungen Fortschritte machen, würde die Stiftung sie mit einer Million Dollar weiter unterstützen. Die Stiftung wurde vom Computer-Tycoon Bill Gates und dessen Frau gegründet und hat in diesem Jahr 104 Stipendien zur Erforschung gewagter und weitgehend unerprobter Verfahren im Dienste der weltweiten Gesundheit zur Verfügung gestellt. Seit Beginn des Jahres hat es in Thailand bereits 70.000 Fälle von Dengue-Fieber gegeben, 83 Infizierte fanden den Tod.

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24.10.08 - Hochwasserschäden werden beseitigt

Die Regierung hat den 17 vom Hochwasser am stärksten betroffenen Provinzen 127 Millionen Baht bewilligt. Mit diesen Geldern sollen zerstörte Gebäude repariert und die Infrastruktur dieser Gebiete auf den Stand vor den Überflutungen gebracht werden. Beim jährlichen Hochwasser wurden Strassen und Brücken erheblich beschädigt. Die 127 Millionen Baht stehen für 498 Projekte zur Verfügung.

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27.10.08 - LTU mit mehr Thailand-Flügen

Ab 1. November weitet die LTU ihr Flugangebot nach Thailand aus. Die Zahl der wöchentlichen Flüge steigt von derzeit 11 auf dann 14. Die LTU International Airlines, die zur Air Berlin Group zählt, wird fünfmal die Strecke Düsseldorf- Bangkok, viermal München-Phuket, dreimal München-Bangkok und zweimal Berlin-Bangkok bedienen. Auf allen Routen werden A330-200s-Maschinen eingesetzt. Der Fluggesellschaft liegen für die nächsten Wochen und Monate ausreichend Buchungen vor. Im letzten Winterhalbjahr waren die Maschinen zu 92 Prozent ausgelastet.

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27.10.08 - Hohe Melamine-Werte in weiteren Snacks

Die Lebensmittelkontrollbehörde hat in weiteren drei Snacks überhöhte Melamine-Werte festgestellt. Beim Biskuit "Hajuku" mit Erdbeergeschmack waren es 5,07 Milligramm je Kilogramm, bei dem Schokobiskuit "Koala" 3,16 und beim Erdnuss-Kräcker Julie`s 2,52. Der Grenzwert liegt in Thailand bei 2,5 Milligramm je Kilogramm. Die beiden ersten Produkte kommen aus China, Julie`s wird in Malaysia hergestellt. Die Food and Drug Administration hat die Importeure über das Ergebnis informiert. Sie müssen umgehend dafür sorgen, dass die Waren aus den Regalen genommen werden.

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27.10.08 - Gebrauchte Kondome führten zu Überschwemmung

Weil gebrauchte Kondome ein Kanalisationsrohr verstopft und zu Überschwemmungen geführt hatten, liess die Stadtverwaltung von Pathum Thani ein so genanntes "Love Hotel" vorübergehend schliessen. Anlieger hatten die Verwaltung über eine überflutete Strasse informiert. Da der Einsatz einer Pumpe nichts brachte, legten städtische Arbeiter ein Kanalisationsrohr frei. Es war voller Gummis. Das Hotel darf erst wieder Paare aufnehmen, wenn es die Dränage erneuert hat. "Liebes-Hotels" gibt`s in Thailand landesweit. Es sind bessere Absteigen, in denen sich neben Liebespaaren vor allem Frauen und Männer zu ausserehelichem Verkehr treffen. Die Hotels sind rund um die Uhr geöffnet.

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28.10.08 - Zum Wohle des Landes Kompromiss akzeptieren

General Prem Tinsulanonda hat als Präsident des Staatsrates die Regierung, deren Anhänger in der United Front of Democracy Against Dictatorship (UDD) und die Regierungsgegner in der People`s Alliance for Democracy (PAD) zu einem Dialog aufgerufen. Nur Verhandlungen könnten die Streitigkeiten über die Zukunft der Nation beenden. Der ehemalige Ministerpräsident forderte die Parteien auf, zum Wohle des Landes einen Kompromiss zu akzeptieren. Uneins sind sich die beiden prominentesten Anführer der PAD, wie die politische Lage entschärft werden kann. Während Chamlong Srimuang zu Friedensgesprächen bereit ist, sieht Sondhi Limthongkul die von der ausserparlamentarischen Opposition immer wieder erhobenen Bedingungen als nicht erfüllt an.

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28.10.08 - Touristeninseln sollen Umweltschutzzonen werden

Die beiden Touristeninseln Koh Samui und Koh Phangan in der Provinz Surat Thani sollen zu Umweltschutzzonen erklärt werden. Das Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning (Onep) erhofft sich so einen langfristigen Schutz der Meeresfauna und -flora. Die Zone soll auf 36 kleinere benachbarte Inseln ausgedehnt werden, so auf die Koh Tan. Dem Onep ist durchaus bewusst, dass die Inseln Samui und Phangan beliebte Touristenziele sind und Hotels und Resorts das Landschaftsbild prägen. Ein Sprecher der staatlichen Organisation sagte, die Schaffung von Schutzzonen komme nicht zu spät. "Das ist besser als nichts zu tun." In Thailand gibt`s bereits vier Umweltschutzzonen: Phuket, Krabi, Pattaya und die Küste in den Provinzen Phetchaburi und Prachuap Khiri Khan.

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28.10.08 - Regierung will Demonstranten entschädigen

Für die Opfer unter den Demonstranten beim Einsatz der Polizei am 7. Oktober in Bangkoks Innenstadt hat die Regierung einen Betrag von 56 Millionen Baht bereitgestellt. Damit sollen Krankenhauskosten beglichen sowie die Hinterbliebenen und Verletzten entschädigt werden. Bei den Zusammenstössen von Polizei und Anhängern der People`s Alliance for Democracy (PAD) waren zwei Demonstranten getötet und über 400 verletzt worden. Ein von der Regierung eingesetzter Ausschuss soll über die Verwendung der Gelder befinden. Dieses Gremium hat bereits weitere Mittel angefordert, um auch die Familie eines getöteten Demonstranten und die nahezu 200 Verletzten der Ausschreitungen vom 29. August und 2. September zu entschädigen.

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28.10.08 - Gipfeltreffen nach Chiang Mai verlegt

Das Gipfeltreffen der Asean-Staaten ist von Bangkok nach Chiang Mai verlegt worden. Offiziell begründet hat die Regierung diesen Schritt damit, in der nördlichen Provinzhauptstadt sei vom 15. bis 18. Dezember das Klima angenehmer. Doch Ministerpräsident Somchai Wongsawat hat sich für Chiang Mai als Austragungsstätte entschieden, weil in Bangkok womöglich massive Demonstrationen von Regierungsgegnern drohen. Die Regierungschefs der Association of Southeast Asian Nations (Asean) wollen während der viertägigen Tagung 15 Verträge unterschreiben und die Verfassung des Staatenbündnisses endgültig verabschieden. Asean-Staaten sind neben Thailand, Burma, Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Singapur, Indonesien, die Philippinen und Brunei.

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30.10.08 - Tsunami hatte historische Vorläufer

Die verheerende Flutwelle, die am 26. Dezember 2004 rund 250.000 Menschen in den Tod riss, war nicht die erste derartige Katastrophe in Südostasien: Zwei internationale Forscherteams fanden Hinweise darauf, dass vor 600 bis 700 Jahren schon einmal ein gewaltiger Tsunami durch den Indischen Ozean schwappte. Das Team um Kruawun Jankaew von der Chulalongkorn-Universität in Bangkok suchte auf der Insel Phra Thong nördlich von Phuket nach Ablagerungen von früheren Tsunamis. In insgesamt 20 Proben entdeckten die Forscher unterschiedliche Sandschichten. Die Datierung der oberen mit Hilfe der Radiokarbonmethode ergab ein Alter von 550 bis 700 Jahren. Nach Meinung der Forscher stammt sie von einem Tsunami, der von den Ausmaßen her ähnlich stark gewesen sein muss wie der von 2004. Auch in der heutigen indonesischen Provinz Aceh auf der Insel Sumatra ereignete sich im gleichen Zeitraum eine Flutkatastrophe, fand ein zweites Forscherteam um Katrin Monecke von der Kent State University in Ohio (USA) heraus. Die Wissenschaftler nahmen ebenfalls Proben aus Entwässerungsgräben im Marschland in der Nähe der Küste. Dabei fanden sie Hinweise auf Tsunamis im Zeitraum zwischen 1290 und 1400 sowie 780 bis 990 nach Christus. Beide Forschergruppen schließen daraus, dass die Wiederkehrzeit für Erdbeben der Stärke 9,2, wie sie auch 2004 gemessen wurde, bei etwa 600 Jahren liegt. Das erkläre auch die gewaltige Zerstörungskraft des Erdbebens. Städte und Gemeinden, die 2004 zerstört wurden, werfe das in ein Dilemma, schreiben Monecke und Kollegen: Wenn der nächste Tsunami erst nach vielen Generationen zu erwarten ist, erscheint das Risiko, sich in der Nähe des Meeres anzusiedeln, relativ gering. Die Bestrebungen, Frühwarnsysteme aufzubauen, rückten womöglich ebenfalls in den Hintergrund.

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30.10.08 - Industrie sagt Massenentlassungen voraus

Die globale Finanzkrise, der für das kommende Jahr erwartete Wirtschaftsabschwung und die unsichere innenpolitische Situation werden den Arbeitsmarkt hart treffen. Nach Einschätzung der Federation of Thai Industries (FTI) können in 2009 rund eine Million Beschäftigte ihren Job verlieren. Schon jetzt haben einige Wirtschaftszweige wie die Bekleidungsindustrie, die Möbelhersteller sowie die Elektronik- und Keramikbranche ihre Produktion um 20 bis 30 Prozent zurückgefahren. Den Unternehmen fehlen Anschlussaufträge. Die FTI sagt nicht nur Massenentlassungen voraus, auch viele der 700.000 Studenten, die im nächsten Jahr die Universitäten verlassen werden, würden keinen Arbeitsplatz finden.

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30.10.08 - Internet-System sperrt beleidigende Webpages

Ein neues Internet-Gateway-System soll die Webseiten nach beleidigenden oder verletzenden Bemerkungen gegenüber Thailands Königshaus durchforsten. Das Informations- und Kommunikationsministerium lässt sich das Sperren solcher Webpages bis zu 500 Millionen Baht kosten. Das System kann ebenso Seiten von Terroristen und mit pornographischem Inhalt ausfindig machen. Das Ministerium schätzt die Zahl der Websites, die womöglich die Monarchie kränken, auf rund 1.000. Auf Majestätsbeleidigung steht in Thailand nach dem Strafgesetzbuch eine 3 bis 15 Jahre lange Haftstrafe.

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31.10.08 - Angriffe auf PAD: Zwei Tote und fünf Verletzte

Bei mehreren Angriffen auf Anhänger der ausserparlamentarischen Opposition sind in Bangkok zwei Menschen getötet und fünf zum Teil schwer verletzt worden. Zwei vermummte Männer hatten sich auf einem Motorrad der Makkhawan-Brücke genähert und auf Regierungsgegner der People`s Alliance for Democracy (PAD) eine Bombe geworfen. Eine weitere Bombe explodierte vor dem Wohnhaus eines Richters am Verfassungsgericht. Hier entstand lediglich Sachschaden. Den zweiten Toten gab es an der Kreuzung Misakawan. Nach Angaben der Polizei wurde der 46-Jährige erschossen. Die PAD ist sich sicher, dass Regierungsanhänger für Bomben und Schüsse verantwortlich sind und rechnet mit weiteren Angriffen.

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31.10.08 - Thaksin will zu seinen Anhängern sprechen

Der Befehlshaber der Luftwaffe, ACM Itthiporn Supawong, hat die Regierung aufgerufen, die für Samstag geplante Ansprache des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra zu unterbinden. Der erst vor wenigen Wochen vom Obersten Gericht zu einer dreijährigen Haft verurteilte ehemalige Regierungschef will von London aus per Telefon zu seinen Anhängern sprechen. Dazu versammeln sich die Mitglieder der United Front of Democracy Against Dictatorship im Bangkoker Rajamangala-Stadion. Die Demonstration soll im Internet und im staatlichen Fernsehsender NBT übertragen werden. Itthiporn Supawong kritisiert, dass der TV-Kanal missbraucht wird und warnt nachdrücklich vor den Folgen. Er befürchtet schwere Zusammenstösse zwischen Gegnern und Befürwortern der Regierung.

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31.10.08 - Dinosaurier-Fossilien bei Feldarbeit gefunden

In der Provinz Kalasin sind erneut Dinosaurier-Fossilien gefunden worden. Eine 62-jährige Bewohnerin des Dorfes Din Chee stiess bei der Feldarbeit auf die Versteinerungen. Nach Einschätzung von Geologen sind die Überreste der Tiere rund 150 Millionen Jahre alt. Ebenso alt sollen die Abdrücke von ausgebuddelten Krokodilen und Fischen sein. Die Fossilien werden jetzt in der geologischen Abteilung des Mineral Resources Department untersucht.

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31.10.08 - Regierung schnürt ein Hilfsprogramm

Angesichts des drohenden Wirtschaftsabschwungs im kommenden Jahr hat die Regierung einen Aktionsplan vorgelegt. Er soll die Wirtschaft wieder in Fahrt bringen und Massenentlassungen verhindern. Das Kabinett hat entschieden, das Haushaltsdefizit in 2009 um 100 Milliarden Baht anwachsen zu lassen. Und es wird ein Konjunkturprogramm aufgelegt. Erhebliche Beträge werden für den Village-Fonds, das Programm One Tambon One Produkt (Otop) sowie als zinsgünstige Kredite für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die Dörfer sollen auf Antrag bis zu zwei Millionen gegenüber bisher eine Million Baht erhalten, für Otop will die Regierung rund 900 Millionen Baht bewilligen und als zinsgünstige Kredite bis zu 15 Milliarden Baht. Die Programme sollen der einkommensschwachen Bevölkerung helfen und Arbeitsplätze schaffen.

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