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Letzte Aktualisierung: 07.02.2010
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01.09.08 - Tourismusbranche befürchtet katastrophale Folgen - Ministerpräsident Samak bleibt unbeugsam

Die gewaltsamen Zusammenstösse zwischen Sicherheitskräften und Anhängern der People`s Alliance for Democracy (PAD) sowie die durch Demonstranten erreichte vorübergehende Schliessung der Flughäfen Phuket, Krabi und Hat Yai werden die Tourismusindustrie hart treffen. Sollte der Streit zwischen Regierung und deren Gegnern nicht umgehend beigelegt werden und unblutig enden, sagen Sprecher der lokalen Reiseagenturen und Hotels katastrophale Folgen für die Branche voraus. Thailand zählte im Vorjahr 14,5 Millionen ausländische Urlauber. Landesweit ist der Tourismus mit etwa 16 Milliarden US-Dollar eine der wichtigsten Einnahmequellen.

Hotels in der Bangkoker Innenstadt, vornehmlich in der Nähe des seit Dienstag letzter Woche besetzten Regierungssitzes, melden im Jahresvergleich eine geringe Zimmerauslastung und einen Rückgang bei den Buchungen. In den Reisebüros hagelt es Absagen von Thais. Sie fürchten um ihre Sicherheit und bleiben zu Hause. Für Asiaten und Urlauber aus dem Nahen Osten beginnt jetzt die Hauptreisesaison, Europäer buchen mehrheitlich in den folgenden Wochen ihren Winterurlaub.

 

Die Ereignisse im Zeitraffer:

Freitag:

Etwa 1.000 mit Schlagstöcken bewaffnete Polizisten gehen an der Makkhawan-Rangsan-Brücke in Bangkok gegen Demonstranten vor und versuchen, die aus Reifen, Draht und Bambuslatten errichteten Barrikaden zu beseitigen. Bei dem Einsatz werden 66 Demonstranten verletzt. Vor der Polizeizentrale setzen Sicherheitskräfte gegen Regierungsgegner Tränengas ein.

Als Folge der Auseinandersetzungen besetzen Tausende Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) die Zufahrtsstrassen zu den Flughäfen Phuket, Krabi und Hat Yai. Auf allen drei Airports wird der Flugverkehr eingestellt, Touristen können ihre gebuchten Flüge nicht antreten bzw. ihr Ferienziel nicht erreichen.

Die Armeeführung lehnt es ab, den Notstand zu erklären und das Militär einzusetzen. Die Streitkräfte erwarten, dass die Polizei die Lage in den Griff bekommt und appelliert an die Regierung, zurückzutreten oder das Parlament aufzulösen.

 

Samstag:

Der Flugplatz Hat Yai wird wieder geöffnet, die Airports Phuket und Krabi bleiben geschlossen. Auf der Ferieninsel Phuket und in Krabi sitzen rund 15.000 Passagiere fest.

Wegen des von der Eisenbahnergewerkschaft ausgerufenen Streiks kommt der Eisenbahnverkehr in weiten Teilen des Landes zum Stillstand. 66 Personenzugverbindungen und 76 Gütertransporte fallen aus. In den Süden und in den Norden werden alle Verbindungen gestrichen.

Die Gewerkschaft der Fluggesellschaft Thai Airways International (THAI) ruft ihre 15.000 Mitglieder auf, aus Solidarität mit den Regierungsgegnern dem Arbeitsplatz fern zu bleiben und sich krank zu melden.

König Bhumibol Adulyadej empfängt in seiner Sommerresidenz in Hua Hin Premierminister Samak Sundaravej. Einzelheiten aus dem Gespräch verlauteten nicht.

Prinzessin Maha Chrakri Sirindhorn versetzt als Vizepräsidentin des Roten Kreuzes die Thai Red Cross Society in Alarmbereitschaft. An der Chamai-Maruchet-Brücke in Bangkok, ganz in der Nähe des Regierungssitzes, wird eine Rettungszentrale eingerichtet. Ärzteteams, Krankenschwester und Rettungswagen stehen bereit.

 

Sonntag:

Um 11 Uhr wird der Airport Phuket für den Flugverkehr wieder geöffnet. Nach wie vor demonstrieren auf den Zufahrtsstrassen Regierungsgegner. Auch in Krabi starten und landen wieder Flugzeuge.

Der nationale Polizeichef enthebt Bangkoks Polizeichef seines Amtes. Aswin Kwanmuang wird vorgeworfen, die Anweisungen der Regierung nicht befolgt und die Demonstrationen nicht aufgelöst zu haben. Der Polizei-General ist das erste prominente Opfer der politischen Auseinandersetzungen.

PAD-Anhänger im Süden des Landes kündigen an, sie würden sieben Flughäfen sperren, wenn die Regierung nicht zurücktrete. Genannt werden die Airports Phuket, Hat Yai, Krabi, Surat Thani, Koh Samui, Nakhon Si Thammarat und Trang.

In Bangkok kommen das Parlament und der Senat zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Der Verlauf wird im Fernsehen live übertragen. Eine Lösung zur Überwindung der politischen Krise wird nicht sichtbar. Ministerpräsident Samak Sundaravej weist die Forderung der Demokratischen Partei und mehrerer Senatoren nach einer Auflösung des Parlaments zurück. Der Regierungschef bleibt unbeugsam: Er werde weder zurücktreten noch den Weg für Neuwahlen freimachen.

Mehr als 1000 Unterstützer des Ministerpräsidenten stärken der Regierung vor dem Parlamentsgebäude den Rücken. Weitere Demonstrationen pro Regierung werden aus dem Norden und Nordosten des Landes gemeldet.

 

Montag:

Auch am siebten Tag der Grossdemonstration halten PAD-Anhänger in Bangkok das Government House besetzt. Ein Sprecher der Demonstranten bezeichnet den Verlauf der Krisensitzung von Parlament und Senat als "ungenutzte Zeit". Die PAD werde so lange die Blockade aufrechterhalten, bis der Premierminister zurückgetreten sei.

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01.09.08 - Urlauber ertrank vor der Insel Larn

Fünf Stunden suchten Helfer des Seenotrettungsdienstes vor dem Strandabschnitt Tawaen auf der Insel Larn nach einem vermissten Urlauber. Erst dann wurde die im Meerwasser treibende Leiche gefunden. Die Polizei vermutet, dass der 24-jährige Tourist aus Macao beim Schwimmen einen Krampf erlitt und ertrank. Der Chinese gehörte zu einer 19-köpfigen Gruppe, die einen fünftägigen Urlaub in Pattaya gebucht hatte. Am Tag des Unfalls hatten sich die Touristen auf die Koralleninsel übersetzen lassen.

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02.09.08 - Regierung verhängt Ausnahmezustand

Bei gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Anhängern der Regierung und Regierungsgegnern ist in Bangkok in der Nacht zum Dienstag ein Mann durch Schüsse getötet worden. Nach Angaben der Behörden sollen mindestens 30 weitere Menschen verletzt worden sein. Wenige Stunden später erklärte Ministerpräsident Samak Sundaravej den Ausnahmezustand über die Hauptstadt. Danach sind Versammlungen mit mehr als fünf Teilnehmern verboten.

In der Hauptstadt zogen am frühen Morgen Soldaten auf. Sie besetzten strategisch wichtige Ziele. Vom Militär wird erwartet, dass es landesweit den Frieden wieder herstellt, die Machtprobe zwischen Regierung und Opposition beendet und somit die politische Blockade überwunden wird. Das heisst: Das Militär muss die Demonstration der People`s Alliance for Democracy (PAD) beenden.

Der Premierminister hat Armeechef General Anupong Paojinda zum Vorsitzenden einer Kommission ernannt, die über die Einhaltung des Ausnahmezustands wachen soll. Stellvertreter sind der Polizeichef und der Armeechef von Bangkok. Anupong hat die Befugnis, jede Versammlung aufzulösen. Nach Medienberichten kann er Menschen daran hindern, bestimmte Plätze aufzusuchen oder sie anweisen, bestimmte Plätze zu verlassen.

Gegen 2 Uhr morgens zogen mit Holz- und Metallstangen bewaffnete Anhänger der Regierung durch Bangkoks Strassen. Als sie den seit Dienstag letzter Woche von der PAD besetzten Regierungssitz stürmen wollten, kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Die Beteiligten bewarfen sich gegenseitig mit Steinen. Dann fielen Schüsse. Wer die Schüsse abfeuerte, ist unklar. Auf den Strassen lagen blutende Menschen.

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02.09.08 - Landesweiter Streik im Öffentlichen Dienst

Thailand steht ein weitläufiger Streik bevor. Aus Solidariät mit der seit Monaten demonstrierenden People`s Alliance for Democracy (PAD) haben 43 Gewerkschaften ihre Mitglieder aufgerufen, ab Mittwoch die Arbeit niederzulegen oder landesweit Versorgungsleitungen zu Regierungsbehörden und der Polizei zu unterbrechen. Die Gewerkschaften wollen den Druck auf Ministerpräsident Samak Sundaravej erhöhen und ihn zum Rücktritt zwingen. Der Streikaufruf trifft vor allem Bangkoks Dienstleister für die Strom- und Wasserversorgung, die Fluggesellschaft Thai Airways International, das städtische Linienbusunternehmen, den Kommunikationskonzern TOT und die Government Savings Bank. Die 43 Gewerkschaften vertreten 200.000 Beschäftige im Öffentlichen Dienst.

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02.09.08 - Thaksin verkauft Manchester City

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Kauf des Fussball-Clubs Manchester City verkauft Thaksin Shinawatra den englischen Erstligisten an Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der gestürzte Ministerpräsident wird ein kleines Aktienpaket behalten und soll als Ehrenpräsident im Vorstand verbleiben. Den Verkaufspreis geben Zeitungen mit 150 Millionen englische Pfund an. Der ehemalige Regierungschef und seine Frau waren vor Wochen nach England geflüchtet. Dort wollen sie einen Asylantrag stellen. In Thailand laufen mehrere Gerichtsverfahren gegen Thaksin und seine Frau Potjaman wegen Machtmissbrauch und Korruption. Das Vermögen der Familie in Thailand ist per Gerichtsbeschluss eingefroren worden.

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02.09.08 - Höhere Maut-Gebühren in Bangkok

Anfang des Monats haben sich die Maut-Gebühren auf Bangkoks Expressways erhöht. Fahrer von Limousinen haben auf den meisten Schnellstrassen jetzt 45 anstatt 40 Baht zu zahlen. Auf der Hochstrasse von Bang Na nach Chon Buri sind es für die ersten 20 Kilometer 20 Baht mehr, auf der vollen Länge von 55 Kilometern müssen jetzt 65 Baht entrichtet werden.

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02.09.08 - Touristen sollen Regierungsviertel meiden

Im Sicherheitshinweis der deutschen Botschaft in Bangkok heisst es u.a.:

In den nächsten Wochen muss in Bangkok vermehrt mit großen Demonstrationen gerechnet werden. Es wird dringend empfohlen, Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen.

Seit dem 26. August konzentrieren sich die Demonstrationen auf das Regierungsviertel und die Ministerien sowie Rundfunkanstalten. Daher wird dringend empfohlen, das Regierungsviertel, insbesondere das Gebiet um das Government House (Pitsanulok Road), die Rajdamnoen Avenue sowie die Makawan Bridge, zu meiden.

In der Nacht zum 2. September ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern der Regierung und der außerparlamentarischen Opposition in Bangkok gekommen. Dabei waren eine Person getötet und mehrere verletzt worden. Daraufhin ist der Ausnahmezustand über die Hauptstadt verhängt worden.

Es ist vermehrt mit Militär- und Polizeikontrollen zu rechnen.

Möglicherweise muss auch mit streikbedingten Einschränkungen in der Strom- und Wasserversorgung sowie im öffentlichen Verkehr, einschließlich Luftverkehr, gerechnet werden.

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04.09.08 - Politische Blockade hält an

In Bangkok bewegt sich nichts. Die politische Blockade steht wie eine Mauer. Ministerpräsident Samak Sundaravej will nicht zurücktreten, die Regierungsgegner wollen nicht aus dem von ihnen besetzten Regierungssitz weichen, und Polizei und Militär wollen die Demonstrationen nicht auflösen - obwohl die Sicherheitskräfte seit der Verhängung des Ausnahmezustandes Anfang der Woche dazu verpflicht wären. Mit dem überraschenden Rücktritt des allseits angesehenen und erst seit wenigen Wochen im Amt befindlichen Aussenministers Tej Bunnag hat sich allerdings der Druck auf den Premierminister erhöht. Der von den Gewerkschaften ab Mittwoch ausgerufene Generalstreik im öffentlichen Dienst wird nur zögerlich befolgt. Im Bangkoker Hafen Klong Toey haben über 1.000 Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt, doch Züge, Busse in Bangkok und Flugzeuge der Thai Airways International verkehren planmässig. Geschlossen ist allerdings weiterhin der internationale Flughafen Hat Yai. Dort blockieren Regierungsgegner nach wie vor die Zufahrten. Und bisher sind landesweit weder Strom- noch Wasserleitungen oder Telefonlinien ins Ausland gekappt worden.

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04.09.08 - Bei der THAI gehen Buchungen zurück

Mit der Verhängung des Ausnahmezustandes hat Ministerpräsident Samak Sundaravej ein unüberhörbares Signal weltweit ausgesendet: Thailand ist nicht sicher! Als Reaktion auf das Verbot von Versammlungen, auf die Einschränkung der Pressefreiheit und das von der Regierung erwartete Einschreiten des Militärs gegen Demonstranten sehen Volkswirte kurz- und mittelfristig erhebliche negative Auswirkungen für die Wirtschaft. Vor allem für die Tourismusindustrie. Tourismusexperten sagen Einnahmeverluste in Höhe von 100 Milliarden Baht voraus, sollte sich die politische Lage nicht umgehend beruhigen und der Ausnahmezustand nicht aufgehoben werden. 14 Staaten, darunter Grossbritannien, Frankreich, Schweden, Dänemark, Kanada, China, Japan und Südkorea, raten von Reisen nach Thailand ab. Weitere Länder wie Deutschland haben für Thailand-Urlauber Sicherheitshinweise veröffentlicht. Die Staatslinie Thai Airways International (THAI) spürt bereits die Folgen der gewaltsamen Ausschreitungen in Bangkok: In den letzten Tagen gingen die Buchungen um mehr als zehn Prozent zurück! Somit wird die THAI weiter in die roten Zahlen fliegen. Bereits für das zweite Quartal dieses Jahres hatte die Fluggesellschaft einen Verlust von 9,3 Milliarden Baht gegenüber 430,2 Millionen in den Monaten April bis Juni 2007 gemeldet.

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04.09.08 - Wahlkommission für Verbot der Regierungspartei

Die Wahlkommission hat der Generalstaatsanwaltschaft empfohlen, bei Gericht ein Verbot der Regierungspartei People Power (PPP) zu erwirken. Der fünfköpfige Ausschuss begründet seine Entscheidung mit einem Verstoss gegen die Verfassung. Das Oberste Gericht hatte im Juli den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden der PPP, Yongyuth Tiyapairat, wegen Stimmenkauf bei der letzten Parlamentswahl verurteilt. Nach der Verfassung aus dem Jahr 2007 kann eine Partei aufgelöst werden, wenn ein führendes Mitglied des Wahlbetrugs überführt wird. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft zu entscheiden, ob sie beim Verfassungsgericht ein Parteiverbotsverfahren einleitet. Vorsitzender der PPP ist Ministerpräsident Samak Sundaravej.

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05.09.08 - Regierung will Wähler entscheiden lassen

Auf scharfe Kritik ist das Vorhaben der Regierung gestossen, die Wähler über den Verbleib von Premierminister Samak Sundaravej und seines Kabinetts entscheiden zu lassen. Geplant ist ein Referendum. Die Volksbefragung könnte frühestens im Oktober stattfinden. Ministerpräsident Samak geht anscheinend davon aus, dass die überwiegende Zahl der Wähler, die ihn bei der Parlamentswahl am 23. Dezember ins Amt gehievt hat, ihn als Ministerpräsident bestätigen wird. Nach Einschätzung von Regierungsgegnern würde ein solches Referendum gegen die Verfassung verstossen. Thailändische sowie ausländische Handelskammern lehnen eine Volksbefragung ebenfalls ab. Auch weil das politische Chaos und die Demonstrationen gegen die Regierung weitere drei bis sechs Monate anhalten würden. Die Handelskammern fordern, das Kabinett müsse für die Unruhen die Verantwortung übernehmen, den Ausnahmezustand umgehend aufheben und zurücktreten.

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05.09.08 - Tourismus nicht als Druckmittel verwenden

Hochrangige Vertreter der Tourismusindustrie haben an die landesweit demonstrierenden Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) appelliert, die Tourismusbranche nicht als Druckmittel zu missbrauchen, um die Regierung zum Rücktritt zu zwingen. Die Schliessung von drei Flughäfen im Süden des Landes, die gewaltsamen Zusammenstösse von Anhängern und Gegnern der Regierung und die Verhängung des Ausnahmezustandes durch Ministerpräsident Samak Sundaravej hätten der Branche bereits erheblichen Imageschaden zugefügt. Die Folgen würden Hotels, Restaurants, Fluggesellschaft, Reisebüros und weitere Unternehmen noch bis ins nächste Jahr spüren.

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05.09.08 - Immigration: Ein Drittel weniger Thailand-Besucher

Seit Tagen haben die Mitarbeiter der Immigration auf Bangkoks internationalem Flughafen Suvarnabhumi weniger Arbeit. Die Warteschlangen vor den Schaltern sind kürzer geworden. Die Einwanderungsbehörde hat ausgerechnet, dass sie derzeit ein Drittel weniger Thailand-Besucher abfertigt. Diese Zahl bestätigt auch die Association of Thai Travel Agents. Nach deren Erkenntnissen ist die Zahl der ausländischen Urlauber in Bangkok im Jahresvergleich um 30 Prozent zurückgegangen. Aus Phuket verlautet, dass die Zahl der seit dem Wochenende auf dem Flugplatz ankommenden Ausländer gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 50 Prozent zurückgegangen sei. Hotels in Südthailand beziffern die Einnahmeausfälle durch die Schliessung der Flughäfen Phuket, Krabi und Hat Yai auf täglich 250 Millionen Baht.

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05.09.08 - Zwei Studenten durch Schüsse verwundet

Auf zwei Studenten der Ramkhamhaeng-Universität sind am Donnerstagabend Schüsse abgegeben worden. Die Jugendlichen mussten in einem Hospital ärztlich versorgt werden. Sie hatten mit rund 100 Kommilitonen an einem illegalen Protestmarsch teilgenommen. Die Studenten wollten in Bangkok zur Residenz von Ministerpräsident Samak Sundaravej ziehen und dessen Rücktritt fordern. Nach Angaben von Zeugen sollen sich zwei Männer auf einem Motorrad den Demonstranten genähert und die Schüsse abgegeben haben.

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08.09.08 - Tote und schwere Schäden durch Hochwasser

Sintflutartige Regenfälle haben in den letzten Tagen landesweit zu Überschwemmungen geführt. Am Patong-Strand auf Phuket standen Strassen ebenso wie in der Stadt Pattaya unter Wasser. Hochwasser und Erdrutsche werden aus mehreren Provinzen im Norden gemeldet. Im Distrikt Wiang Pa Pao der Provinz Chiang Rai wurden sechs Dörfer mit über 1.000 Häusern überflutet. Der Highway zwischen Chiang Mai und Chiang Rai stand teilweise bis zu 50 cm unter Wasser und war für kleinere Fahrzeuge unpassierbar. In Nan ertranken zwei Menschen, zwei weitere werden vermisst. Nach Angaben der lokalen Behörden erlitten 100 Bewohner durch Überschwemmungen Verletzungen.

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08.09.08 - Unter den Demonstranten brechen Krankheiten aus

Regierung, Gerichtsurteile und der Einsatz der Polizei haben Demonstranten nichts anhaben können. Müllberge, unzureichende sanitäre Anlagen, hohe Temperaturen und heftige Niederschläge bedrohen jetzt die Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD). Unter den Zehntausenden Demonstranten in Bangkok brechen Krankheiten aus. 3.000 protestierende Frauen, Männer und Jugendliche klagen über Erkältungen oder Hautkrankheiten und mussten ärztlich behandelt werden. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und menschlicher Ausscheidungen befürchten Mediziner weitere Krankheitsfälle.

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08.09.08 - Kasikornbank sagt hohe Einnahmenausfälle voraus

Sollten die politischen Unruhen bis ins vierte Quartal anhalten, erwartet das Forschungs-Zentrum der Kasikornbank für die Tourismusindustrie Mindereinnahmen in Höhe von 70 Milliarden Baht. Auf Hotels würden 20 Milliarden, auf Souveniranbieter, Juweliere und Kunsthandwerk 18 Milliarden sowie auf Restaurants und Entertainment 32 Milliarden Baht entfallen. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen hätten bereits das Vertrauen von Ausländern in die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Reiselandes Thailand stark erschüttert. Die Forscher haben bisher Einnahmeausfälle in Höhe von 35 Milliarden Baht errechnet. Das Königreich nimmt im Jahr durch den Tourismus rund 600 Milliarden Baht ein. Positive Signale hat eine Meinungsumfrage aufgefangen. Abac Poll hat 532 Ausländer befragt, Geschäftsleute, Investoren und Urlauber. 97 Prozent wollen wieder nach Thailand kommen und 99 Prozent werden Familienmitgliedern und Freunden das Königreich als Reiseziel empfehlen. Fast 24 Prozent der Befragten haben sich aber über die Schliessung von drei Flugplätzen und den Streik der Eisenbahner und somit über Änderungen ihres Reiseplans geärgert.

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09.09.08 - Dritter Aussenminister in zwei Monaten

König Bhumibol Adulyadej hat am Montag der Ernennung des im Ruhestand lebenden Saroj Chavanaviraj zum Aussenminister zugestimmt. Der Karrierediplomat ist der dritte Aussenminister Thailands innerhalb von zwei Monaten und Nachfolger des zurückgetretenen Tej Bunnaj. Der neue 66-jährige Chefdiplomat hat das Treffen der Regierungschefs der Asean-Staaten im Dezember in Bangkok vorzubereiten. Mitglieder der Association of Southeast Asian Nations sind Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Vietnam und Thailand.

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09.09.08 - TAT wirbt für ein sicheres Thailand

Die staatliche Tourismusbehörde (TAT) hat ihre Büros weltweit angewiesen, vor Ort die verzwickte politische Situation Thailands zu erläutern und Urlauber zu beruhigen. Thailand sei sicher, Touristen könnten alle Ausflugsziele und Strände sowie Einkaufszentren aufsuchen. Ihre Öffentlichkeitsarbeit versteht die TAT als Antwort auf die Absagen von internationalen Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften, die ausländische Urlauber ins Königreich bringen. Die TAT will das Vertrauen von Urlaubern in das Reiseland Thailand so schnell wie möglich wieder herstellen.

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09.09.08 - Flughäfen melden weniger Passagiere

Obwohl die sechs internationalen Flughäfen für den Juli mit 2,98 Millionen internationalen Fluggästen im Jahresvergleich eine Zunahme von 1,27 Prozent melden, gab es bei der Gesamtzahl der Passagiere einen Rückgang um 1,34 Prozent auf 4,62 Millionen. Wegen des hohen Ölpreises und der schwächelnden Konjunktur haben weniger Thais einen Inlandsflug gebucht. Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi bewältigte im Juli 3,39 Millionen Fluggäste (+ 3,53 %). Auf den internationalen Strecken gab`s ein Plus von lediglich 1 Prozent. Neben Suvarnabhumi wickeln Don Mueang in Bangkok, Phuket, Chiang Mai, Chiang Rai und Hat Yai internationale Flüge ab.

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09.09.08 - Verstärkte Einsätze gegen Drogenhandel

Im Nordosten hat der Drogenhandel rapide zugenommen. Jetzt wollen Polizei, Armee, Innenministerium und das Narcotics Control Board gemeinsam gegen die Banden vorgehen. Geplant sind Strassensperren, Razzien an Busstationen sowie verstärkte Streifen zu Lande und auf den Flüssen vor allem in den Provinzen Nong Khai, Nakhon Phanom und Mukdahan. In allen drei Provinzen bildet der Mekong-Fluss die Grenze zu Laos. In den letzten zwei Monaten haben Sicherheitskräfte in der Region 200.000 Methamphetamin-Pillen und 2.000 Kilogramm Marihuana sichergestellt.

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10.09.08 - Samak geht und soll wieder kommen

Das Verfassungsgericht hat Ministerpräsident Samak Sundaravej seines Amtes enthoben. Die neun Richter entschieden, dass der Premierminister als Fernsehkoch bei zwei kommerziellen TV-Sendern Aufwandsentschädigungen erhalten und mit diesen Nebenjobs gegen die Verfassung verstossen habe. Nebeneinkünfte sind Mitgliedern der Regierung verboten, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Kaum war das Urteil gefällt, das auch den Rücktritt aller Minister bedingt, nominierte die Partei People Power (PPP) Samak Sundaravej wieder für das Amt des Regierungschefs. Die Wahl soll am kommenden Freitag stattfinden. Die anderen fünf die Regierung bildenden Parteien stehen ebenfalls hinter dem geschassten Premierminister. Nach Einschätzung der PPP verstösst die erneute Wahl des Parteivorsitzenden gegen kein Gesetz. Die Verfassung schreibe lediglich vor, dass der Regierungschef ein gewählter Parlamentsabgeordneter sein müsse. Mit der erneuten Wahl von Samak Sundaravej hätten die sechs Regierungsparteien die Chance vertan, die politische Blockade zu durchbrechen. Denn die ausserparlamentarische Opposition, die People`s Alliance for Democracy (PAD), hat Gespräche über ein Ende der seit Monaten anhaltenden Demonstrationen von einem Rücktritt des Premierministers abhängig gemacht. Dann, so hatten PAD-Sprecher immer wieder verkündet, könnten Anhänger und Gegner der Regierung zu einem Kompromiss finden. Die PAD hat bereits angekündigt, nach der Wahl von Samak am kommenden Freitag würden die landesweiten Proteste weiter gehen.

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11.09.08 - Wiederwahl Samaks verwirrt Ausland und Wirtschaft

Die für Freitag geplante Wiederwahl von Samak Sundaravej zum Premierminister stösst nicht nur im Ausland auf Unverständnis. Wie kann ein vom Verfassungsgericht aus dem Amt gejagter Ministerpräsident das Land weiter regieren? Wie kann ein Politiker, der nach Auffassung der Richter gegen die Verfassung verstossen hat und somit für das Amt des Premierministers nicht qualifiziert ist, von Parteien erneut zum Regierungschef gewählt werden? Die Antwort: Offenbar ist es in Thailand möglich, dass das Parlament den abgesetzten Samak einfach erneut zum Premier benennt. Nicht nur die Demokratische Partei als einzige Opposition im Parlament und die seit Monaten demonstrierenden Anhänger der People`s Alliance for Democracy (PAD) fordern einen Neubeginn. Hochrangige Vertreter der Wirtschaft und führende Akademiker hatten gehofft, das Urteil des Verfassungsgerichts würde in der Bevölkerung das Vertrauen in die Politik wieder herstellen und die politische Krise überwinden helfen. Falls Samak wieder in sein Amt gewählt werde, würden die Spannungen und Proteste womöglich weitere Monate anhalten. Das Vertrauen ausländischer Investoren in die thailändische Wirtschaft wäre einmal mehr erschüttert, und immer mehr Ausländer würden das Königreich als Reiseziel meiden. Fest steht: Die PAD will nicht eher Ruhe geben, bis die "unfähigen und korrupten Politiker" von der Bildfläche verschwunden sind. Die massive Kritik an der Wiederwahl Samaks hat inzwischen zahlreiche Mandatsträger in der Regierungspartei People`s Power und den fünf Koalitionsparteien zum Umdenken gebracht. Es mehren sich die Stimmen, nicht Samak, sondern einen anderen Politiker für das Amt des Ministerpräsidenten zu nominieren. Im Gespräch ist der derzeitige kommissarische Ministerpräsident und Erziehungsminister Somchai Wongsawat. Die Wahl des Schwagers von Thaksin Shinawatra würde aber wohl kaum bei den PAD-Anhängern Freude auslösen.

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11.09.08 - General fordert Aufhebung des Ausnahmezustandes

Armeebefehlshaber General Anupong Paochinda hat die kommissarische Regierung aufgefordert, den in der Vorwoche vom inzwischen per Verfassungsgerichtsurteil geschassten Premierminister Samak Sundaravej erlassenen Ausnahmezustand aufzuheben. Der ranghöchste General hat keine Zweifel, dass die Polizei in der Lage ist, in Bangkok und den Provinzen die gespannte Lage zu kontrollieren. Der Ausnahmezustand bringe für das öffentliche Leben zu viele Unannehmlichkeiten mit, sagte

Anupong Paochinda. Zu den Rechten, die mit dem Erlass ausser Kraft gesetzt wurden, zählt das Versammlungsverbot.

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11.09.08 - Wirtschaftsfreundlichkeit: Thailand macht Boden gut

Die Weltbank lobt Thailand für seine Wirtschaftsreformen. Laut einer Studie hat das Königreich hinsichtlich seiner Attraktivität bei Unternehmen und Investoren an Boden gewonnen. In einem weltweiten Vergleich der Wirtschaftsfreundlichkeit machte Thailand gegenüber dem Vorjahr sechs Plätze gut und rangiert nun auf Rang 13 - weit vor Deutschland, das auf Platz 25 absackte. In dem Bericht "Doing Business 2009" wird untersucht, wie unternehmerfreundlich und reformfreudig ein Staat ist. Bewertet werden unter anderem bürokratische Hindernisse beim freien Handel und der Existenzgründung, die Flexibilität des Arbeitsmarktes sowie das Steuersystem. Die ersten drei Plätze nehmen Singapur, Neuseeland und die USA ein. Thailand kommt in der asiatisch-pazifischen Region hinter Singapur, Hong Kong und Japan. Die grössten Fortschritte werden dem Königreich bei Steuersenkungen für den Erwerb von Eigentum, bei Unternehmensanteilen für Investoren und bei der Firmengründung zugesprochen.

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12.09.08 - Wahl des Regierungschefs auf Mittwoch verschoben

Die für heute angesetzte Wahl eines neuen Ministerpräsidenten hat ein überraschendes und frühzeitiges Ende gefunden. Weil das Parlament nicht beschlussfähig war, hat Parlamentspräsident Chai Chidchob die Benennung des neuen Regierungschefs auf kommenden Mittwoch verschoben. Der Grund: Weniger als die Hälfte der Mandatsträger war erschienen. Fünf der sechs Regierungsparteien hatten die von der Partei People`s Power (PPP) gewünschte erneute Wahl von Samak Sundaravej boykottiert. Schon am Donnerstag hatte sich abgezeichnet, dass der durch Urteil des Verfassungsgerichts aus dem Amt gejagte Premierminister im Parlament keine Mehrheit erhalten würde.

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12.09.08 - Thai AirAsia meldet höhere Sitzplatzauslastung

Thai AirAsia (TAA) profitiert von den massiven Problemen der anderen beiden thailändischen Billigairlines. Die Maschinen der One-Two-Go stehen seit Mitte Juli am Boden, weil die Luftfahrtbehörde der Gesellschaft wegen gravierender Sicherheitsmängel ein Flugverbot erteilt hat. Und die Nok Air hat wegen hoher operativer Verluste den Flugplan um 70 Prozent zusammengestrichen. Dadurch hat sich die Sitzplatzauslastung bei der Thai AirAsia um 5 auf 85 Prozent erhöht. Die Fluggesellschaft rechnet in diesem Jahr mit 4,8 Millionen gegenüber prognostizierten 4,6 Millionen Passagieren und hofft in 2008 auf einen Gewinn. TAA-Maschinen heben täglich 50 Mal ab, zu zehn inländischen und zehn regionalen Zielen. 

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12.09.08 - Regierung will Flughafengebäude Don Mueang nutzen

Nach Räumung des Government House durch die Demonstranten der People`s Alliance for Democracy (PAD) können weder der Ministerpräsident noch die rund 3.000 Mitarbeiter in den Bangkoker Regierungssitz zurückkehren. Die PAD-Anhänger werden verdreckte und renovierungsbedürftige Räume hinterlassen. Die zuständigen Behörden rechnen mit einer Renovierungszeit von mehreren Monaten und Kosten von mindestens 100 Millionen Baht. Während der Übergangszeit sollen Regierung und deren Beschäftigte im Terminal 1 des alten internationalen Flughafens Don Mueang untergebracht werden. Die Pläne sehen vor, die VIP-Lounges für den Empfang ausländischer Gäste zu nutzen.

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12.09.08 - Preisnachlässe für Urlauber und Kongressteilnehmer

Die Tourismusindustrie im Süden des Landes will mit Sonderangeboten Urlauber aus aller Welt in die Provinzen Phuket, Krabi und Phang Nga holen. Die Phuket Tourism Association hat angekündigt, Reiseagenturen, Hotels und Kaufhäuser wollten Urlaubern während der Hauptreisezeit von Oktober bis März Nachlässe zwischen 10 und 20 Prozent gewähren. Auch das für Messen und Kongresse zuständige Thailand Convention an Exhibition Bureau (TCEB) hat Anreize beschlossen. Allen vom 15. September bis zum 31. Dezember einreisenden Gruppen bzw. Delegierten wird die vierte Übernachtung nicht berechnet. Das TCEB zahlt pro Gast und Tag 200 Baht und sponsert Handelsausstellungen mit einem Betrag von 200.000 Baht.

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12.09.08 - Mega-Projekte werden nicht realisiert

Das Wirtschaftswachstum hat sich merklich verlangsamt. Dafür werden vorrangig nicht die hohen Energiepreise verantwortlich gemacht. Es fehlen Impulse, um Industrie, Handwerk und Handel zu beleben. Die Regierung war in den letzten Monaten so sehr mit sich und der ausserparlamentarischen Opposition beschäftigt, dass wichtige Beschlüsse ausblieben. So wird seit Monaten über Mega-Projekte für eine verbesserte Infrastruktur mit Investitionen von 1,7 Billionen Baht diskutiert, aber alle Bauprojekte liegen aus Eis. Spuren haben weiter die monatelangen Demonstrationen in Bangkok hinterlassen. Urlauber bleiben zu Hause, streichen ihre für das Winterhalbjahr geplante Thailandreise und schmälern das Einkommen der Tourismusindustrie. Deshalb sagt das National Board Economic and Social Development Board beim Wirtschaftswachstum nur noch eine Steigerung von höchsten 5,2 Prozent voraus gegenüber zuletzt prognostizierten 5,7 Prozent.

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15.09.08 - Regierung hebt Ausnahmezustand auf

Thailands Regierung hat am Sonntag den Ausnahmezustand aufgehoben. Dem Beschluss ging ein Treffen von Armeeoberbefehlshaber General Anupong Paojinda und Somchai Wongsawat voraus. Der Erziehungsminister ist seit dem vom Verfassungsgericht angeordneten Rücktritt von Ministerpräsident Samak Sundaravej kommissarischer Regierungschef. General und Politiker vertraten die Meinung, der Ausnahmezustand schade dem Land, und die Sicherheitskräfte hätten die politische Situation unter Kontrolle. Samak Sundaravej hatte am 2. September nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung den Ausnahmezustand verhängt.

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15.09.08 - PPP will heute ihren neuen Kandidaten benennen

Hinter dem Wahlsieger vom 23. Dezember, der Partei People Power (PPP), liegt ein spannendes, aber auch aufreibendes Wochenende. Die PPP ist auf der Suche nach einem neuen Kandidaten für die für kommenden Mittwoch anberaumte Wahl des Ministerpräsidenten. In die Gespräche soll sich nach Medienberichten auch der nach London geflüchtete ehemalige Premierminister Thaksin Shinawatra eingeschaltet haben. Nach dem Boykott der Wahl am letzten Freitag, als zahlreiche Abgeordneten der PPP und die der fünf Koalitionspartner der Parlamentssitzung fernblieben, sowie der Ankündigung des in der Vorwoche geschassten Premierministers Samak Sundaravej, sich nicht der Wiederwahl zu stellen, wollen sich Samak-Anhänger und Rebellen auf einen geeigneten Politiker einigen. Die grössten Chancen werden dem amtierenden Regierungschef und Erziehungsminister Somchai Wongsawat, Justizminister Sompong Amornwiwat und Finanzminister Surapong Seubwonglee eingeräumt. Sprecher der anderen fünf an der Regierung beteiligten Parteien - Chart Thai, Puea Pandin, Ruam Jai Thai Chart Pattana, Matchimathipataya und Pracharaj - haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. Endgültig soll der gemeinsame Kandidat auf einer Sitzung der Koalition am Dienstag vorgestellt werden. Die Demokratische Partei und die ausserparlamentarische Opposition fordern eine Führungspersönlichkeit, die nicht aus dem Dunstkreis des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra stammt und das Land aus der Krise führt. Die People`s Alliance for Democracy (PAD), die seit Monaten gegen die Regierung von Samak Sundaravej demonstriert und weiter den Regierungssitz besetzt hält, wartet mit Spannung auf die von der PPP für den heutigen Montag angekündigte Nominierung des Ministerpräsidentenkandidaten. Es spricht viel dafür, dass mit der Wahl eine weitere Phase der politischen Instabilität in Thailand eingeleitet wird. Die neue Regierung könnte das verhindern, in dem sie Neuwahlen ausschreibt.

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15.09.08 - General befürwortet Regierung der nationalen Einheit

Armeebefehlshaber Anupong Paojinda hat sich für eine Regierung der nationalen Einheit ausgesprochen. Der General sieht darin eine Chance, die politische Krise zu überwinden. Um eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, sollten Parteien und deren führende Mitglieder ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinter den Interessen des Landes stellen. Der Armeechef wünscht sich einen Premierminister, der die Spannungen abbauen kann und Lösungen für die politischen Konflikte findet.

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16.09.08 - Streit um Kandidatur für Wahl des Ministerpräsidenten

Bei der für Mittwoch angesetzten Wahl eines neuen Ministerpräsidenten könnte es zu einer Kampfabstimmung kommen. Denn die Regierungspartei People Power (PPP) hat sich bisher nicht auf einen Kandidaten geeinigt. Politische Beobachter schliessen nicht aus, dass der innerparteiliche Streit zur Auflösung des Parlaments führt. Während die Vorstandsmitglieder der PPP am Montag den kommissarischen Premierminister Somchai Wongswat einstimmig als Nachfolger des in der Vorwoche geschassten Regierungschefs Samak Sundaravej nominierten und mit einer breiten Zustimmung bei den PPP-Abgeordneten rechnen, will die so genannte "Freunde-von-Newin"-Fraktion für Finanzminister Surapong Suebwonglee stimmen. Diese PPP-Gruppierung mit Newin Chidchob an der Spitze verfügt im Parlament über 73 Sitze. In "Friends of Newin" haben sich einflussreiche Politiker der im Vorjahr vom Verfassungsgericht verbotenen und Ende der 90er Jahre von Thaksin Shinawatra gegründeten Partei Thai Rak Thai zusammen gefunden. Die Mitglieder der Newin-Fraktion verliessen am Montag die Partei-Sitzung, auf der die durch den Vorstand beschlossene Nominierung bestätigt werden sollte. Führende Mitglieder der PPP sehen in Somchai einen Politiker, der die Einheit der Nation wieder herstellen und die seit Tagen von Konflikten gebeutelte Partei wieder in ruhiges Fahrwasser lenken wird. Die fünf Koalitionsparteien hatten bereits im Vorfeld der Nominierung zugesagt, den von der PPP offiziell vorgeschlagenen Kandidaten zu akzeptieren. Nicht akzeptiert werden Somchai Wongswat oder Surapong Suebwonglee von der ausserparlamentarischen Opposition. Sprecher der People`s Alliance for Demokracy (PAD) sagten, mit Somchai oder Surapong würde nach Samak erneut ein Strohmann des durch den Militärputsch gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra an die Spitze der Regierung gewählt. Somchai Wongswat ist Thaksins Schwager. Die PAD will so lange weiter demonstrieren, bis neue Politiker eine neue Politik gestalten.

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16.09.08 - Weniger Touristen und Einnahmen

Wegen der politischen Spannungen und der weltweit schwächelnden Konjunktur sagt das Tourism Crisis Management Centre für dieses Jahr eine Million weniger ausländische Touristen voraus als von der staatlichen Tourismusbehörde erwartet wurde. Anstatt der prognostizierten 15,48 Millionen sollen es nur etwa 14,5 Millionen Urlauber werden. Auch die Einnahmen werden hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das Centre rechnet mit 500 Milliarden Baht, die TAT hatte in diesem Jahr auf 600 Milliarden Baht gehofft.

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16.09.08 - Busunfall: Fünf Tote und 65 Verletzte

Erneut hat es in Thailand einen folgenschweren Busunfall gegeben. Ein Linienbus kam auf dem Highway in Nakhon Pathom bei hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und prallte auf einer Brücke gegen das Geländer. Fünf Insassen kamen ums Leben, 65 Passagiere erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Bus kam aus Suphan Buri und war auf dem Weg nach Bangkok. Die Polizei vermutet, dass sich der Fahrer mit einem anderen Reisebus auf ein Rennen eingelassen hatte.

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16.09.08 - Öffnung der Inlands-Gates verhindert Staus

In den Stunden vor und nach Mitternacht herrscht auf Bangkoks internationalem Flugplatz Suvarnabhumi Hochbetrieb. Während dieser Zeit starten die meisten Flugzeuge in Richtung Europa. Die drangvolle Enge bei Abfertigung von Passagieren und Maschinen führt immer wieder zu Verspätungen. Das kritisieren die Fluggesellschaften seit langer Zeit. Jetzt hat der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) eine Lösung gefunden: Ab sofort nutzt er die bisher zwischen 23 und 4 Uhr morgens geschlossenen Gates für Inlandsflüge. Während dieser Zeit hebt kein Flugzeug zu einem Ziel in Thailand ab. Nach Angaben der AoT können so während der Hauptflugzeit im Terminal B 6 bis 45 "swing gate" für abfliegende und ankommende Maschinen geöffnet werden - und im internationalen Bereich werden die Staus kürzer.

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18.09.08 - PAD fordert vom neuen Regierungschef klare Aussagen

Nach der Wahl von Somchai Wongsawat zum 26. Ministerpräsidenten Thailands hat in den sechs Koalitionsparteien das Gerangel um die Ministerposten begonnen. Die ausserparlamentarische Opposition will den Regierungssitz in Bangkok erst dann räumen, wenn der Premierminister auf fünf Fragen ausreichend Antworten gibt. Die People`s Alliance for Democracy (PAD) will u.a. wissen, wie die neue Regierung den gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra strafrechtlich verfolgen will und ob der Regierungschef, wie sein Vorgänger, die Verfassung aus dem Jahr 2007 in wesentlichen Punkten ändern will. Die PAD wirft der von der PPP angeführten Regierung vor, Marionetten des gestürzten Premierministers Thaksin Shinawatra zu sein. Somchai Wongsawat ist Thaksins Schwager und stellvertretenden Vorsitzender der PPP. Bei der Wahl zum Regierungschef entfielen auf Somchai 298 Stimmen, der Kandidat der Demokratischen Partei, Abhisit Veijjajiva, brachte es auf 163 Stimmen. Oppositionsführer Abhisit Veijjajiva hat an den neuen Ministerpräsidenten appelliert, "aus dem Schatten Thaksins zu treten und mit den regierungsfeindlichen Demonstranten Gespräche zu führen". Der Regierungschef müsse unter Beweis stellen, dass er die angespannte politische Situation entschärfen könne.

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18.09.08 - Lehman-Pleite: Verluste lokaler Banken sind gering

Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers hinterlässt auch bei den thailändischen Banken ihre Spuren. Nach Angaben der Staatsbank haben lokale Finanzinstitute gegenüber der amerikanischen Investmentbank Forderungen von insgesamt 4,3 Milliarden Baht. Im Vergleich zu anderen asiatischen und europäischen Geldhäusern eher Peanuts. Die 4,3 Milliarden Baht entsprechen nur 2 Prozent aller Investitionen im Ausland. Deshalb bezeichnet die Bank of Thailand die Auswirkungen der Pleite auf das thailändische Finanzwesen als unbedeutend, zumal 1,3 Milliarden Baht der gesamten Ausleihungen als gesichert gelten. Der grösste Investor bei Lehman Brother ist die Bangkok Bank mit 3,5 Milliarden Baht. Das amerikanische Geldinstitut zählt in Bangkok zu den bedeutenden Immobilienbesitzern. Das Unternehmen verwaltet rund 100.000 Quadratmeter zum Teil in bester Lage und ist an Projekten von Raimon Land, Grande Asset Hotels and Property und Ascon Construction beteiligt. Ein Sprecher von Raimond Land sagte, Lehman Brother habe für das Bangkoker Luxus-Condominium The River am Fluss Chao Phraya seinen Anteil in Höhe von 25 Prozent bereits vollständig bezahlt.

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18.09.08 - Urteilsverkündung gegen Thaksin verschoben

Das Oberste Gericht hat seine Urteilsverkündung im Verfahren zum umstrittenen Grundstückskauf durch die Ehefrau des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra auf den 21.Oktober verschoben. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, Thaksin Shinawatra und seine Ehefrau Potjaman hätten nach der Prozessordnung zur Urteilsverkündung vor Gericht erscheinen müssen. Das Gericht erliess Haftbefehle, um die beiden Angeklagten am 21. Oktober vorzuführen. Thaksin und seine Frau leben in London und haben keine Absicht, demnächst nach Thailand zurückzukehren. Potjaman Shinawatra hatte vor Jahren in Bangkok von einer staatlichen Institution ein 33 Rai grosses Areal an der Ratchadapisek Road erworben. Und zwar zu einem Preis erheblich unter dem Marktwert. Der ehemalige Regierungschef soll bei diesem Deal seinen Einfluss geltend gemacht haben. Ihm wird Machtmissbrauch und Korruption vorgeworfen. Wegen dubioser Bankgeschäfte ist Thaksin erneut ins Visier der Justiz geraten. Bei dem neuen Verfahren geht es um den Kredit einer staatlichen Bank in Höhe von vier Milliarden Baht an Burma und daraus resultierende Geschäftsvorteile für den Kommunikationskonzern der Familie Shinawatra. Weil Thaksin zum Auftakt dieses Prozesses nicht erschien, stellte das Gericht den neuen Haftbefehl aus.

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19.09.08 - One-Two-Go bleibt am Boden

Die Maschinen der Billigairline One-Two-Go bleiben weiter am Boden. Die Luftfahrtbehörde hat ihr Flugverbot um weitere 30 Tage verlängert. Das Verbot trifft ebenso die Muttergesellschaft Orient Thai, allerdings nur für einen Zeitraum von 15 Tagen. Beiden Airlines wird vorgeworfen, die Sicherheitsstandards nicht eingehalten zu haben. Zudem hatte One-Two-Go Piloten beschäftigt, deren Flugerfahrungen für die von dem Unternehmen eingesetzten Maschinen nicht ausreichten. Die Luftfahrtbehörde sieht zwar bei beiden Airlines verbesserte Sicherheitsvorkehrungen, doch, so ein Sprecher, diese würden nicht ausreichen. Zum ersten Mal wurde ein Flugverbot Mitte Juli verhängt.

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19.09.08 - Hochwasser: Zugverbindungen eingestellt

Wegen der Überschwemmungen im Nordosten des Landes nach anhaltenden Niederschlägen hat die staatliche Eisenbahngesellschaft mehrere Zugverbindungen von Bangkok nach Udon Thani und Nong Khai eingestellt. Schienen und Brücken sind überschwemmt. Hochwasser melden vor allem die Provinzen Nakhon Ratchasima, Saraburi und Lob Buri. 64 Distrikte in 15 Provinzen des Landes stehen unter Wasser.

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19.09.08 - Warnsysteme melden Scherwinde

Phukets Flughafen hat seine Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Auf dem gesamten Gelände sind Warnsysteme für Scherwinde installiert worden. Heftige und unberechenbare Seitenwinde sollen vor einem Jahr für das Flugzeugunglück auf der Ferieninsel mit verantwortlich gewesen sein. Am 16. September 2007 war eine Maschine der Billigairline One-Two-Go beim Landeanflug von böigen Winden von der Bahn und gegen eine Böschung gedrückt worden. Das Flugzeug zerbrach und ging in Flammen auf. 90 Insassen starben, 40 erlitten Verletzungen. Nach der Katastrophe war die Flugsicherheit in Frage gestellt worden. Die Leitung des Airports hatte daraufhin Feuerwehr und Rettungskräfte verstärkt und die Sicherheitsstandards überprüft.

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19.09.08 - Vertrauensverlust trifft die Tagungsindustrie

Ein halbes Jahr kann es dauern, bis ausländische Urlauber wieder Vertrauen in das Urlaubsland Thailand gewinnen. Das glaubt der Brite Michael Cottan, General Manager des Bangkoker Luxus-Hotels Shangri-La. Der Hotelier rechnet indessen damit, dass Ausländer, die regelmässig das Königreich besuchen, um die Sicherheit des Reiseziels wissen und ihren geplanten Aufenthalt nicht absagen. Anders beurteilt der General Manager die Situation für Kongresse. Alle beteiligten Stellen müssten Promotions starten und Discounts gewähren, damit die in den nächsten Monaten geplanten Messen und Tagungen nicht in andere Länder verlegt werden oder Teilnehmer ausbleiben. Das Shangri-La Hotel ist mit 799 Zimmern eines der grössten Häuser Bangkoks und wird augenblicklich renoviert.

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22.09.08 - PAD stellt für einen Dialog Bedingungen

Thailands neuer Ministerpräsident Somchai Wongsawat hat einen ersten Schritt zur Lösung der politischen Dauerkrise unternommen. Ende der Vorwoche rief der Premierminister Sondhi Limthongkul an, einen der Anführer der People`s Alliance for Demoracy (PAD). Somchai Wongswat wollte die Chancen auf einen Dialog zwischen der Regierung und den Demonstranten ausloten. Die PAD ist grundsätzlich zu Gesprächen bereit, stellt aber Bedingungen: Der ehemalige Ministerpräsident Thaksin Shinawatra soll aus London nach Bangkok zurückkehren, sich vor Gericht wegen Machtmissbrauch und Korruption verantworten und gegebenenfalls eine Haftstrafe absitzen. Die Regierung muss umgehend den Diplomatenpass Thaksins für ungültig erklären. Der Regierungschef darf nicht in die gegen Thaksin Shinawatra laufenden juristischen Verfahren eingreifen. Die Regierungsparteien sollen ihren Plan aufgeben, die Verfassung aus dem Jahr 2007 neu zu schreiben. Die PAD demonstriert seit vier Monaten in Bangkok und anderen Landesteilen gegen die "Marionetten"-Regierung von Thaksin Shinawatra und hält seit dem 26. August den Regierungssitz in Bangkok besetzt. Die Regierungsgegner plädieren für eine Neue Politik. Darunter versteht die Volksfront für Demokratie, ein wesentliches Element der Demokratie einzuschränken: die Wahlen zum Parlament. Geht es nach dem Willen der PAD, sollen Parlamentsabgeordnete künftig von Delegierten verschiedener Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten bestimmt und der Rest von Bürgern gewählt werden. Hintergrund: Dann könnten sich die Parteien nicht, wie bisher, in grosser Zahl Stimmen und damit Sitze im Parlament erkaufen.

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22.09.08 - Hochwasser: 16 Tote und 60.000 Menschen erkrankt

Das Hochwasser im Norden, Nordosten und in Zentralthailand hat bisher 16 Menschen den Tod gebracht. Weitere rund 60.000 Frauen, Männer und Kinder mussten sich in ärztliche Behandlung begeben. Sie leiden an Erkältung, Durchfall und Hautkrankheiten. Hinzu kommt eine unzureichende Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Waren des täglichen Bedarfs. Besonders betroffen sind nach tagelangen Regenfällen die Provinzen Prachin Buri, Kabin Buri, Ayutthaya, Khon Kaen, Nakhon Ratchasima, Phichit, Phitsanulok, Buri Ram und Chachoengsao. Der König hat von ihm gegründete Stiftungen angewiesen, so schnell wie möglich vor Ort Hilfe zu leisten. Und die Gesundheitsbehörde hat Ärzteteams und Erste-Hilfe-Ausrüstungen in die unter Wasser stehenden Regionen entsandt.

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22.09.08 - Thailands Reiseziele topgesetzt

Der in den letzten Wochen verzeichnete Rückgang bei den Buchungen für einen Thailand-Aufenthalt kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Königreich ein gefragtes und beliebtes Reiseland ist. Leser des Magazins SmartTravel Asia haben bei einer Umfrage Phuket, Chiang Mai, Bangkok und die Koh Samui ganz vorne platziert. Auf der Liste der zehn besten Ziele Asiens kommt Phuket gleich hinter Bali. Die Leser loben Phukets Strände, die Restaurants, das Nachtleben und die Gastfreundschaft. Auf einem geteilten dritten Platz folgt Bangkok, dann Chiang Mai (8.) und die Insel Samui (10.). Beim Einkauf platzierten die Leser Bangkok gleich hinter Hong Kong und noch vor Singapur. Das Magazin SmartTravel Asia wird weltweit von zehn Millionen Menschen gelesen.

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23.09.08 - Jedes Jahr sterben 20 Menschen an Tollwut

In Thailand grassiert weiter die Tollwut. Während die Zahl der Todesopfer mit etwa 20 pro Jahr abgenommen hat, gab es bei den Übertragungen dieser Viruskrankheit einen erheblichen Anstieg. Im Vorjahr versorgten Ärzte über 300.000 Frauen, Männer und Kinder. Das Tollwut-Virus wird durch den Biss eines erkrankten Tieres auf Menschen übertragen. Die Krankheit endet tödlich, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

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23.09.08 - Umfrage: Mehrheit steht hinter neuem Regierungschef

Die überwiegende Mehrheit der von Abac Poll befragten Frauen und Männer in Bangkok und den angrenzenden Provinzen hat die Wahl von Somchai Wongsawat zum Premierminister begrüsst. Von den 2.716 Interviewten sprachen sich nur 28,5 Prozent gegen den Politiker der Regierungspartei People`s Power aus. Das Ergebnis überrascht, ist der neue Regierungschef doch ein Schwager des nach London geflüchteten ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinwatra. Thailands 26. Premierminister bezeichnen 75, 1 Prozent als einen "höflichen Menschen". 63,7 Prozent der Befragten zeigen sich aber besorgt, Somchai Wongsawat könnte als Chef der Regierung "alte Kumpel und Verwandte von Thaksin Shinawatra und seiner verbotenen Partei Thai Rak Thai" helfen.

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23.09.08 - Behörden sagen weitere Überschwemmungen voraus

Für das kommende Wochenende haben Behörden anhaltende Regenfälle und Hochwasser in mehreren Provinzen vorausgesagt. Besonders gefährdet sind die Provinzen am Fluss Chao Phraya, tief gelegene Regionen und die Vororte Bangkoks. Die Überschwemmungen der letzten Tage haben die Häuser von mehr als 700.000 Menschen in 21 Provinzen überflutet und erhebliche Schäden verursacht. 85 Schulen mussten tagelang geschlossen werden.

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23.09.08 - Aufständische enthaupteten 38-Jährigen

Ein 38-jähriger Mann und sein 17-jähriger Sohn wurden in der Provinz Narathiwat von Aufständischen getötet. Wie die Polizei mitteilte, sollen mehrere bewaffnete Männer Vater und Sohn überfallen und mit Schüssen niedergestreckt haben. Anschliessend enthaupteten sie den 38-Jährigen. Vater und Sohn waren auf dem Weg in ein Waldgebiet. Sie wollten Früchte und Kräuter sammeln und später verkaufen.

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25.09.08 - König empfängt heute die neuen Minister

König Bhumibol Adulyadej hat die Kabinettsliste gebilligt und wird die 35 Minister heute Abend in seinem Sommerpalast in Hua Hin empfangen. Die meisten Minister haben bereits unter dem zum Rücktritt gezwungenen Premierminister Samak Sundaravej gedient. Der neue Regierungschef Somchai Wongsawat, Schwager des gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, hat auch das Amt des Verteidigungsministers übernommen. Mit Charlerm Yubamrung übernimmt ein populistischer und umstrittener Politiker das Gesundheitsministerium. Er war unter Samak Sundaravej Innenminister und wurde später geschasst. Einer der stellvertretenden Ministerpräsidenten heisst Chavalit Yongchaiyudh. Der General im Ruhestand war 1997 Premierminister, als das Land in die Wirtschafts- und Finanzkrise stürzte. Jetzt soll er Krisen überwinden helfen. Er soll mit der ausserparlamentarischen Opposition, der People`s Alliance for Democracy (PAD), verhandeln, den Grenzstreit mit Kambodscha beilegen und den südlichen, überwiegend von Moslems bewohnten Provinzen Frieden bringen.

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25.09.08 - Schmuggel und Konsum von Yaba nehmen zu

Im Norden Thailands hat der Handel mit Speed-Drogen dramatisch zugenommen. Nach Einschätzung des Office of the Narcotics Control Board werden jeden Monat bis zu drei Millionen Methamphetamine-Pillen (Yaba) aus den Grenzregionen in die Grossstädte geschleust, vornehmlich nach Bangkok. Zugenommen hat der Konsum von Yaba auch unter den in Chiang Mai studierenden jungen Frauen und Männern. Weit von Zuhause und ihren Eltern entfernt, verfallen Studenten der Drogensucht.

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25.09.08 - Thailand rückt auf der Korruptionsrangliste vor

Im Kampf gegen die Korruption hat Thailand nach Ansicht von Transparency International Fortschritte gemacht. In der weltweiten Korruptions-Rangliste verbesserte sich das Königreich um vier Plätze auf Rang 80. Im Jahr 2006 belegte Thailand noch den 63. Platz und ein Jahr darauf den 59. Platz. Die Organisation mit Sitz in Berlin führt die bessere Platzierung auf die Ermittlungen gegen den früheren Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und seinen politischen Freunden zurück. An der Spitze der 180 untersuchten Staaten stehen gemeinsam Dänemark, Schweden und Neuseeland mit besonders wenig Korruption. Dagegen sind Bestechung und Vetternwirtschaft nach Beobachtung von Experten in Afghanistan, Haiti, Irak, Birma und Somalia an der Tagesordnung. Transparency beruft sich auf Umfragen bei Geschäftsleuten und Experten, die Angaben über die von ihnen wahrgenommene Korruption im öffentlichen Sektor machen. Die Daten von zwölf unabhängigen Institutionen flossen in den Korruptionswahrnehmungsindex 2008 ein. Für das Abschneiden entscheidend ist eine Skala von null (sehr korrupt) bis zehn (frei von Korruption). Thailand kam auf 3,5 Punkte gegenüber 3,3 ein Jahr zuvor.

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26.09.08 - Personalnotstand im Patong-Krankenhaus

In Phukets Patong-Krankenhaus ist die Versorgung der Patienten gefährdet. Sieben der zwölf Ärzte und die Hälfte des Pflegepersonals haben das Hospital verlassen. Der Grund: Überbelastung. Die Beschäftigten klagen über zu wenig Personal, Überstunden, ständigen Stress und zu geringe Gehälter. Das Patong-Hospital hat 60 Betten und versorgt täglich rund 300 Patienten ambulant. Die Gesundheitsbehörde hat einen Notfallplan erarbeitet und will Ärzte und Schwestern auf die Ferieninsel versetzen. Das Gesundheitsministerium will zudem mehrere Forderungen der Krankenhausleitung erfüllen. So soll das Spital auf 200 Betten erweitert und mit modernen Diagnosegeräten ausgestattet werden.

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26.09.08 - Schnelle Hilfe für Hochwasseropfer

Die Regierung hat den vom Hochwasser betroffenen Menschen schnelle Hilfe zugesagt. Das Kabinett will umgehend die erforderlichen Mittel bereitstellen. Landesweit sind 800.000 Bürger in 24 Provinzen von den Überschwemmungen betroffen. Tausende mussten evakuiert werden. Rund zwei Millionen Rai Ackerfläche stehen unter Wasser. Das Landwirtschaftsministerium schätzt den Schaden für die Landwirte auf rund 1,17 Milliarden Baht.

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26.09.08 - Nok Air entlässt weitere Mitarbeiter

Um aus der Verlustzone zu fliegen, entlässt die Billigairline Nok Air weitere 260 Mitarbeiter. Darunter sollen sich auch Piloten und weiteres Kabinenpersonal befinden. Seit Monaten kämpft die Fluggesellschaft ums Überleben. Sie hat bereits 250 der ehemals rund 1.000 Beschäftigten entlassen, Flüge gestrichen und ein Kostensenkungsprogramm erstellt. Nok Air fliegt derzeit mit nur noch drei geleasten Maschinen. In der touristischen Hauptsaison will das Unternehmen zwei weitere einsetzen. An der Nok Air ist die Thai Airways International (THAI) mit einem 35prozentigen Aktienpaket beteiligt.

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26.09.08 - Rund 2.000 Gepäckwagen gestohlen

Auf Bangkoks internationalem Flughafen Suvarnabhumi reicht die Zahl der Gepäckwagen nicht aus. Obwohl das Management zur Eröffnung vor zwei Jahren 9.000 Trolleys angeschafft hatte, stehen im Terminal nur noch 5.000. Der Rest wurde gestohlen oder wird repariert. Die Polizei hat jetzt zwei Flughafenmitarbeiter festgenommen, die Hunderte Trolleys gestohlen, in ihre Einzelteile zerlegt und das Material verkauft haben. Für einen Gepäckwagen erhielten sie 960 Baht. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Airports oft Thailand wurden seit Eröffnung des Flughafens im September 2006 rund 2.000 Trolleys gestohlen.

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29.09.08 - Blitzschlag tötet fünf Touristen

Fünf Menschen sind in der Provinz Mukdahan während eines Unwetters durch Blitzschlag ums Leben gekommen. Unter den Toten befinden sich ein 40-jähriger Lehrer sowie ein 16-jähriger Schüler aus Australien. Bei den anderen drei Opfern handelt es sich um thailändische Jugendliche. Eine 16-jährige Australierin liegt mit erheblichen Verletzungen in einem Krankenhaus. Der Blitz traf die Touristen am Wasserfall Tad Ton im Distrikt Nong Sung. Der Lehrer hatte eine Gruppe von elf Schülern auf der Thailandreise begleitet.

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29.09.08 - PAD akzeptiert Chavalit als Vermittler

Die People`s Alliance for Democracy (PAD) hat den stellvertretenden Ministerpräsidenten Chavalit Yongchaiyudh als Gesprächspartner der neuen Regierung akzeptiert. Chamlong Srimaung, einer der Anführer der ausserparlamentarischen Opposition, bezeichnete Chavalit Yongchaiyudh als den richtigen Mann, zwischen Regierung und Gegnern zu vermitteln. Die PAD respektiere den Politiker, weil er grosse Erfahrungen mit nationalen Angelegenheiten habe. Chavalit Yongchaiyudh hat im Kabinett des neuen Premierministers Somchai Wongsawat drei bedeutende Aufgaben übertragen bekommen: Er ist für Fragen der nationalen Sicherheit zuständig, soll den südlichen Provinzen nach Jahren der Gewalt Frieden bringen und den Grenzkonflikt mit Kambodscha beilegen.

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29.09.08 - Umfrage: Niedrigere Preise vor Einheit der Nation

Bangkoker erwarten von der neuen Regierung einen Konjunkturaufschwung und eine Senkung der Lebenshaltungskosten. Bei einer Umfrage des Forschungszentrums der Bangkok University räumten nur 26,4 Prozent der Befragten der Einheit der Nation Priorität ein. Über 50 Prozent der interviewten 1.155 Frauen und Männer erhoffen sich ein Wirtschaftswachstum und sinkende Verbraucherpreise. 69 Prozent glauben nicht, dass die neue Administration die Gewalt im Süden beenden kann. Und 56,5 Prozent bezweifeln, dass die Regierung die nationale Einheit wieder herstellen wird.

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30.09.08 - Nur drei Sterne für Suvarnabhumi

Das Airline Operators Committee (AOC) hat für den internationalen Flughafen Suvarnabhumi weitere Verbesserungen und eine schnelle Erweiterung angemahnt. Passagiere würden sich nach wie vor über lange Wartezeiten vor den Schaltern der Immigration sowie über verdreckte und zu wenige sanitäre Anlagen beschweren. Das AOC fordert einmal mehr, der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) müsse in Zeiten hoher Kerosinpreise die Lande- und Parkgebühren für Flugzeuge senken. Das Airline Operators Committee vertritt 68 auf dem Bangkoker Airport stationierte Manager internationaler Fluggesellschaften. In der aktuellen Skytrax-Rangliste wird Suvarnabhumi als Drei-Sterne-Airport geführt, Hong Kong, Singapur und Seoul haben fünf Sterne, Kuala Lumpur hat vier Sterne bekommen.

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30.09.08 - Wahlkommission ermittelt gegen Regierungschef

Die Wahlkommission will gegen den neuen Ministerpräsidenten Somchai Wongsawat wegen eines Verstosses gegen die Verfassung ermitteln. Die Kommission hat eine Beschwerde von Senator Ruangkrai Leekijwattana angenommen. Der Senator wirft dem Regierungschef vor, am Unternehmen CS Loxinfo ein Aktienpaket zu besitzen. Der Internet-Dienstleister hat einen Partnerschaftsvertrag mit dem staatlichen Kommunikationskonzern CAT Telecom. Die Verfassung untersagt Mandatsträgern den Besitz von Aktien an Unternehmen der Telecom- und Media-Branche sowie von Firmen mit staatlichen Konzessionen. Somchai Wongsawat hat sich bisher zu den Anschuldigungen nicht geäussert. Senator Ruangkrai Leekijwattana hat mit einer ähnlichen Beschwerde Samak Sundaravej als Premierminister zu Fall gebracht.

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30.09.08 - Amerikaner erstellen Studie über Kernkraftwerke

Das amerikanische Beratungsunternehmen Burns and Roe erstellt für Thailand eine Machbarkeitsstudie für den Bau von Kernkraftwerken. Das Gutachten kostet 180 Millionen Baht und soll im Mai 2010 vorliegen. Die Amerikaner werden die Baukosten ermitteln, Standorte vorschlagen und zu Sicherheitsstandards, Auswirkungen auf die Umwelt sowie zur Ausbildung von Management und Mitarbeitern Stellung nehmen. Nach den Plänen des Stromkonzerns Electricity Generating Authority of Thailand (Egat) sollen die ersten beiden Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4.000 Megawatt 2020 bzw. 2021 ans Netz gehen. Dann sollen aus der Kernkraft 13 Prozent des erforderlichen Stroms gewonnen werden.

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30.09.08 - Immer mehr Jugendliche HIV-infiziert

Die Unesco und lokale Hilfsorganisationen schlagen Alarm. In Thailand ist die Zahl der Jugendlichen unter 15, die mit HIV infiziert wurden, von 10.000 im Jahr 2001 auf 14.000 im Vorjahr gestiegen. Landesweit werden Rufe nach weiteren Vorsorge- und Aufklärungskampagnen laut. Da die Lehrer bzw. Schulen einen nachhaltigen Einfluss auf Mädchen und Jungen haben, sollen Vertreter von Behörden und privaten Organisationen die Schulen besuchen. Den Gesundheitsdiensten ist es wichtig, dass die Jugend über Ansteckungswege sowie Folgen von HIV/Aids ausreichend informiert werden. Umfragen haben ergeben: Ein Grossteil der Minderjährigen greift beim Sex nicht zu Kondomen.

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